Warum fordern Bürger mehr Polizei, Staat?

Als nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in der neu „gegründeten“ „Bundesrepublik“ der „Frieden“ ausbrach, waren polizeiliche Aufgaben weitgehend Ländersache, aus der sich der Bundesgrenzschutz, die später gegründete Bundeswehr und der Zoll herauszuhalten hatten. 

Photo by opposition24.de
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Die Bonner Republik war ebenso wenig eine lupenreine Demokratie, wie das Konkurrenzmodell in der Ostzone, doch die Zivilgesellschaft im Westen konnte ihr öffentliches Leben recht gut mit deutlich weniger Polizeipräsenz als heute auf den Straßen organisieren.

An den Grenzen wachte der Zoll und an den Straßenkreuzungen der Schutzmann darüber, dass alles seine Ordnung hatte. Es genügte meist ein strenges Zucken mit der Augenbraue, um renitente Aufmüpfige zur Räson zu bringen.

Der Freund und Helfer mit den langen weißen Handschuhen wurde alsbald von den Verkehrsampeln (Lichtzeichenanlagen) abgelöst und verschwand von den Straßen.

Aber mit der 68er Bewegung kam der Terror und die Angst vor den Terroristen griff um sich. Zu der Zeit war es übrigens jedem Deutschen gestattet, eine Waffe zu besitzen, Jagdgewehre, Schrotflinten oder alte Wehrmachtskarabiner waren besonders auf dem Land keine Seltenheit in so manchem Haushalt.

Was so mancher Waffennarr in seinem Keller vollkommen legal sammeln durfte, blieb für Polizisten im Dienst tabu. Sogar während der Olympiade 1972 in München versah die bayrische Landespolizei ihren Dienst lediglich mit Schlagknüppeln bewaffnet. Am 5. September richteten acht palästinensische Terroristen ein Blutbad an, das als Massaker von München in die Geschichte einging.

Das Polizeiversagen (oder war es nicht eher ein Versagen der Geheimdienste, denn die Attentäter wurden von Münchner Neonazis unterstützt und mit Waffen beliefert) führte zur Gründung der legendären Terrorabwehreinheit GSG 9 des Bundesgrenzschutzes. Einige Jahre später durften die toughen Jungs in Mogadischu zeigen, was sie drauf hatten.

Verantwortlich für den Ausbau des Polizeistaates war die SPD geführte Regierung unter dem heute so hoch gepriesenen und kürzlich verstorbenen Bundeskanzler Helmut Schmidt. Die Rasterfahndung wurde eingeführt und privater Waffenbesitz eingeschränkt.

Ich kenne noch diese Bilder von meinem Schulweg. Immer wenn eine Anti-Atomkraft Demonstration gegen den schnellen Brüter in Kalkar geplant war, sperrten Einheiten des Bundesgrenzschutzes mit Maschinenpistolen bewaffnet die Kreuzung zur B 9 ab, als wären bekiffte Hippies in Jesuslatschen eine Gefahr für die nationale Sicherheit. Das Fußvolk der Bewegung speiste sich doch eher aus ganz normalen besorgten Bürgern, die nur deshalb etwas längere Haare trugen, weil das damals modern war.

Was aber hatten so elitäre Vertreter, wie Otto Schilly unter der Protestbewegung und als Verteidiger an der Seite der Terroristen zu suchen? Als Mitbegründer der Grünen konvertierte er später zur SPD und wurde unter Schröder Innenminister. Er unterzeichnete die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke mit, baute den Polizeistaat weiter aus und „scheiterte“ mit dem NPD Verbotsverfahren, weil zu viele Verfassungsschützer in der Partei aktiv waren und ganz nebenbei sein alter Kumpel Horst Mahler als Anwalt der NPD ein paar gewichtige Worte mit zu reden hatte.

Mit dem Marsch durch die Institutionen haben sich die grün getarnten Böcke selbst zu Gärtnern gemacht und nutzen die Argumente, die sie früher selbst geliefert haben, zu immer restriktiveren Gesetzen, die die Freiheit der Bürger immer mehr einschränken. In diesen Tagen soll sogar der Verkauf von Schreckschusswaffen oder Reizgas nach Willen der Grünen Pol Pot Anbeter „erschwert“ werden. Das sind starke Sprüche aus den Reihen von ehemaligen Steinewerfern, Molotow-Cocktail Bauern und „Terroristenverstehern.“

Sie haben ihren Job gut gemacht, denn erstens schreit der „Besorgte Bürger“ von heute schon freiwillig nach mehr Polizei und wenn noch mehr von Raubüberfällen mit Pfefferspray und Gaspistolen durch Migranten oder wen auch immer berichtet wird, dann wird auch hier der Widerstand gegen ein Verbot dieser „gefährlichen Waffen“ sinken.

Der besorgte Bürger von morgen möge sich bald nur noch mit permanenter Atemschutzmaske auf die Straße wagen, die einerseits vor Feinstaub schützt und andererseits immun gegen Pfefferspray macht.

Bei öffentlichen Veranstaltungen allerdings ist diese Ausrüstung nicht erlaubt, sie fällt unter das Vermummungsverbot, damit das Reizgas in den richtigen Händen, denen von Freund und Helfer, auch weiterhin den Bürger vor sich selbst schützt.

Brauchen wir wirklich mehr politisch korrekte Polizei oder braucht die Polizei nicht einfach Entlastung durch eine Abkehr von der Politik ohne Grenzen?

Weniger Staat = mehr vom Leben! Diese Formel ist nach wie vor richtig, wenn sie denn richtig zur Anwendung käme und der Staat sich dort stark zeigen würde, wo Grenzen überschritten werden und sich ansonsten aus dem Leben seiner Bürger heraus hält!

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Wolfgang van de Rydt
Über Wolfgang van de Rydt 280 Artikel
Freier Journalist - Autor - Musiker

7 Kommentare

  1. Genau der Ruf des TV verblödeten BRD Idioten ist das Ziel dieser sich entwickelnden Verbrecherdiktatur. Diese Polizei besteht aus Leuten, die darin ihre Versorgungsicherheit sehen und zu produktiver Arbeit unfähig sind. Es sind die Knechte der Verbrecherdiktatur und in der Mehrheit bereit auf das Volk zu schießen. Das taten die Großväter dieser Knechte schon in der Weimarer Republik.Mit ihrem Angriff auf Pegida in Köln und ihrer Passivität an Sylvester
    in Köln haben diese Elemente es bewiesen. Diese Polizei ist der Feind des Volkes und dieses wird sich auf einen bewaffneten Kampf einstellen müssen.

  2. Erich, man könnte fast glauben du bist Killerbee-Leser (ok, der Killerbee-Depp zensiert).
    Exakt deine Worte werden in aufgewachten Kreisen auch verwendet.

    Mag ja sein, dass jeder einen netten Bullen kennt.. ich auch.. Als neulich in Leipzig meine Karre abgefackelt wurde, waren die beiden Polizisten die das aufnahmen und mir sonst noch in der scheiss Situation behilflich waren, auch nett und freundlich. Dennoch ist das Gesamtbild niederschmetternd.
    * Vorgestern den falschen Autofahrer erschossen..
    * Vor 4 Tagen bei Kameraden in Dortmund Einschüchterung durch morgendliches SEK, das auch noch den Hund erschoss. Es war rein garnix von den Kameraden angestellt worden. Reine Schikane.
    * Blitzermarathon.
    * Bei Wohnungsbrand entdeckte der Bulle 3 Haschpflänzchen .. ja. ANZEIGE !!! …
    * Raubüberfall Augsburg.. Täter entkommen, aber auf Balkon von einem Anwohner 5 Haschplänzchen entdeckt.. Wohnung gestürmt. Bankräüber entkommen.

    Bekommen genau die Spezialisten den Auftrag auf das Volk zu ballern, dann machen die das auch gnadenlos und ohne nachzudenken.

    Ich empfehle dir, auf Killerbee zu lesen, auch wenn er krankhaft zensiert. Schreiben ist sinnlos. Wenn ihm die Suppe nicht schmeckte, zensiert er dich tot. https://killerbeesagt.wordpress.com/

  3. 100 % Zustimmung, vor allem gut beobachtet, was der Pseudosozialdemokrat Schmidt die RAF und Schily wirklich waren.

  4. „Warum fordern Bürger mehr Polizei, Staat? “

    Fordern sie ja garnicht!
    Sie fordern die Einhaltung UNSERER Gesetze und den Regeln, die hier das friedliche Zusammenleben koordinieren auf den christlichen Werten UND den Sozialstaat für die Deutschen Völker – wir sind nicht für alle Welt zuständig auch wenn wir immer gerne helfen, allerdings FREI-WILLIG

    „Weniger Staat = mehr vom Leben! Diese Formel ist nach wie vor richtig, wenn sie denn richtig zur Anwendung käme und der Staat sich dort stark zeigen würde, wo Grenzen überschritten werden und sich ansonsten aus dem Leben seiner Bürger heraus hält!“.

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