Von wegen Amoklauf in München – für wie dumm will man uns verkaufen?

Wie schon berichtet, wird weiter an der Legende vom „Amoklauf“ in München gestrickt.

München Amok

Der Krieg der Wortverdreher soll Fakten verschleiern und die Tat in ein bedauerliches Unglück umdichten, als eine Art „Höhere Gewalt“ – wie auch Naturkatastrophen im allgemeinen und ganz besonders von Versicherungen gewertet werden – mit Ausnahme vom Klimawandel, der natürlich „menschengemacht“ ist – damit man die Kosten auf die Steuerzahler umlegen kann.

Zurück zum Täter, den die Lügenpresse weiterhin dreist „David S.“ nennt, obwohl sein voller Name doch mit Ali beginnt. Dieser A.D.S. soll nun tatsächlich eigenmächtig die Medikamente abgesetzt haben. Laut der SZ fand man nur einen geringen Spiegel in seinem Blut. Bei den Präparaten soll es sich um Antidepressiva handeln.

Wie wirken Antidepressiva und wogegen? A.D.S. muss eine depressive Symptomatik gezeigt haben, eventuell verbunden mit Suizidalität und zwingend gehört zu jeder medizinisch behandlungsbedürftigen Depression eine ausgeprägte Antriebsschwäche.

Antidepressiva wirken stimmungsaufhellend und steigern den Antrieb nach einer gewissen Einnahmezeit. Bis der therapeutische Spiegel erreicht ist, schweben besonders Patienten mit Selbstmordgedanken in Lebensgefahr – dann nämlich, wenn der Antrieb bereits künstlich wieder verstärkt worden ist, die trüben Gefühle aber noch nicht verschwunden sind. Plötzlich haben sie die Kraft, ihre Absichten auch in die Tat umzusetzen, was einem unbehandelten Depressiven meist fehlt und ihn davor schützt, sich das Leben zu nehmen. Wenn gar keine ausgeprägte Depression vorliegt, machen solche Medikamente oft aggressiv oder euphorisch.

Falls A.D.S. also nur Antidepressiva bekommen und diese eigenmächtig abgesetzt hat, muss die stimmungsaufhellende und antriebssteigernde Wirkung längst nachgelassen haben und die ursprüngliche Symptomatik (Antriebsschwäche und Niedergeschlagenheit) wieder zurückgekehrt sein.

Ist nun der Bericht schlecht recherchiert, haben die Fachjournalisten der SZ oder die Ermittler die Bezeichnung des Präparats aus Gewohnheit mit „Antidepressiva“ beschrieben? Wenn A.D.S. wegen Gewaltfantasien, gesteigerter Unruhe und Aggressionen in Behandlung war, dann kann er unmöglich nur Antidepressiva bekommen haben, die kaffeesatzlesenden Psychiater lassen keine Möglichkeit aus, ihren Patienten gleich mehrere Medikamente zu verordnen. Er hätte also ein sogenanntes Antipsychotikum, auch Neuroleptika genannt bekommen. Dieses wird oft mit Antidepressiva kombiniert, um die Nebenwirkungen zu lindern – denn mit der starken Wirkung auf das Zentrale Nervensystem stellen sich neben der erwünschten beruhigenden Wirkung oft depressive Verstimmungen ein. Ein Zustand also, in dem man sich schlecht zu irgendetwas aufraffen kann.

Wird ein stark wirkendes (hochpotentes) Neuroleptika, wie Haloperidol oder Risperdal abrupt abgesetzt, kann der Patient in eine schwere erneute Psychose rutschen. Dabei kann alles Mögliche passieren, die Patienten rasten aus, aber ein Amoklauf mit gezielten Schüssen ist sehr unwahrscheinlich. Damit man mit Neuroleptika behandelt wird, muss allerdings zuvor eine Psychose, zu der streng genommen allerdings auch die Depression zählt, diagnostiziert werden.

Da A.D.S. in der geschlossenen Psychiatrie gewesen sein soll, müssen die Psychiater entweder hinsichtlich seiner wahren Verfassung lange im Dunkeln getappt oder schlicht keine Zeit und Lust gehabt haben, sich mit ihrem Patienten zu befassen. Es wäre allerdings nicht das erste Mal, dass ein Patient aufgrund einer Fehldiagnose mit für ihn nicht passenden Medikamenten behandelt wird und deshalb etwas Schlimmeres passiert.

Wie auch immer die Geschichte nun in den „Qualitätsmedien“ erzählt wird – sie vermittelt den Eindruck, es wäre nichts passiert, wenn A.D.S. brav seine Medikamente genommen hätte und das Ganze auf Apotheken-Rundschau Niveau. Für den Normalbürger ist damit alles erledigt – er fragt weder nach der Rolle der Psychiatrie, die hier nicht einmal kritisiert wird, noch nach der Rolle der Medien, die 1:1 die offiziellen Ermittlungsergebnisse weitergeben – das genaue Gegenteil von Journalismus.

Wie stimmig ist die Geschichte mit allen Zutaten vom Münchner Amoklauf?

Ein geplanter Amoklauf ist kein Amoklauf, sondern ein mehrfacher Mordanschlag – auch eine Form von Terror.

Ein Depressiver, der seine Medikamente nicht genommen hat, soll für die Tat verantwortlich sein? Diese enorme Aggression, die man für eine solche Tat benötigt ist das Gegenteil von einer Depression – lassen wir uns nicht verarschen, der Amoklauf von München ist eine Legende, die im nächsten Jahr mit einem Mahnmal im kollektiven Gedächtnis verankert werden soll, wie die Stadträte beschlossen haben.

Spätestens dann ist die Geschichte in Stein gemeißelt, wahrer wird sie deshalb nicht!

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Wolfgang van de Rydt
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Freier Journalist – Autor – Musiker