Markus Gärtner: Ich bin am Freitag zur Mittagszeit in Berlin auf Shopping-Tour gegangen und habe ein Desaster vorgefunden. Der Handel in der Hauptstadt hat bereits mehr als eine Milliarde Euro Umsatz eingebüßt. Einkaufsstraßen wie Untern den Linden oder die Friedrichstraße sind weitgehend leer gefegt.

Es war um die Mittagszeit und ich sah mehr SALE-Zeichen und Schaufenster-Puppen als Kunden. Die Eingangs-Türen sind verklebt mit Corona-Anweisungen. Bei höchstens 2 oder 3 Kunden gleichzeitig im Laden wartet man, wenn man die ungeliebte Maske aufgesetzt hat, am Eingang, vor der Umkleide und/oder an der Kasse – immer schön mit Abstand (und angelaufener Brille), versteht sich. So sieht Shopping, wie wir es lieben, nicht aus.

Der Handel kann nichts für diesen Absturz, die Politik aber schon. Die politische Kaste residiert weniger als einen Kilometer Luftlinie von diesem Debakel entfernt, sie kann es fast mit bloßem Auge vom Reichstag aus sehen. Und doch kommen weitere Lockerungen, die zahllose Händler und die leeren Restaurants vor dem völligen Aus bewahren können, viel zu spät. Ich habe auf meinem Spaziergang etwa 100 Bilder gemacht, die das ganze Debakel dokumentieren. In diesem Video sind sie verarbeitet …

1 KOMMENTAR

  1. Woran mangelt es? So weit ich das beurteilen kann, sind die Regale randvoll gefüllt. Sogar Klopapier gibt’s wieder als Sonderangebot.

    (wie hätte der moderne Fleur de Sel Mensch nur in der DDR überlebt?)

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