Hier O24 auf Telegram folgen

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) fordert Zugriff auf Passwörter, um „Hatespeech“ besser verfolgen zu können. Experten sind entsetzt und sehen das Recht auf Meinungsfreiheit und Privatsphäre dadurch verletzt. Regimekritikern drohen dazu noch weitere Gefahren, selbst wenn sie die immer enger gesteckten Grenzen der Meinungsfreiheit beachten und die Behörden nichts zu Beanstandendes finden können. Wenn ein Passwort aus einer Phrase besteht, die eine regierungskritische Meinungsäußerung beinhaltet, waren die Nutzer bisher durch die verschlüsselte Übertragung vor Verfolgung sicher. Selbiges gilt für den Benutzernamen, bei dessen Auswahl die meisten etwas vorsichtiger sind, da sie jedermann öffentlich einsehen kann.

Wer auf Nummer Sicher gehen will, sollte umgehend sein Passwort ändern und wenn möglich auch die Passwörterhistorie löschen. Verdächtige Zahlencodes wie „88“, „444“ können Hinweise auf eine sogenannte „rechtsradikale Gesinnung“ liefern, selbst wenn sie nur an ein Passwort angehängt sind. Unverdächtig dagegen ist 177, die Zahl markiert das Geburtsdatum der mit 165 Zentimetern bislang größten Führerin des deutschen Volkes. Verunglimpfung der Symbole des Staates kann durch Benutzernamen, wie „Bananenrepublik“ oder „BRD GmbH“ und entsprechenden Passwortphrasen, wie „merkelmussweg“ künftig teuer zu stehen kommen. Laut Erhebungen des Wahrheitsforschungsinstituts lag „merkelmussweg“ im Wahljahr 2017 auf Platz 1 der Passworthitparade bei AfD-Anhängern und Mitgliedern. 2021 wurde für die Verwendung der Formel DDD ein anonymer Regierungskritiker standgerecht exekutiert.

Werbeanzeigen