#Organspende: Kannibalismus als Staatsräson

Foto: O24

Wenn es nach den beiden „Herren“ Lauterbach und Spahn geht, ist man ohne den aktuell überall beworbenen Organspendeausweis nicht mehr sicher vor den Schlächtern, die glauben, es sei eine gute Idee, das Leben von Todgeweihten mit den Innereien von anderen Sterbenden zu verlängern. Andere Länder sind schon weiter, das Geschäft mit den Organtransplantationen blüht und wer Zweifel am Hirntod äußert, wird als Sonderling oder religiös verirrter Spinner belächelt. Etwas besser kommt man weg, wenn man aus freiheitlicher Sicht gegen die Widerspruchslösung argumentiert, aber verhindern kann man eine solche Debatte damit nicht. Nun hat sie es ins Parlament geschafft und wird von den allermeisten Medien als Erfolg oder notwendiges Opfer verkauft. Dass wieder einmal Prinzipien der Rechtssprechung über den Haufen geworfen werden, verstehen viele Normalbewusstlose nicht, Hauptsache das Anspruchdenken angeblich von Organmangel Betroffener wird erfüllt. Umfragen ebnen den Weg zur Normalität. (1)

Der Patient mit den kaputten Nieren oder Leber stirbt nicht, weil er kein neues Organ bekommt, sondern weil sein Körper nicht mehr richtig funktioniert. Es gibt keinen Organmangel, jeder gesunde Mensch hat genau die Organe, die er braucht, seine eigenen. Nun soll das Recht umgekehrt werden. Ungefragt, wie man auch „Rundfunkgebühren“ einzieht, sollen Sterbenden die Organe „legal“ entnommen werden dürfen. Organentnahme bleibt aber auch mit dem neuen Etikett das, was sie ist: Mord bzw. bei Einwilligung zumindest Tötung auf Verlangen. Wer nun den Sitz des Bewusstseins im Gehirn verortet und die Entstehung desselben von biochemischen Prozessen abhängig macht, kann mit dem Widerstand gegen die Widerspruchslösung wenig anfangen und über Schlagwörter wie „Kannibalismus als Staatsräson“ nur mit den Achseln zucken. Es ist aber nicht die Sache von Trockennasenaffen, sich in die Angelegenheiten von Menschen einzumischen und umgekehrt.

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