Zentralrat der Katholiken für “entspannten” Umgang mit Islamverband DITIB

Osnabrück: Thomas Sternberg, der Präsident des Zentralrats der Katholiken äußerte sich im Gespräch mit der “Neuen Osnabrücker Zeitung” zur Debatte über den türkischen Islamverband Ditib.

von Steffen Prößdorf (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons
Thomas Sternberg (ZDK) Foto von Steffen Prößdorf (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons
“Wir sollten uns jede Einmischung verkneifen”, sagte er in der heutigen Freitagsausgabe.

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Ein direkter Einfluss des türkischen Staates auf den Islamunterricht in Deutschland “geht gar nicht”. Bislang habe man innerhalb der Ditib jedoch “fraglos einen verfassungskonformen Islam gelehrt und gelebt”. Daher solle sich die Politik vor Vorverurteilungen hüten.

Sternberg wunderte sich über die Kritik von NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) an Ditib. Darüber habe es “erhebliche Irritationen” gegeben.

Sternberg hält es zwar ebenfalls für “schwierig, wenn der Staat, der Ditib maßgeblich steuert, diktatorische Züge aufweist”. Aus seiner Sicht lassen sich die Veränderungen nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei und der Einfluss über die Religionsbehörde Diyanet auf Ditib “heute noch nicht ausreichend bewerten”.

“Wir wissen noch nicht, wie sich die Ditib entwickeln wird.” Derzeit sei sie “fraglos eine staatliche Einrichtung”, sagte Sternberg.

Aus der Sicht des ZdK-Präsidenten wäre es denkbar, dass der Verband eine größere Unabhängigkeit vom türkischen Staat anstrebt.

Man solle aber den Verband intern beraten lassen und sich jede Einmischung verkneifen. “Als Christ steht es mir überhaupt nicht an, der Ditib irgendwelche Vorschriften zu machen”, sagte Sternberg. “Als Gesprächspartner für den Religionsunterricht müssen wir aber streng darauf achten, wie sich Ditib entwickelt.”

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