Zentralrat der Einzeltäter: Psychopathen nicht unter Generalverdacht stellen

Zu den jüngsten Mordfällen und Amokläufen, bei denen die Täter aus der Glaubensgemeinschaft der psychisch Kranken stammten, meldete sich jetzt der Vorsitzende des Zentralrats der Einzeltäter, Charles Manson, Wort.

Manson beklagte die Sensationsberichterstattung sowie die Informationspolitik der Behörden. Es entstünde in der Öffentlichkeit der Eindruck, dass psychisch Kranke vermehrt zu Gewalttaten neigen würden, allerdings sei das Gegenteil der Fall. Mit ca. 1 Prozent lägen die Straftaten der psychisch Kranken sogar noch unter dem Durchschnitt anderer Bevölkerungsgruppen.

Medien und Politik würden ein Klima der Angst schaffen, das zur Hexenjagd auf eine Minderheit animiere, so Manson weiter in seiner Erklärung. Man dürfe diese Personen nicht einfach unter Generalverdacht stellen. In vielen Fällen sei ein Zusammenhang der Erkrankung mit der Tat zudem reine Spekulation und nicht bewiesen. Solange diese Relevanz nicht bestünde, sollte sie deshalb nicht genannt werden. Manson verwies auf den Pressekodex und forderte eine Rückkehr zu einer fairen Berichterstattung, die auf Fakten basiert.

Anzeige

für eine Banküberweisung finden Sie die Kontonummer im Impressum

Opposition 24 unterstuetzen
Ihre Email Adresse:

Hinweis zu den Kommentaren

Kommentare geben nicht die Meinung der Redaktion wieder!
Redaktion
Über Redaktion 5960 Artikel

Frisch aus der Redaktion

4 Kommentare

  1. So schlimm das für die Normalen klingt: Aber psychisch Kranke begehen wesentlich weniger Straftaten als Otto Sesselpfurzer. Auch bei den schweren Straftaten fallen die sehr weitgehend aus, weil die psychische Erkrankung das Umsetzen von geplanten Handlungen erschwert oder unmöglich macht.

    Es gibt allerdings in der ersten Woche der Vergabe von Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI) die Neigung zu Selbst- und Fremdgefährdung, weil da medikamentös das Kontrollsystem völlig durcheinander gebracht wird.

    https://ssristories.org/
    Hier werden weltweit tausende von schweren Straftaten und Selbstmorde unter SSRI dokumentiert.

    Selbst mit diesen Segnungen von Big Pharma sind psychische Kranke die besseren Menschen zumindest kriminologisch.

  2. „Glaubensgemeinschaft der …“ und „Zentralrat der Einzeltäter“ – sehr gut gelungen.

    Nur Charles Manson passt mMn nicht so recht ins Bild. Kommt bei mir etwa so an, als wenn A. Merkel sagen würde: Politiker lügen nicht mehr als andere Menschen auch und falls doch wäre dies auch nicht schlimmer als bei diesen.

  3. 7. März 2013 | swr: Aggressiv durch Antidepressiva?

    „Rund fünf Prozent der Deutschen schlucken Psychopillen. Oft handelt es sich dabei um sogenannte Serotonin-Wiederaufnahmehemmer. Doch diese Antidepressiva stehen in der Kritik, weil sie Aggressionen schüren können – gegen sich selbst und andere.
    SSRI-Antidepressiva im Kreuzfeuer der Wissenschaft

    Ist es wirklich möglich, dass ein Selbstmord durch Antidepressiva ausgelöst wird? Diese Frage diskutieren Wissenschaftler seit über zehn Jahren. Einige Studien kommen zu dem Schluss, dass diese Medikamente gar keine Wirkung haben. Aktuelle Untersuchungen widerlegen diese Aussagen jedoch. Doch auch dabei kam heraus, dass vor allem zu Beginn einer Therapie Serotonin-Wiederaufnahmehemmer nur wenige positive Wirkungen bei Depressionen zeigen. Allerdings zeigten sich gefährliche Nebenwirkungen durch den Eingriff in den Serotoninstoffwechsel im Gehirn. „Besonders interessant ist der Einfluss auf die Aggressivität – nach innen als Suizid, nach außen als Fremdaggression“, sagt Prof. Andreas Meyer-Lindenberg vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim.“

    http://www.dzig.de/Einzelfall-in-Duesseldorf

  4. Vielleicht hat ja jemand noch ein Eimerchen davon übrig und kann das der Zonentussi aufs Nachtschränkchen stellen. Die abgekauten Fingernägel lassen auf eine ganz beträchtliche psychische Störung der Tante schließen. Bin aber kein Arzt für solche Fälle.

Kommentare sind deaktiviert.