Wie tief muss Deutschland noch sinken?

KasunChamara / Pixabay

Das einstige Wirtschaftswunderland ist nicht mehr wieder zu erkennen. Die breite Masse wähnt sich vom Raubtierkapitalismus geschröpft und hat jegliche Wirtschaftskompetenz verloren, die für unsere Großelterngeneration noch selbstverständlich war. Fragt man heute: Dreisatz, Prozentrechnen, Zins- und Zinseszins, erntet man nur Gesichtsausdrücke, die irgendwo zwischen Fragezeichen und Hustenreiz liegen. Und hier liegt auch der Kern des Dilemmas, in dem sich unsere „moderne“ Gesellschaft befindet. Desinteresse, Vollkasko- und Flatrate-Mentalität, Staatsgläubigkeit – nicht nur bei Klimahüpfern und Teddybärwerfern, sondern quer durch alle Lager. Die Politik wird nichts richten, was sie angerichtet hat.

Wer nach dem Terrorakt in Halle den „Klartext“ von Springer-Chef Döpfner beklatscht, ist kein Oppositioneller, sondern Teil des Systems und begreift nicht einmal im Ansatz welches Spiel da gespielt wird. Erst kürzlich hat Döpfner die Übernahme des schwächelnden Medienriesen an seine Bilderberg-Kumpanen von KKR eingefädelt. Solange solche weltweiten Strukturen existieren, von denen die Bilderberg-Gruppe nach Aussagen von Döpfner noch die harmloseste ist, spielt es kaum eine Rolle, welche Partei in einem EU-Land die Regierung stellt. Jüngste Beispiele sind Italien und Österreich, eine Regierungsfähigkeit der AfD in Deutschland steht in weiter Ferne – eine politische Wende damit ausgeschlossen. Und so vertiefen sich die Gräben zwischen den politischen Lagern und ihren blinden Anhängern, während Tag für Tag hunderte Jobs verloren gemeldet werden und beim Erreichen der Talsohle die Frage nicht mehr lautet, ob man rechts oder links steht, sondern wie tief das Konto ins Minus gerutscht ist. Es läuft eher nicht auf Allah gegen Jesus hinaus, wie viele nicht unberechtigt fürchten, sondern auf Alle gegen Alle, das Los einer jeden bunt gemischten Gesellschaft, deren Ressourcen durch Misswirtschaft knapp werden. Nicht nur Deutschland, ganz Europa befindet sich im Sinkflug, die Entwicklung wird auch vor den Visegrad-Staaten nicht halt machen, die sich der Massenmigration widersetzen – dort gibt es sowieso nicht sonderlich viel zu holen, Ziel der Migrantenarmee ist Deutschland, das Herz unseres Kontinents. Ob man es nach dem Aufschlag noch einmal reanimieren kann, wird die Zukunft zeigen. Hoffnung in die Kräfte des Systems zu setzen, die für das Desaster verantwortlich sind, ist vergebens. Amen!

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