Zahl „deutscher“ Dschihadisten steigt auf 780 – 130 sollen ums Leben gekommen sein

Düsseldorf (ots) – Die Zahl der Islamisten, die aus Deutschland in den Dschihad nach Syrien gezogen sind, ist auf 780 angestiegen.

Das meldet die in Düsseldorf erscheinende „Rheinische Post“ (Mittwochausgabe) unter Berufung auf jüngste Erkenntnisse des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Ein Drittel sei inzwischen wieder nach Deutschland zurückgekehrt.

Für 130 Personen lägen Hinweise darauf vor, dass sie ums Leben gekommen seien. (ots)

Aber viele Fragen bleiben offen, die Informationslage ist sehr unübersichtlich. Die wenigsten Verdächtigen mit deutscher Staatsangehörigkeit gehören zu den sogenannten Konvertiten, wie etwa die bekannten Salafisten Sven Lau (derzeit in U-Haft) oder der Ex-Boxer Pierre Vogel, dem ebenfalls Kontakte zur Dschihadistenszene nachgesagt werden.

In den meisten Mitteilungen der GBA lassen die Namen der mit deutscher oder doppelter Staatsbürgerschaft angegebenen Verdächtigen oft auf einen sogenannten Migrationshintergrund schließen.

Hinsichtlich der Gefährdungslage in Deutschland durch die Flüchtlingswelle und mitgereister Terroristen sickert nur wenig durch, was auch mit ermittlungstaktischen Erwägungen begründet wird.

Am 17. Dezember wurde beispielsweise in einer Flüchtlingsunterkunft in Unna-Massen ein 31-jähriger Mann festgenommen, der im Verdacht steht, Verbindungen zur Terrororganisation Islamischer Staat zu haben. Hinweise dazu fanden sich auf einer arabischsprachigen Internetseite. Der Mann bestritt die Vorwürfe und wurde wieder auf freien Fuß gesetzt.

Es können jedoch nur Daten bekannt gegeben werden, sofern man das möchte, die auch tatsächlich bekannt sind. Erkenntnisse über die vielen unregistrierten Asylbewerber, sowie die vielen Abgetauchten, über deren Verbleib man angeblich nichts Genaues weiß, wurden noch an keiner Stelle geliefert.

Hier liegt sicher die größere Gefahr, denn wer sich registrieren lässt und in einer offiziellen Unterkunft wohnt, der geht ein höheres Risiko zur Entdeckung ein, als der, der sogleich nach dem Grenzübertritt in der Grauzone verschwindet.

Anzeige

für eine Banküberweisung finden Sie die Kontonummer im Impressum

Opposition 24 unterstuetzen
Ihre Email Adresse:

Hinweis zu den Kommentaren

Kommentare geben nicht die Meinung der Redaktion wieder!
Redaktion
Über Redaktion 5640 Artikel
Frisch aus der Redaktion

1 Kommentar

  1. n dem Bericht hat das baden-württembergische Innenministerium erstmals Zahlen über die Beteiligung von Flüchtlingen an Straftaten in Zusammenhang mit der Herkunft der Tatverdächtigen gesetzt. Von Januar bis Ende November wurden 27.255 Straftaten mit Beteiligung mindestens eines Asylbewerbers gezählt. Hinzu kommen etwas über 20.000 Verstöße gegen das Aufenthalts-gesetz.Syrische Flüchtlinge waren demnach in 5.576 Fällen an Straftaten beteiligt gewesen, darauf folgen das Kosovo (3.305), Gambia (2.516), Afghanistan (2.157) und Algerien 2.078). Dies erfuhr der SWR auf Nachfrage aus dem Innenministerium. Laut dem Lagebild, das als Verschlusssache eingestuft ist, überwiegen die Bagatelldelikte wie Ladendiebstähle mit 5.777 Fällen, gefolgt von Schwarzfahren (mit 4.920 Fällen), leichten Körperverletzungen (mit 2.194 Fällen) sowie Drogendelikten (1.802). Hinzu kommen etwa tausend Fälle von schwerer Körperverletzung, 22 von versuchtem Totschlag und 700 Wohnungseinbrüche.

Kommentare sind deaktiviert.