Russland nutzt die COVID-19-Pandemie zur Verfolgung seiner geopolitischen Ziele und verbreitet in diesem Zusammenhang Desinformation und Propaganda. Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie fokussierte sich Russland in Deutschland zunächst auf eine einseitig tendenziöse Berichterstattung durch die Staatsmedien RT Deutsch und Sputniknews, die seit dem 28. März 2020 regelmäßig und umfassend über die in mehreren deutschen Städten durchgeführten Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen berichteten. Die Berichterstattung reichte von redaktionellen Beiträgen über selektive Videos, Fotostrecken und Livestreams bis hin zu Interviews mit den Organisatoren. Diese warfen der Bundesregierung vor, sie nutze die COVID-19-Pandemie systematisch zur Einschränkung der Grundrechte und zur Errichtung eines Überwachungsstaates. Aktuell ist die diesbezügliche Berichterstattung eher neutral, dennoch in Teilen sehr selektiv und subtil manipulativ. Eine umfassende und gesteuerte Desinformationskampagne Russlands konnte in beziehungsweise gegen Deutschland bislang nicht festgestellt werden.

In der jüngsten Vergangenheit stand die weltweit erstmalige Zulassung eines Corona-Impfstoffs in Russland im Fokus. In zahlreichen Artikeln der russischen Staatsmedien wurde der neue Impfstoff „Sputnik V“ thematisiert und Russlands Vorreiterrolle propagandistisch betont. Bei Sputniknews wurde sogar von einem „Sputnik-Schock“ gesprochen, der ähnlich gravierend gewesen sei wie der Schock, als die Sowjetunion den USA mit ihrem Flug in den Weltraum zuvorgekommen war. Andererseits reagierten sowohl RT Deutsch als auch Sputniknews auf die Presseberichterstattung zu angeblichen russischen Cyberangriffen auf Impfstoff-Unternehmen defensiv. Ähnlich wie im Fall Skripal handele es sich hierbei um haltlose Unterstellungen, die man nicht glaubhaft belegen könne. Zuletzt wurde durch die russischen Staatsmedien der Besuch des Direktors des regionalen Europa-Büros der WHO in Moskau herausgestellt, der die russischen Experten für die Entwicklung des Impfstoffs gelobt habe.

Reichweite und Wirkung der „Nachrichten“ der russischen Staatsmedien können in der Regel nicht oder nur sehr schwer gemessen werden. Daher können die Auswirkungen, die derartige Einflussbemühungen auf die öffentliche Meinung in den sozialen Netzwerken und auf den politischen Willensbildungsprozess entfalten, kaum abgeschätzt werden. (Quelle: VS-Pressemitteilung)

2 KOMMENTARE

  1. Danke für die Warnung. Sich die eigene Meinung selbstständig aus verschiedenen Quellen bilden müssen ist eine Zumutung. Wir brauchen endlich wieder Führung und die Totale Wahrheit!

  2. „Reichweite und Wirkung der „Nachrichten“ der russischen Staatsmedien können in der Regel nicht oder nur sehr schwer gemessen werden. Daher können die Auswirkungen, die derartige Einflussbemühungen auf die öffentliche Meinung in den sozialen Netzwerken und auf den politischen Willensbildungsprozess entfalten, kaum abgeschätzt werden. (Quelle: VS-Pressemitteilung)“

    Die Reichweite und Auswirkungen dämlicher und primitiver Russenhetze durch den VS auf die geistige Volksgesundheit, kann auch nur „schwer gemessen“ werden #HaldenZwang.

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