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Was da als „Anhörung“ im hessischen Landtag besprochen wird, stösst auf Unverständnis bei den Betroffenen. Es geht um das hessische Maßregelvollzugsgesetz.

Die geschlossene Unterbringung und Behandlung gegen den eigenen Willen ist Ländersache und wird u.a. im sogenannten PsychKG, dem Psychisch Kranken Gesetz geregelt.

Seit der Mollath-Affäre stehen die Psychiatrien unter scharfer Kritik. Doch das alles hindert die Politik nicht daran, erneut darüber zu befinden, ob Zwangsbehandlungen wieder erleichtert werden sollen – zum Nachteil der Patienten – die bei der „öffentlichen“ Anhörung nicht zu Wort kommen. Anders aber die Interessenvertreter der forensischen Kliniken, ihre „fachlichen“ Argumente müssen natürlich gehört werden.

Darum gingen verschiedene Betroffene auf die Strasse unterstützt von dem bekannten Polit-Aktivisten Jörg Bergstedt. Rund um die Bannmeile des Landtages und in der Innenstadt von Wiesbaden wurde auf das Thema aufmerksam gemacht – und dass im Prinzip von einer Zwangseinweisung jeder betroffen sein kann, wenn er ins Visier von Gutachtern gerät.