|

|

Zwischenruf: Die Wahlergebnisse sind Höhepunkte des AfD-Dauerspektakels „Kampf der Kesselflicker“

Die AfD ist der zerstrittendste Haufen Politik, von dem ich jemals gehört habe. Das ist keine Partei, sondern das sind gut 30.000 Wutbürger auf ihrem Egotrip, die sich kaum einmal zu dritt in einer Frage einig sein können. Keine Versammlung seit je, die nicht wie der Kampf der Kesselflicker abgelaufen wäre. Man trifft sich gerne auch vor Gericht.

Wiederholt kamen prominente Beutemacher:*:I*:nnen  im Plenarsaal an, spalteten sich ab, traten aus, behielten natürlich ihr Mandat, kämpften medienwirksam gegen die AfD  und hatten für 4 bis 5 Jahre persönlich abgesahnt und ausgesorgt. Musterbeispiele: Vorsitzer Lucke, Vorsitzerin Petry, Vorsitzer Pretzell. Den Vogel schoss ein bayerischer AfD-Bauer ab, der schon zwei Wochen nach seinem Einzug ins Maximilianäum austrat.

So kann man keine Politik machen.

 
Jüngstes Beispiel für den Kampf aller gegen alle in der AfD war die spektakuläre Moskaureise von Frau Weidel und zwei weiteren MdB, die von der eigenen  Partei – mit Ausnahme von  Pflichtbekanntgaben – nahezu komplett totgeschwiegen wurde. So haut man sich gegenseitig kaputt.  Solange sich das Personal der AfD mit 80 Prozent gegenseitig bekämpft und nur mit 20 Prozent politisch arbeitet, wird man das Fünf bis Sieben-Prozent-Gekrebse als politische Dauersportart kultivieren.

 
Weitersagen