Der Originelle unter den deutschen Unisono-Medienmachern, Gabor Steingart auf seinem Elektroschiff, scheint völlig aus der Spur zu geraten. Nun gut, sein größter Aktionär ist die Axel Springer-AG, deren Miteigentümer wiederum an jedem USA-HIMARS-Schuss und jedem Toten in der Ukraine mitverdienen. So obszön die Springer-Rolle mit ihren Kriegstrompeten „Bild“ und „Welt“ in der Ukraine auch ist, so unpassend wirkt Steingarts ständige Wiederholung „Wahrheit (gebe es) nur zu zweien“. Denn auch er würdigt den angeblich großen Bösen im Osten keines Blickes. Steingarts Kriegsmomentum wird verstärkt durch die Gags von Verteidiger Pistorius und Außenfrau Baerbock, die ihn auf seinem Schiff beehren. Auch dürfen seine Leute in den Pannenfliegern der Regieren:*:dierenden mitfliegen.
Wir können unsere Brücken nicht instand halten. Stattdessen bezahlen wir die Bombardierung der Ukrainebrücken
Dennoch setzt Steingarts neueste Wendung dem Fass die Krone auf den Nagel. Er schreibt: „Selenskys Krieg wurde unser Krieg“. Und damit ist aus meiner Sicht endgültig Feierabend. Seit wann ist das „unser Krieg“?? Wir haben damit überhaupt nichts zu tun. Es geht um einen Bruderkrieg, um seit Hunderten Jahren wechselnde Grenzverläufe. Die Kriegsparteien kennen sich in- und auswendig, sprechen teils dieselben, teils verwandte Sprachen und sind völkisch durchmischt. Es ist ein Erbfolge-Auseinandersetzung, wie sie in familiär nahen Staaten immer wieder vorkommt. Plünderstaaten aus Tausenden Kilometern Entfernung wittern zwar die Gelegenheit und heizen nach Kräften ein, um selbst zuschlagen und sich bereichern zu können, haben dort aber gleichfalls nichts zu suchen.
In Deutschland haben wir geschätzt 80% marode Brücken und sind nicht in der Lage, die Totalsperrung wichtiger Autobahnen durch Brückenzerfall vor Ablauf mehrerer Jahre zu beheben, in einer Geschwindigkeit also, die wir von der Errichtung des berüchtigten Berliner Flughafengebäudes kennen. Wir sollen aber aufgerufen sein, mit bunkerbrechenden Waffen intakte Ukrainebrücken zu zerstören. Derart tödliches Kindergartenniveau muss genau so geächtet werden wie die Ausbildung fremder Soldaten und die Waffenlieferungen selbst.


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3 Kommentare zu „„Selenskys Krieg wurde unser Krieg“ – ist Springer-Ableger Steingart noch bei Sinnen?“