Wie Krypto-Währungen die Welt verändern

Was Sie über Bitcoin, Etherium, Dash & Co wissen sollten

Seit Monaten vergeht kein Tag ohne negative Nachrichten über „Blockchains“ und „Krypto-Währungen“, allen voran über den Bitcoin, die Mutter aller Krypto-Währungen. Die Kurse schießen hoch und stürzen ab, mit ihnen die Emotionen der Anleger. All das wird medial groß ausgeschlachtet. Doch was steckt wirklich hinter all der Negativ-Propaganda? Ist Bitcoin wirklich die größte Blase aller Zeiten, wie manche behaupten? Sind Krypto-Währungen ein Schneeballsystem oder sind sie zukunftsträchtige Technologie? In diesem zweiteiligen Artikel möchte ich Ihnen kurz meine Gedanken dazu in einfachen Worten darlegen.

Blockchains“ und „Kryptos“ verändern die Welt im Sauseschritt. Mittlerweile kann man mit Bitcoin weltweit bei tausenden Händlern bezahlen – und das angeblich anonym und in Echtzeit! Das FBI gilt als einer der größten Bitcoin-Besitzer, und manch einer behauptet, dass der US-Geheimdienst auch der wahre Erfinder der Krypto-Währung sei. Aber dieselben Menschen behaupten auch, dass „die Russen“ für den Wahlsieg Donald Trumps verantwortlich seien, ohne jemals Beweise dafür vorgelegt zu haben.

Zahlreiche große Konzerne und Banken arbeiten derzeit daran, ihre eigene Krypto-Währung auf den Markt zu bringen, weil sie verstanden haben, dass sie diesen Zug nicht verpassen dürfen! Doch ehe wir tiefer in die Materie eindringen, möchte ich nochmals kurz daran erinnern, was die Begriffe „Geld“ und „Währung“ eigentlich bedeuten!

Wie ich bereits in einem vorherigen Artikel ausführlich erklärt habe, ist „Geld“ nichts anderes als ein Tauschmittel, ein Platzhalter für den Austausch von Waren oder Dienstleistungen. Ursprünglich stand es also für einen entsprechenden Wert, der durch Arbeitsleistung gedeckt war. Geld konnte alles sein, was begrenzt und allgemein akzeptiert war, angefangen von Salz bis hin zu Gold oder Silber, die lange in Form von Münzen als Geld akzeptiert waren. Irgendwann gaben Fürsten und Könige diesen Münzen einen Namen, und ihre Untertanen durften fortan nur noch solche nutzen, auf denen das Konterfei ihres Chefs eingeprägt war. So wurde aus dem Geld in einer bestimmten Region eine „Währung“. Diese Währung ist das einzige gesetzliche Zahlungsmittel innerhalb eines Währungsraums – also das Geld, das jeder im Handel annehmen muss! „Giralgeld“, also virtuelles Geld, also jene Euros, die wir auf dem Konto haben, sind per Definition kein gesetzliches Zahlungsmittel – das ist bislang nur Bargeld!

Die Besitzer der Banken haben sich im Lauf der letzten Jahrhunderte das Recht herausgenommen, Geld frei zu erfinden, doch mussten sie immer zumindest einen Teil dieses Geldes (meist mindestens 30%) mit Gold hinterlegen, damit es nicht beliebig vermehrt werden konnte, weil sonst die Menschen das Vertrauen in die Währungen verloren und wieder andere Tauschmittel verwendet hätten. Die hätten sich dann der Kontrolle des Staates und der Banken entzogen. Nun, genau das passiert gerade mit Krypto-Währungen!

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs zwangen die USA den Rest der Welt bei einer Konferenz im kleinen Ort Bretton Woods dazu, ihren Warenaustausch künftig nicht mehr in ihren eigenen Währungen abzuwickeln, sondern in US-Dollar. Sie versprachen, dass der Dollar immer durch Gold gedeckt sein würde und jeder die US-Dollar, die er aus dem Handel mit anderen Wirtschaftsräumen anhäufte, jederzeit in den USA gegen Gold eintauschen konnte. Der Dollar war ein Goldzertifikat. Doch um den Vietnam-Krieg zu finanzieren, musste die US-Notenbank unentwegt neue Dollar drucken, ohne das entsprechende Gold dafür zu haben. Als die Franzosen ihre Dollar-Überschüsse gegen Gold tauschen wollten, stellen sie im Jahr 1971 fest, dass es dieses Gold nicht gab. US-Präsident Nixon war gezwungen, dies öffentlich zuzugeben. Dieses Eingeständnis wird als das „Schließen des Goldfensters“ bezeichnet. Anders ausgedrückt: Die USA hatten die gesamte Welt belogen, aber sie waren militärisch so stark, dass keiner sich traute, sich ihrem Dollar-Diktat zu widersetzen. Weiterhin mussten alle, wenn sie international Erdöl, Gold oder andere Waren handelten, dafür den nun ungedeckten und somit wertlosen US-Dollar benutzen. Wer dies nicht wollte, wurde militärisch dazu gezwungen, wie im Falle Libyens, des Irans, des Iraks oder Venezuelas. Auch darüber habe ich ausführlich berichtet. Also suchen die meisten Länder auf Erden seit Jahren nach einem Weg, aus dem US-Dollar-Gefängnis auszubrechen, ohne einen Krieg mit den USA anzuzetteln. China und Russland vergrößern seit Jahren unentwegt ihre Goldreserven und kündigten an, zum richtigen Zeitpunkt eine neue, durch Gold gedeckt Weltwährung einzuführen, die den US-Dollar ablösen soll. Dieser Zeitpunkt rückt mit großen Schritten näher.

Nun kommen wir zu den „Krypto-Währungen“. Im Jahr 2008 veröffentlichte jemand unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto seine Idee einer neuen Verrechnungseinheit (Geld), die nicht wie bisher von Banken und staatlichen Institutionen abhängig war, sondern dezentral digital geschöpft wurde. Diese neue „Währung“ nannte der große Unbekannte „Bitcoin“. Sie beruhte auf einem gut verschlüsselten Computerprogramm (Kryptographie), einer sogenannten „Blockchain“. Das ist nichts anderes als ein sehr komplexes Programm, eine riesige Datenbank, die nicht auf einem einzigen Server liegt, sondern auf viele private Computer verteilt ist. Alle neu geschaffenen „Coins“ und deren Bewegungen werden mittels eines Programms erfasst, das niemand gehört und auf das alle dezentral über ihre eigenen Computer die gleichen Zugriffsrechte haben. Wer sich an diesem Programm beteiligt und seinen Rechner zur Verfügung stellt, kann neue virtuelle Geldeinheiten (Bitcoins) erschaffen, was man „mining“ (schürfen) nennt. Dieser Begriff erinnert nicht zufällig an das Schürfen von Gold, ebenso wenig wie es Zufall sein kann, dass der erste Bitcoin im Jahr 2009 geschöpft und gehandelt wurde, also direkt nach Ausbruch der weltweiten Banken-, Immobilien- und Finanzkrise. Der Rest ist Geschichte.

Zehn Jahre später gibt es bereits mehr als 1.300 Krypto-Währungen und täglich werden es mehr. Der Bitcoin ist nach wie vor der bekannteste, aber es gibt mittlerweile wesentlich interessantere Coins, wie Etherium, OmiseGo oder MIOTA, der mittlerweile von Konzernen wie Cisco, VW, Microsoft oder Samsung genutzt wird. MIOTA ist der Coin des Berliner Unternehmens IOTA, das sogenannte „smarte Lösungen“ für die Industrie anbietet, selbstständige Bestellsysteme, die durch Künstliche Intelligenz (KI) gestützt Waren verschieben und dann in MIOTA verrechnen, ähnlich dem Kühlschrank, der selbst nachbestellt, wenn die Butter ausgeht – eine Tendenz über die ich ausführlich in meinem neuen Buch „Fake News“ berichtet habe. Alle, die etwas davon verstehen, beschäftigen sich zurzeit mit Krypto-Währungen, doch tun in der Öffentlichkeit alle so, als wären sie kompletter Mist! Wenn das nicht stutzig macht!

Alle echten Krypto-Währungen sind in ihrer Menge von vorn herein begrenzt. Im Gegensatz dazu wurden die Fiatgeld-Währungen, wie Dollar und Euro, seit 2008 von den Zentralbanken wie verrückt vermehrt, was man beschönigend „Quantitative Lockerung“ nannte. Dies war jedoch nichts anderes als der Aufbau immer größerer Schuldenberge, die eines nicht so fernen Tages die Weltwirtschaft erdrücken werden. Es wird hingegen nie mehr als 21 Millionen Bitcoin geben. Er ist wie jede goldgedeckte Währung auch von vorn herein mengenmäßig begrenzt. Jeder einzelne Bitcoin wird durch einen bestimmten Code definiert, er kann nahezu in Echtzeit weitergereicht werden, und kein Staat der Welt und kein Konzern weiß (angeblich), wer gerade im Besitz eines bestimmten einzelnen Coins ist. Das stellt einen entscheidenden Unterschied zu anderen virtuellen Zahlungsabläufen dar, etwa zu denen mit Kredit- oder EC-Karten, anhand derer ich lückenlos überwacht werden kann.

Wie früher beim Bargeld weiß bei Kryptos keiner, was ich mit meinen Geld anstelle, solange ich richtig damit umgehe. Ja, ich brauche für den Transfer von Coins einen Internetanschluss, aber ich kann auch etwa den öffentlichen Computer in der Hotellobby nutzen, wenn ich mit meinem privaten Laptop nicht geortet werden möchte. Ich bin kein IT-Experte oder Programmierer, aber alle Experten scheinen sich darin einig zu sein, dass die Blockchain-Technologie sicher ist. Wenn, wie zuletzt Bitcoins von Börsen gestohlen wurden, dann deshalb, weil diese Handelsplätze Lücken in ihren Programmen hatten, und nicht, weil die Technologie hinter dem Bitcoin fehlerhaft war. Das ist, als ob man behauptete, dass unsere Banknoten fehlerhaft seien, nur weil gelegentlich eine Bank ausgeraubt wird.

Krypto-Währungen sind privat, anonym, schnell, in ihrer Menge begrenzt und sie sind bestens für den elektronischen Transfer von Zahlungen geeignet. Sobald ich jemand den Code eines bestimmten Coins übermittle, ist derjenige in dem Moment (spätestens innerhalb weniger Minuten) der neue Besitzer, der Code wird automatisch verändert und ich habe, wie der Rest der Welt, keinen Zugriff mehr darauf. Deshalb sind Krypto-Währungen der Geheimen Weltregierung und ihren Handlangern ein Dorn im Auge! Die grauen Eminenzen mussten mit ansehen, wie innerhalb eines Jahres ihren Banken (und damit ihrer Kontrolle) hunderte Milliarden Dollar entzogen wurden. Das war Grund genug, um einen medialen Kreuzzug gegen den Bitcoin zu führen. Natürlich können Kryptos für kriminelle Transaktionen genutzt werden, aber kriminelle Aktivitäten gab es bisher auch und sie waren auch mit Euro und Dollar möglich. Kryptos daher mit Geldwäsche und Steuerflucht gleichzusetzen, ist nichts anderes als ein Ausdruck der Verzweiflung jener, deren Macht von Tag zu Tag weiter schwindet.

Bitcoinpreis in € https://www.btc-echo.de/bitcoin-kurs/

Diese Spielchen mit der Manipulation des Narrativs kennen wir bereits vom Goldmarkt. Im Jahr 2011 stieg der Preis für Gold bis knapp über $ 1.900, weil immer mehr Menschen dem Euro und dem Dollar misstrauten. Den Banken entglitt das Geld, also manipulierten einige Großbanken zusammen mit einigen Notenbanken den Goldpreis massiv nach unten. Ist es nur Zufall, dass der Bitcoin, der im Jahr 2017 explodierte, nur bis knapp über die Marke von $ 19.000 kam, ehe sein Preis plötzlich steil nach unten fiel? (siehe Grafik) Besteht ein Zusammenhang zwischen den „1.900“ und den „19.000“? Handelt es sich um eine psychologische Marke die nicht überschritten werden darf oder um Numerologie?

Wie seinerzeit beim Gold, wurde erst der Aufstieg medial begleitet, was viele Kleinanleger verlockte. Dann wurde von vermeintlichen Experten vor einer Blase gewarnt und dann wurde mit großem Medienecho der Preissturz ausgeschlachtet, alles eine regelrechte Inszenierung der Geheimen Weltregierung. Es sind immer wieder dieselben vermeintlichen Experten, wie Nouriel Roubini, die erst das Gold, und nun den Bitcoin schlecht reden. Zahlreiche Großbanken, wie die Deutsche Bank, HSBC und die UBS, wurden der Manipulation des Gold- und Silbermarktes (und anderer Märkte) überführt und mussten dafür hohe Strafen bezahlen. In den „Leitmedien“ wird dies bis heute heruntergespielt, doch bin ich zuversichtlich, dass wir in naher Zukunft auch erfahren werden, wer die Krypto-Preise Anfang Februar 2018 so aggressiv in den Keller drückte! Es ist nicht schwer zu erraten, wer hinter all dem steckt und es ist abzusehen, dass diejenigen bis zum Äußersten gehen werden, um ihre bisherige Macht zu verteidigen. Sie können Krypto-Währungen schlecht reden, sie können Coins aufkaufen, sie dann auf einmal auf den Markt werfen und damit den Preis drücken, nur um danach noch mehr davon zu einem geringeren Preis aufzukaufen, ganz so, wie sie es beim Gold taten. Aber es wird ihnen nicht gelingen, den Markt zu „cornen“, also zu beherrschen, weil diese Technologie genau dafür geschaffen wurde, um genau dies zu verhindern!

Sind Krypto-Coins nur ein Strohfeuer, wie manche „Fachleute“ lautstark behaupten? Nein, ich denke nicht. Jeder, der auch nur ein wenig davon versteht, weiß, dass diese dezentrale Blockchaintechnologie die Zukunft ist. Welcher Coin sich langfristig durchsetzen wird, ist eine andere Frage, denn es gibt große Unterschiede zwischen den einzelnen Krypto-Währungen. Der Bitcoin, als ältester und bekanntester Coin, sieht einer schwierigen Zukunft entgegen, weil seine Technologie nach zehn Jahren bereits veraltet ist. Das größte Problem beim „minen“ von Bitcoins ist, dass man dafür Hochleistungsrechner braucht, die enorm viel Strom verbrauchen. Das Schürfen von Bitcoins verbraucht tagtäglich so viel Strom wie ganz Irland! Der Bitcoin wird also vermutlich von anderen, besseren und effizienteren Coins abgelöst werden. Weltweit arbeiten Banken, Konzerne und Staaten daran, eigene Krypto-Währungen herauszubringen, die den Bitcoin künftig ersetzen sollen. Einige davon werden sogar mit Erdöl und mit Gold hinterlegt sein. Wo diese Entwicklung hingeht und wie genau man selbst in Krypto-Währungen investiert, erfahren Sie im zweiten Teil dieses Artikels.

Wie Krypto-Währungen die Welt verändern (Teil 2)

Ich begann mich selbst erst Mitte des Jahres 2017 eingehender mit Krypto-Währungen zu befassen. Als eingefleischter Bargeld-Fan hatte ich kein großes Interesse an einer weiteren digitalen Bezahlform, aber da das Gespräch immer wieder auf den Bitcoin, auf „Blockchain“ und „Mining“ kam, wollte ich verstehen, was es mit all dem auf sich hat. Ich recherchierte und traf mich mit Experten, und was ich entdeckte, würde ich als „revolutionär“ bezeichnen! Das ist nicht nur meine Meinung. Nein, viele große Konzerne und Banken arbeiten derzeit mit Hochdruck daran, die Schnelligkeit und Sicherheit der Blockchain-Technologie für ihre eigenen Abläufe zu nutzen, und Firmen wie IBM, Microsoft oder Kodak wollen gar eigene Krypto-Währungen herausbringen. Die Bretton-Woods-Ära ist längst zu Ende. Die Welt ist reif für ein neues Finanzsystem. Ob dieses auf Krypto-Währungen beruhen wird, werden wir sehen, aber es ist zumindest ein sehr interessanter und neuer Ansatz erkennbar.

Einer der Hauptkritikpunkte der Krypto-Gegner lautet, die Coins hätten keinen Wert! Doch stimmt das? Die Wahrheit ist, sie haben ebenso wie Dollar oder Euro genau jenen Wert, den man ihnen beimisst! Auch Dollar und Euro sind zu mehr als 95% nur noch digital vorhanden, existieren also nicht als Banknoten oder Münzen und haben keinen inneren Wert, weil sie durch nichts anders als luftige Versprechen gedeckt sind. Kryptos sind zwar kein Geld im eigentlichen Sinne, weil sie der volkswirtschaftlichen Definition davon nicht entsprechen, doch genau dasselbe gilt auch für unsere Fiat-Währungen, die auch weder „Wertmaßstab“, noch „Wertaufbewahrungsmittel“ sind – zwei von drei Kriterien, die „Geld“ definieren. Das dritte Kriterium ist die „allgemeine Akzeptanz als Zahlungsmittel“. In diesem Fall führen Euro und Dollar noch.

Doch mittlerweile kann man mit Bitcoin & Co weltweit bei tausenden Internethändlern, aber auch in klassischen Restaurants und Geschäften bezahlen. Es gibt in den USA sogar Immobilienmakler, die Zahlungen in Bitcoin akzeptieren. Wirklich spannend wäre es aber, wenn einer der ganz großen Player im Markt Kryptos akzeptieren würde. Seit einigen Monaten geht das Gerücht um, dass Amazon damit experimentiert. Auch Facebook scheint auf dem Sprung dahin zu sein, was große Auswirkungen auf uns alle hätte, selbst auf diejenigen, die (wie ich) Facebook nicht nutzen. Das asoziale Netzwerk macht Milliarden mit Werbeanzeigen auf den Seiten seiner Nutzer, und wenn Mark Zuckerberg dafür einen Krypto-Coin als Zahlungsmittel zulassen würde, dann wäre dies im Handumdrehen eine (wenn nicht sogar DIE) neue Weltleitwährung. Vielleicht werden es also nicht die Chinesen und Russen sein, die den US-Dollar zu Fall bringen, sondern ein schlacksiger Amerikaner in Jeans und T-Shirt. Im Dezember 2017 hat Zuckerberg in seinem Jahresausblick verkündet, dass er sich intensiv mit dem Thema „Coins“ beschäftigt. Seitdem warten alle darauf, welcher Coin es werden wird. Ein bereits bestehender oder gar ein eigener neuer Facebook-Coin? Und ganz zufällig verbot Zuckerberg nur wenige Tage nach seiner kryptischen Ankündigung jegliche Werbung für Krypto-Coins auf seiner Seite! Hier können Sie die heuchlerische Begründung selbst nachlesen!

Alle wissen oder ahnen, dass auf dem monetären Sektor gerade etwas Großes passiert, aber niemand weiß so recht, wie er damit umgehen soll – vor allem in der Politik. Während Staaten wie China und Indien Zeit gewinnen wollen, indem sie die Nutzung von Bitcoin verbieten und den Minern den Strom abdrehen, arbeitet Russland an einer eigenen staatlichen Krypto-Währung. Da war Venezuela aus der Not heraus deutlich schneller. Bereits Ende Februar 2018 will das erdölreichste Land der Welt seinen durch Erdöl gedeckten Krypto-Coin „Petro“ auf den Markt bringen, was eine klare Kampfansage an die Besitzer der US-Notenbank FED und ihren „Petro-Dollar“ ist. Einige Monate später soll die durch Gold gedeckte (!) Krypto-Währung „Onegram“ gehandelt werden können, was insofern sehr spannend ist, als sie der erste offizielle Sharia-konforme Coin wäre, was immerhin 1,8 Milliarden weiteren (muslimischen) Menschen den Zugang zur Kryptowelt ermöglichen würde. Das ist ein Viertel der Weltbevölkerung!

Dass ein solcher durch Gold gedeckter Coin eine glänzende Zukunft haben könnte, belegt die Tatsache, dass selbst die angesehene Perth Mint Ende 2017 bekannt gab, innerhalb der nächsten zwei Jahre eine eigene goldgedeckte Krypto-Währung auf den Markt bringen zu wollen. Und damit ist sie nicht allein. Bereits mehr als ein Dutzend andere Gold gedeckte Coins wurden für die nächsten Jahre angekündigt. Wenn man das Bestreben der großen Player, das Bargeld abzuschaffen und die Interessen der muslimischen Welt, die der Russen und Chinesen und aller anderen Dollar-Kritiker auf einen Nenner bringen möchte, dann könnte eine durch Gold gedeckte Krypto-Währung ein guter Ansatz für ein neues weltweites Finanzsystem sein. Welcher Coin sich dann aber letztlich durchsetzen würde, bliebe abzuwarten. Aber die Idee dahinter ist interessant!

Die Perth Mint ist immerhin eine der größten Münzprägeanstalten der Welt, vor allem bekannt für ihre 1-Unzen-Känguru-Goldmünzen und für die größte je geprägte Goldmünze mit dem Gewicht von einer Tonne. Die Perth Mint wurde im Jahr 1899 von N.M. Rothschild & Sons gegründet. Der mächtige Rothschild-Clan hat über Jahrhunderte hinweg den Bankensektor und den weltweiten Goldmarkt dominiert. Es würde mich nicht überraschen, wenn sie nun die Frage nach der nächsten Weltwährung nicht anderen, also uns allen überlassen wollten, sondern selbst diesen neuen Markt aktiv „mitgestalten“!

Doch was können wir tun, um nicht wieder das Feld kampflos den dunklen Mächten zu überlassen? Wer Krypto-Währungen nutzen möchte, muss sich eine elektronische Geldbörse zulegen, ein sogenanntes „e-Wallet“. Man registriert sich dazu bei einem der Betreiber, wie beispielsweise Coinbase oder Poloniex, oder nutzt eine mobile elektronische Geldbörse. Dann überweist man von seinem Bankkonto einen bestimmten Betrag auf das e-Wallet und tauscht ihn dort gegen Bitcoin, Dash, Etherium oder jede andere beliebige digitale Währung ein (sofern sie von dem bestimmten Anbieter unterstützt wird). Mit den gekauften Coins kann man dann einkaufen oder sie gegen andere Coins, Waren oder Leistungen tauschen. Im Internet gibt es zahlreiche Anleitungen dafür. Wer sich dem Thema annähern möchte, kann das auch schon mit einigen wenigen Euro tun, nur um ein Gefühl für die Materie zu bekommen. In Österreich kann man sogar in vielen Postfilialen anonym Bitcoins, Ethereum, Dash oder Litecoins an einem Automaten mit Bargeld kaufen!

Am Anfang klingt das alles ein wenig befremdlich und ich hatte selbst auch meine Berührungsängste. Und ja, Euro oder Dollar akzeptiert (je nach Region) jeder Händler, Krypto-Coins noch nicht unbedingt, aber das ändert sich gerade. Als vor einigen tausend Jahren der Tauschhandel durch Gold- und Silbermünzen bereichert wurde, waren anfangs einige Jäger und Sammler bestimmt ebenso skeptisch und zurückhaltend. Aber die revolutionäre Neuheit „Münze“ setzte sich durch, weil sie praktisch war. Dasselbe wird für „Krypto-Münzen“ gelten. Das Bargeld soll abgeschafft werden, wie ich schon oft berichtet habe. Wir werden künftig also die Wahl zwischen zentralem oder dezentralem digitalen Geld haben! Welches wäre Ihnen persönlich lieber?

Die Tatsache, dass die Verwendung von Krypto-Coins (angeblich) anonym erfolgen kann, macht alle staatlichen Institutionen nervös, weil jeder Staat will, dass seine Bürger auf ihr Vermögen Steuern bezahlen – ob zu recht oder nicht, ist Ansichtssache. Doch wie soll man ein Vermögen besteuern, auf das man keinen Zugriff hat? Hier werden sich die Gesetzgeber rund um den Globus (neben einem sinnlosen Verbot) bestimmt noch das eine oder andere Schmankerl einfallen lassen, um nicht den Überblick über die Geldströme ihrer „Bürgen“ zu verlieren. Prinzipiell ist es bislang so, dass man die möglichen Gewinne aus dem Handel von Coins ganz normal versteuern muss, wenn man sie jedoch länger als ein Jahr hält, dann entfällt – zumindest in Deutschland – bis jetzt die Spekulationssteuer. Es ist ratsam, den Kauf und den Verkauf von Krypto-Coins genau zu dokumentieren, und sich immer wieder über die neuesten gesetzlichen Regelungen zu informieren, um notfalls nicht in Beweisnot zu kommen.

Es wird seit Monaten viel über Krypto-Währungen berichtet, das meiste davon ist wenig hilfreich, vielfach sind es gezielte Falschinformationen oder Fake News, wie man es heute neudeutsch nennen würde. Immer wieder fällt in Zusammenhang mit Bitcoin & Co das Wort „Blase“ und es ist nicht ganz falsch, aber auch am Anleihen-, am Aktien- und am Immobilienmarkt haben sich riesige Blasen gebildet. Wenn Notenbanken maßlos Geld multiplizieren und es in einen Markt fließt, dessen Angebot begrenzt ist, dann steigt der Preis eines Wirtschaftsgutes zwangsläufig. Das ist nicht der Fehler der betreffenden Anlageklasse oder der Anleger, sondern der Notenbank, die zu viel Geld schöpft. Bislang ist die angebliche „Krypto-Blase“ nicht geplatzt, die Immobilien- und Kreditblase im Jahr 2008 aber schon!

Wenn der Deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei der 100-Jahr-Feier der Deka Bank davon sprach, dass ihn die Kurse von Krypto-Währungen nicht an Währungen, sondern an Wettspiele“ erinnerten, dann hatte er damit völlig recht, denn seit Dezember 2017 wurde der Bitcoin auch an einigen Börsen als „Future“ gehandelt, was man als Wetten auf steigende und fallende Kurse bezeichnen könnte. Solche Terminkontrakte (Futures) gibt es aber auch auf Erdöl, landwirtschaftliche Produkte oder Aktien. Warum warnt vor denen niemand?

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob Herr Steinmeier das Krypto-Prinzip wirklich verstanden hat? Der Bitcoin war nicht für die Börse entwickelt worden. Die Abwärtsspirale beim Bitcoin setzte auch erst im Dezember 2017 ein, also seit Spekulanten auf den Preis des Bitcoin an den Börsen Wetten abschließen durften. Das öffnete Tür und Tor für die Manipulation des Bitcoin-Preises. Wenn Steinmeier in Bezug auf Kryptos sagte, „neue Spekulationsakrobatik und Blasenbildung zu verhindern, ist zuvörderst Verantwortung der Finanzbranche“, dann bin ich mir nicht sicher, ob er das ernst meint, denn wir wissen, dass es die Banken waren und sind, die Spekulation und Blasenbildung mit ihrer Kreditvergabe anheizen! Das ist, als würde er bei einem Pyromanen-Kongress auftreten und sagen: „Man soll nicht mit dem Feuer spielen!“ Wenn er wirklich so besorgt ist, hätte er vielleicht in seiner Zeit als Minister dafür sorgen sollen, dass seine Genossen der Spekulation den Garaus machten!

Bemerkenswert ist auch, dass Deutsche-Bank-CIO Markus Müller Ende Januar 2018 in einem Interview mit Bloomberg News vor Investments in Krypto-Coins warnte und zwar wegen „hoher Volatilität, Datenverlust oder Datendiebstahl“, und man höre und staune wegen „möglicher Preismanipulationen“! Nun, damit kennt sich die Deutsche Bank ja bestens aus, wie wir wissen! Sie wurde nicht nur der Manipulation diverser Zinssätze überführt, sondern auch der Manipulation des Gold- und Silberpreises. Mit ihren hochriskanten Wettgeschäften, mit denen sie „hohe Provisionen verdiente und die auf falschen Zinsprognosen basierten“, brachte die Deutsche Bank ebenso wie JPMorganChase mehrere Städte und Kommunen in arge finanzielle Bedrängnis. Die Liste ihrer Vergehen ließe sich nahezu endlos fortsetzen. Die Quintessenz aus dem Ganzen ist, dass uns der Deutsche-Bank-Vertreter Markus Müller zu verstehen gab, dass der Preis des Bitcoin manipuliert wird, so wie alle andere Preise auch! Was wir daraus lernen könnten wäre, dass wir uns von den Manipulationen nicht abschrecken lassen, denn genau das ist ihr Zweck! Wenn ich an der Wert von Gold glaube, dann sollte ich Gold besitzen! Wenn ich glaube, dass Krypto-Coins eine sinnvolle zukunftsträchtige Technologie sind, dann sollte ich Krypto-Coins besitzen. Man muss Entscheidungen treffen, unabhängig davon, in welche Richtung der Wind gerade weht!

Bitcoinpreis in € https://www.btc-echo.de/bitcoin-kurs/

Zum einen werden die Krypto-Kurse, genauso wie der Goldpreis, über Futures, also Wetten manipuliert, zum anderen negativ über Pressemitteilungen, etwa wenn verbreitet wird, dass ein bestimmtes Land Coins verbieten oder hart gegen Miner und Trader vorgehen will. Anfang Februar 2018 waren die Verluste bei den wichtigsten Kryptos nach einer weiteren Manipulationsoffensive (siehe Abbildung 2) verheerend, und ich habe keine Ahnung, wohin die Reise mit Bitcoin, Litecoin oder Etherium gehen wird. Ich kann und will nicht zum Kauf von Coins raten, aber ich rate dazu, sich mit der Materie zu beschäftigen, weil sie gerade unsere Welt massiv verändert. Sich damit auszukennen, bedeutet nicht nur eine interessante Möglichkeit, sein Geld anders zu verwenden als bisher, sondern bietet auch enorme berufliche Möglichkeiten, weil rund um die Krypto-Währungen gerade eine Multi-Milliarden-Dollar-Industrie entsteht, die unvorstellbare Berufschancen bietet.

Während ich an diesem Artikel arbeite, rauschen der Gold- und Silberpreis ebenso wie die Aktienmärkte in die Tiefe. Der Bitcoin hat im letzten Monat rund 50% an Wert verloren und zahlreiche Analysten gehen davon aus, dass Italien in den nächsten Monaten zusammenbricht und aus dem Euro ausscheiden wird. Was ich damit sagen möchte ist, dass es keine Sicherheit gibt, dass wir uns in extrem turbulenten und volatilen Zeiten befinden, in denen scheinbar alles Alte auf dem Prüfstand steht. Die Welt wandelt sich und es ist an uns, den Ausgang dieses Wandels aktiv mitzugestalten. Dafür müssen wir die Fakten kennen und unvoreingenommen offen sein für Neues.

Die derzeitigen und künftigen technischen Revolutionen bergen große Chancen in sich, ebenso wie große Gefahren. Was würde mit Blockchain und Krypto-Coins passieren, wenn es zu einem massiven Blackout käme, wenn Computer abstürzten oder zerstört würden? Genau konnte mir das bislang niemand zuverlässig beantworten, vor allem auch deshalb nicht, weil niemand so weit denken möchte. Vermutlich ist es dann auch egal, ob ich keinen Zugriff mehr auf mein Bitcoin-Wallet habe oder ob ich mit meiner EC- oder Kreditkarte nicht mehr zahlen kann. Ohne Strom sind alle digitalen Bezahlsysteme wertlos. Dann beginnt vermutlich wieder der gute alte Tauschhandel. Dann kommt auch wieder die Zeit von Gold und Silber. Doch solange Saft aus der Steckdose kommt – was hoffentlich lange der Fall sein wird –, sollten wir uns alle mit der Materie „Krypto-Währungen“ befassen, weil sie das Potential haben, das Geldwesen positiv zu verändern! Alles Weitere hängt davon ab, was wir daraus machen! Ich wünsche uns allen viel Spaß und viel Erfolg dabei!

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Michael Morris
Über Michael Morris 4 Artikel
Michael Morris - Bestsellerautor - aktueller Titel: Fake News

1 Kommentar

  1. Es gibt nur eine einzige Währung, die in mehr als 5000 Jahren nicht ein einziges Mal Inflationierte, nie abgewertet werdne musste, Gold. Alles andere sind Versuche von Gangstern, sich den Wohlstand anderer unter den Nagel zu reissen. Kryptos werden genauso schnell verschwínden wie sie auftauchten.

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