Ich denke, es wird Zeit, sich der Realität zu stellen: Der eingeschlagene Weg kann so nicht weiter beschritten werden. Die Zerstörung, die derzeit gesellschaftlich, wirtschaftlich und mit Blick auf die demokratischen Errungenschaften von Generationen angerichtet wird, ist schon heute kaum mehr gut zu machen.

Zur Wahrheit gehört, dass die aktuellen Maßnahmen zwar „Corona-Tote“ verhindern helfen können, wie immer man diese definiert, aber zu einer Vielzahl von Toten durch ausbleibende Vorsorge und Behandlungen sowie durch Isolation, Vereinsamung und Depression führen. Wissenschaftliche Erhebungen hierzu gibt es inzwischen zuhauf. Wo ist also unter dem Strich etwas gewonnen?

Es liegt weder im Auftrag noch in der Macht der Politik, den Tod als solches zu besiegen. Er gehört zum Leben dazu. Tatsächlich ist er in jedem einzelnen Fall zu 100% vorbestimmt, weil dies nun einmal der Gang alles Organischen ist.

Wenn neueste Studien zeigen, dass auch nach der Bereitstellung eines Impfstoffes eine Immunität bestenfalls für einige Monate bestehen dürfte, es also gar zweier Impfungen pro Jahr bedürfe, und dies dauerhaft, um Corona als „Gefahr“ auszuschalten, dass andererseits aber nur ein Bruchteil der Infizierten echte gesundheitliche Probleme bekommt und ein noch viel kleinerer Teil – leider – verstirbt, sollte die gesellschaftliche Debatte offen und ehrlich darüber geführt werden, ob es richtig ist, Entscheidungen nur noch nach der Maßgabe zu treffen, jeden einzelnen Menschen „retten“ zu wollen.

Es ist zum Narrativ der politisch Verantwortlichen geworden, jeden immer und überall vor irgendetwas zu „retten“. Dies ist ein unsinniger, realitätsferner und – ja, ich spreche es aus – gefährlicher Ansatz, weil er per Saldo niemanden rettet, dafür aber totalitären Ideologien den Boden bereitet.

Kehren wir zum Leben zurück und akzeptieren wir, dass wir die Gefahren des Lebens niemals ganz werden besiegen können, bei allem Leid, das wir dabei erfahren, das aber ebenso zum Leben gehört, wie die Freude und das Glück. Leben heißt soziale Kontakte zu pflegen, sich frei zu bewegen, Pläne zu schmieden und Träume zu verwirklichen.

Wer Menschen all das nimmt, verhöhnt sie mit der Behauptung, er wolle sie „retten“.


Quelle: Liberale Warte

8 KOMMENTARE

  1. „Zur Wahrheit gehört, dass die aktuellen Maßnahmen zwar „Corona-Tote“ verhindern helfen können, wie immer man diese definiert, aber zu einer Vielzahl von Toten durch ausbleibende Vorsorge und Behandlungen sowie durch Isolation, Vereinsamung und Depression führen.“

    Wie schön, dass wir nun wissen was zur Wahrheit gehört. Auch zur Wahrheit gehört, dass alles was vor einem ABER steht nur rhetorisches Blech ist.

    Der politisch korrekte Versuch, abgesichert durch Netz und doppelten Bodem, ein Übel durch ein anderes Übel zu relativieren, wird absolut scheitern. Der beste Weg hin zur ewigen Pandemie light.

    Wer behauptet, dass aktuelle Maßnahmen hilfreich sein können, soll dazu sagen warum, in welcher Größenordnung, welche genau und welche nicht. Schwammigkeit ist nicht hilfreich.
    Wem wird geholfen sein wenn wir die Wirtschaft (Hotelbetrieb, etc.) retten, dafür im Gegenzug vorbildliche Coronazombies sein müssen? Hurra, der Rubel rollt weiter, wir müssen nur artig sein und die neue Normalität akzeptieren? Wenn ihr Masken tragt und Abstand haltet, dürft ihr wieder zu Mc Donald. Wenn ihr euch testen/impfen lasst, dann dürft ihr wieder reisen und die Oma besuchen. Darauf läuft es doch hinaus, oder?

    • Ach, die aktuellen Maßnahme KÖNNEN helfen, Corona-Tote zu verhindern.
      Können sie das oder tun sie es?
      Und, wieso gehört das zur Wahrheit und wie ist diese Wahrheit belegbar?
      Außerdem müsste das Können aus dem Satz verschwinden, bevor von Wahrheit die Rede sein könnte.

      • UV- Licht: welche Toten?

        Meinen Sie den Herrn Spahn, der in seiner Prunkvilla bestens leben kann und ein bisschen hüstelt? Meinen Sie den Trump, der nach wenigen Tagen Unwohlsein wieder an der Spitze steht und regiert, wie in alten Tagen. Meinen Sie die etlichen Fussballspieler, die positiv getestet wurden und nach Tagen wieder wie junge Götter rennen können?

        • Nein, das meine ich nicht.
          Ich bezog mich auf Herrn Peyami, der an Corona-Tote zu glauben scheint.
          Es soll höchst umstritten, wie viele der angeblichen Corona-Toten wirklich an Corona verstorben sind, falls das überhaupt der Fall gewesen ist.

          Die vom RKI angegebenen Zahlen derer, die jährlich an Influenza verstorben sind beruhen, nebenbei bemerkt, auf Schätzungen des RKI.

          Ich meine, daß man nicht wissen kann wer gestorben wäre und wie viele, wenn etwas anders gewesen wäre.
          Man kann nicht wissen, was gewesen wäre, wenn…
          Man kann daraus auch keine Wahrheiten ableiten, wie Herr Peyami.
          Wo ich gerade dabei bin: Mein Kommentar war nicht als Antwort an Pandemie light gedacht, sondern als eigenständiger.
          Das war ein Versehen.

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