Wie unsere Medien versagen – Teil 1

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Ein und derselbe Tag, ein und dasselbe Magazin, zwei Berichte – und ein totaler Widerspruch: nicht thematisiert und völlig übersehen – oder ignoriert.
Focus berichtet über ein Papier der Grünen-Bundestagsfraktion mit dem Vorschlag, bis 2035 Inlandsflüge weitgehend abzuschaffen. Damit einhergehen sollen eine kräftige Anhebung der Steuer auf Kerosin sowie ein Zuschuss von 3 Milliarden Euro pro Jahr für die Bahn, um sich auf den dann steigenden Bahnverkehr vorzubereiten. Für die Jahre bis 2035 wären das insgesamt etwa 45 Milliarden.
Zweiter Bericht: Mehr als 1.000 Brücken der Bahn sind abrissreif und erzeugen einen Sanierungsstau von 25 Milliarden. Das entspricht annähernd zwei Drittel dessen, was die Bahn nach dem Papier der Grünen bekommen soll, um deutlich mehr Verkehr zu stemmen.
Das haut natürlich vorne und hinten nicht hin. Dieser Widerspruch wird in keinem der beiden Berichte thematisiert, er ist vielleicht auch niemand in der Redaktion aufgefallen.
Mehr noch: 84% des Individual-Reiseverkehrs in Deutschland finden auf der Straße statt, 0,9% in der Luft, bei 9,8% liegt der Anteil der Bahn. Wenn die Bahn einen spürbaren Teil der beiden anderen Verkehrsträger übernehmen soll, müsste man ihre Kapazität mindestens verdoppeln. Dafür gibt es weder die Fläche für die nötigen Schienenwege, noch das nötig Geld, ein Mehrfaches von 45 Milliarden Euro. Das heißt: wir haben es mit einem kaum lösbaren Problem zu tun, wenn nicht drastische Schritte ergriffen werden, Strafsteuern auf Autos etwa, oder weniger Einwohner. Doch mit der Migration wird gerade – und auf unabsehbare Zeit – die Einwohnerzahl erhöht.

Es geht hier also nur um eines: weiter an der Steuerschraube zu drehen, für Ausgaben, die längst aus dem Ruder gelaufen sind, und schon jetzt mehr Geld aufzutreiben, weil in der kommenden Rezession die Einnahmen des Staates empfindlich leiden werden.


Quelle: Privatinvestor Politik Spezial

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