Wenn in unserer Zeit etwas helfen soll, so ist es Gewalt

Das Zitat stammt von Georg Büchner, als er über die Mißstände seiner Zeit an die Familie schrieb.

Georg Büchner
Georg Büchner

Dieser überaus kluge und wache Geist starb leider viel zu früh, so dass man nur darüber mutmaßen kann, wie er möglicherweise in reiferen Jahren darüber gedacht hätte. Zwei Jahre nachdem seine “aufwieglerische” Schrift, der “hessische Landbote”, erschienen war, starb Büchner in Zürich an Typhus. Er soll sich während des Studiums an medizinischen Präparaten damit infiziert haben.

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Vielleicht wäre aus dem Revolutionär und Dramatiker ein Arzt geworden, weil er auf diese Weise den Menschen besser hätte dienlich sein können, wer weiß das schon?

Büchner hatte sich in seinem kurzen Schaffen kritisch mit der französischen Revolution auseinandergesetzt, als Erster hat er die Worte “Wir sind das Volk” in “Dantons Tods” auf die Bühne gebracht – was heute gerne vergessen wird. Genau jene politische Klasse, der Büchner seinerzeit den Kampf angesagt hatte, stellt heute wohl die meisten Besucher, wenn wieder einmal “Woyzek” aufgeführt wird, sie vereinnahmen ihn für ihren rotlinksgrünen Bessermenschzeitgeist, sie wünschen sich ein Patent auf “Wir sind das Volk” und schimpfen wie die Rohrspatzen, wenn sie die “Heiligen Worte von 1989” durch halluzinierte Rechte missbraucht wähnen.

Es dauerte nach Büchners Tod 1837 kaum mehr als ein Jahrzehnt, dass sich dann doch der Widerstand regte. Die Revolution von 1848 brachte in Deutschland zwar viel Veränderung, aber nicht den Durchbruch. Ein großes Gemetzel wie in Frankreich blieb aus, vielleicht hatten die Revolutionäre angeregt von Büchner ihre Lehren aus der jüngsten Geschichte gezogen. Die damalige Linke forderte Gewalt, die gemäßigten Abgeordneten der Frankfurter Nationalversammlung legten aber ihre Mandate nieder, als erneut Eskalation drohte. Erst 1871 entstand das Deutsche Reich mit Berlin als Hauptstadt unter relativ friedlichen Bedingungen. Bismarck lagerte die Gewalt nach Frankreich aus, die grundsätzlich jede politische und gesellschaftliche Neuordnung begleitet. Die Gegner der Monarchie mussten bis zum Ende des Ersten Weltkriegs warten, bis sie die Republik ausrufen und den Kaiser vertreiben konnten.

Die Revolution von 1848 war eine europaweite patriotische Bewegung. Gut zweihundert Jahre später ist in Europa erneut der patriotische Geist erwacht, der weniger mit dem späteren Nationalismus zu tun hat, der das Drama des Ersten Weltkriegs mit auslöste, als die politischen Eliten von heute es wahrhaben wollen.

Die verantwortungslose Euro Politik und die Willfährigkeit gegenüber dem Transatlantischen Bündnis haben zum Sturm auf Europa geführt, der besonders Deutschland durch die Masseninvasion bis zur Unkenntlichkeit verändern wird. Trotz immer neuen Enthüllungen über verschleierte Kriminalitätsraten durch illegale Einwanderer, drohende Steuererhöhungen und steigender Terrorgefahr sind Gewaltorgien seitens “Besorgter Bürger”, wie die Propagandisten den demokratisch organisierten Widerstand nennen, ausgeblieben.

Das Gewaltmonopol liegt beim Staat, der es fest in seinen Händen behalten will. Denn niemand weiß besser als er: “Wenn in unserer Zeit etwas helfen soll, so ist es Gewalt!” Dort liegen die Wurzeln, von dem was da noch kommen mag.

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Wolfgang van de Rydt
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2 Kommentare

  1. Ist das etwa schon wieder so ein versteckter Aufruf zum institutionellen Widerstand? ( http://opposition24.com/warum-habt-ihr-angst-vor-der-freiheit/286892 )

    Nicht zum oft gepredigten gewaltlosen Widerstand, nein ausdrücklich ausdrücklich zum Gebrauch von “Gewalt”? Richtet er sich an Staatsbedienstete? Hat der Autor sich kundig gemacht, wie man sich psychologische Techniken zur Massenbeeinflussung zu Nutze macht?

    Oder sind solche Artikel nur Abbild von aus Ohnmacht erwachsenen Gewaltphantasien?

    Verständlich wär’s vielleicht, angesichts solcher Artikel zu solchen Urteilen von derartigen Instanzen unseres Staates:

    http://www.focus.de/politik/deutschland/entscheidung-des-bundesverwaltungsgerichts-zu-langsam-abgeschoben-abgelehnte-asylbewerber-duerfen-in-deutschland-bleiben_id_5477966.html

    Wahrscheinlich gehen wieder mal meine Alpträume mit mir durch.

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