Wagenknecht: Linke vor der Spaltung?

Wegen Griechenlandrettung verzichtet die Abgeordnete auf den Fraktionsvorsitz

Dabei finden die Wahlen zur Fraktionsspitze erst im Herbst statt. Der Frust über das Abstimmungsverhalten ihrer Fraktion muss hoch sein, denn nach verschiedenen Meldungen will Sahra Wagenknecht erst gar nicht mehr dazu antreten.

Gregor Gysis schärfste Widersacherin hat aufgegeben. Die Partei bleibt weiter auf Kurs Richtung Regierungsfähigkeit. Diesem Ziel hat der Realo Flügel der Partei alles untergeordnet und riskiert mit Wagenknechts Teilrückzug einen hohen Glaubwürdigkeitsverlust bei den Wählern, die auf „echte“ linke Politik setzen.

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Die Politikerin genießt ausserordentlich hohes Ansehen aufgrund ihrer stets scharfen und sachlich fundierten Kritik an der Europolitik der Großen Koalition. Bankenrettung ist mit Wagenknecht nicht zu machen. Das hat sie sie mit ihrer heutigen Ankündigung erneut bewiesen.

In der Tat hat sich die Fraktion mit ihrem Abstimmungsverhalten politisch überflüssig gemacht. Mit noch mehr „Gysiismus“ ist sogar mit der Aufgabe einer der wichtigsten linken Positionen zu rechnen – der Zustimmung zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr. Grün hat es einst vorgemacht.

Droht nun eine Spaltung der LINKEN, wenn Wagenknecht sich noch weiter zurück zieht? Oder findet die Partei nun endlich Anschluss an den Einheitsbrei, um endlich als Mehrheitsbeschaffer für Rot-Grün akzeptiert zu werden?

Bis zum Herbst kann noch eine Menge passieren, aber eines ist jetzt schon deutlich:

Links, da stinkt’s!


Bildquelle:

wagenknecht photo
Photo by Thomas Rodenbücher
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5 Kommentare

  1. Sarah Wagenknecht ist eine der wenigen glaubwürdigen Menschen in der Politik allgemein und der Linken im Besonderen. Wenn Wagenknecht resigniert und nicht mehr ihre Wahrheiten darlegt, ist die Linke für mich auch nicht mehr wählbar. Dann hat die „Partei der Nichtwähler“ eine Stimme mehr.

  2. Sahra Wagenknecht ist das Beste, was diese Partei hat. Eine elegante Frau mit Hirn und Sachverstand. Davon gibt es nicht viele.

  3. Ohne Wagenknecht gehts erst recht. Nach der letzten Äußerung zur Troika sollte Sie einmal überlegen wem sie verpflichtet ist. Der Bevölkerung in unserem Land oder Ländern die über ihre Verhältnisse leben und nur auf kosten anderer leben..

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