Widerstand Ost West: Frankfurt im Ausnahmezustand

Völlig absurdes Spektakel

Die im Vorfeld der Berichterstattung geschätzten Teilnehmerzahlen wurden bei weitem auf keiner Seite erreicht. Verlässliche Zahlen zu den Gegendemonstranten gibt es nicht, es dürften statt der zuvor genannten „bis zu 10.000“ maximal 2000 Personen gewesen sein.

Auch die Veranstalterin Esther Seitz hat ihr Ziel nicht verwirklichen können. Sie hatte mit 1000 Personen gerechnet, die Polizei halbierte die Zahl auf 500 und erschienen sind ca. 250 Teilnehmer, wie die Polizei berichtet, davon deutlich erkennbar eine größere Gruppe Hooligans.

Unter den Gegendemonstranten wird die Zahl der gewaltbereiten Personen von der Polizei mit 800 angegeben.

Bilanz der Frankfurter Polizei: Es beteiligten sich in der Spitze rund 250 Personen an der Versammlung „Widerstand Ost/West“. Am Gegenprotest beteiligten sich rund 2000 Personen. Nach bisherigem Stand wurden fünf Polizeibeamte und vier Demonstranten verletzt.

Insgesamt wurden nach bisherigem Stand 30 Personen wegen Körperverletzungsdelikten, Verstößen gegen das Versammlungsrecht, Verstößen gegen das Waffen-/ Betäubungsmittelgesetz und wegen Landfriedensbruch festgenommen. Davon sind 19 dem Gegenprotest zuzuordnen, 11 Personen sind der Versammlung „Widerstand Ost/West zuzuordnen.

Darüber hinaus wurden rund 250 Identitätsfeststellungen durchgeführt, 9 Platzverweise erteilt und ca. 80 Gegenstände sichergestellt.

Zum Auftakt beklagten die Veranstalter, im Umland wäre der Betrieb der Regionalbahnen ausgefallen, weshalb viele möglicherweise nicht hätten kommen können.

Mit einer Stunde Verspätung begann die Kundgebung dann schließlich. Da sehr weiträumig abgesperrt war, hielt sich die Lautstärke der Gegendemonstranten in in erträglichen Grenzen. Gegenüber den vorherigen Demonstrationen von Pegida oder den Freien Bürgern für Deutschland wurde bedeutend mehr technischer Aufwand betrieben, es kam auch eine Großleinwand zum Einsatz.

Die Reden der Sprecher waren trotz all dieser guten Bedingungen kaum zu verstehen, der Ton klang seltsam dumpf.

Zwar kreiste die ganze Zeit ein Hubschrauber über dem Platz, aber die Gegendemonstranten an der Goethestraße hatten trotz kleinerer Anlage keine Probleme, sich verständlich zu machen. Vielleicht mangelte es an begabten Technikern.

Aber die interessanten Szenen ereigneten sich zunächst auch außerhalb des Schauplatzes, nämlich an den Absperrungen, wo sich die Gegendemonstranten postiert hatten, darunter zahlreiche Vermummte aus dem sogeannten Schwarzen Block.

Rauchbomben Widerstand Ost West Frankfurt In der Jungfernstraße wurden 150 Personen eingekesselt. Die Polizei setzte Schlagstöcke und Pfefferspray ein. Polizei FFM  Unter den vielen Beobachtern befand sich auch die Bundestagsabgeordnete Ull Niessen, SPD.

Uli Niessen, SPD MdB
Uli Niessen, SPD MdB

Mit dem Marsch durch die Stadt kam dann Bewegung ins Spiel. An einigen Stellen wurden Tomaten, Eier und Gemüse seitens der Gegendemonstranten geworfen. Mehrere Personen wurden im Zuge dessen festgenommen. Flaschenwürfe aus den Reihen der Hooligans sollen dem vorausgegangen sein.

Nach dem komplett abgeriegelten Marsch setzte sich das Programm aus immer noch unverständlichen Reden fort, bis es mit der Deutschlandhymne abgeschlossen wurde.

Anschließend geleitete die Polizei die Teilnehmer zum Hauptbahnhof.

Demozug Widerstand Ost West Frankfurt

So fragwürdig die Veranstaltung auch sein mag, wiederum gab es die meiste Gewalt im Lager der Gegendemonstranten.

Noch absurder allerdings – während die die Gegendemonstranten „Nationalismus raus aus den Köpfen“ skandierten, waren unter ihnen viele türkische Flaggen erkennbar, denn es befanden sich dort auch eine Menge Anhänger der „Grauen Wölfe“ eine rechtsradikale nationalistische türkische Gruppierung.

Auch viele Vermummte aus dem schwarzen Block waren unterwegs – zählt man alle Extremisten unter den Gegendemonstranten zusammen, dürfte die Zahl um einiges höher liegen, als die Zahl der eigentlichen Demonstranten.

Der allerschlimmste Skandal des Tages hat sich aber ganz woanders abgespielt: Die SPD Delegierten haben der Vorratsdatenspeicherung zugestimmt.

 

 

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Widerstand Ost West photo
Photo by opposition24.de

 

 

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