Wer hätte das gedacht? Zahl der Wohnungslosen steigt deutlich an

Unbekannter-Obdachloser – foto: O24

Anlässlich der Bundestagung der BAG Wohnungslosenhilfe stellt der Verband heute seine aktuelle Schätzung der Zahl der wohnungslosen Menschen in Deutschland vor. Die Schätzung bezieht sich auf das Jahr 2018 und ist damit auf dem aktuellsten Stand.
Im Laufe des Jahres 2018 waren ca. 678.000 Menschen (Jahresgesamtzahl) in Deutschland ohne Wohnung.

BAG-Geschäftsführerin Werena Rosenke: „Hauptgründe für die steigende Zahl der Wohnungslosen sind für die BAG W das unzureichende Angebot an bezahlbarem Wohnraum, die Schrumpfung des Sozialwohnungsbestandes und die Verfestigung von Armut. Es fehlt insbesondere an bezahlbarem Wohnraum für Menschen im Niedrigeinkommensbereich, für die Menschen, die Transferleistungen beziehen und für anerkannte Geflüchtete. Alleinerziehende und junge Erwachsene sind besonders vulnerable Personengruppen, aber auch die drohende Altersarmut, der Generation der Billigjobber und –jobberinnen, der Soloselbständigen und anderer prekär beschäftigten Menschen bereitet uns große Sorge. Wie sollen sich diese Menschen auf einem Wohnungsmarkt versorgen, auf dem es insbesondere an bezahlbaren Kleinwohnungen mangelt?“

Der besonders großen Nachfragegruppe der Einpersonenhaushalte (17,3 Millionen) stand im Jahr 2018 nur ein Angebot von 5,4 Millionen Ein- bis Zweizimmerwohnungen gegenüber. (1)

Wie die Zahlen des Bundesamts für Statistik belegen, sind von Altersarmut besonders Frauen betroffen. Die nun von der Groko beschlossene Grundrente wird an der Wohnungsnot für sie kaum etwas ändern, denn viele Frauen erreichen gar nicht erst die Hürde von 35 Beitragsjahren.

 

 

1 KOMMENTAR

  1. Die wissen aber schon, in welchem Zusammenhang Wohnraumbedarf, Mietpreise (auch Löhne), Verdrängung, etc. zu Massenmigration stehen?

    Nein, „Heuchler“ hab ich nicht gesagt.

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