Vom Energieversorger in den Bundestag

Hinterbänklerin der Woche

Kennen Sie Sabine Poschmann? Eher nicht, auch wenn sie ein wenig wie die ältere Schwester von Manuela Schwesig aussieht, für ein Ministeramt in der Großen Koalition hat es nicht gereicht.

So ist es nicht weiter verwunderlich, wenn man nicht sehr viel über sie weiß.


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Zum Glück haben wir (noch) das Internet, so dass man ein wenig recherchieren kann.

Frau Poschmann ist “Mitglied_in”(:-)) der SPD Fraktion im Bundestag. Auf ihrer Homepage verkündet sie stolz, dass sie in den AUSSCHUSS FÜR WIRTSCHAFT UND ENERGIE gewählt wurde.

Seit der 18. Wahlperiode ist er mit 46 Mitgliedern der größte Ausschuss des Deutschen Bundestages.

Vorsitzender ist Dr. Peter Ramsauer (CSU), Sprecher der SPD-Arbeitsgruppe ist Wolfgang Tiefensee. Schwerpunkte unserer Arbeit im Ausschuss für Wirtschaft und Energie werden zu Beginn die Neuregelung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), der Netzausbau und die Energieeffizienz sein.

Natürlich fehlt auch nicht der Hinweis, dass sie vor der Übernahme ihres Mandats im Bundestag als Pressesprecherin und zuletzt Regionalmanagerin bei der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH tätig (DEW) war.

In den Bundestag gelangte sie übrigens über das Direktmandat des Wahlkreises Dortmund II [143] – die Wähler haben ihr also das volle Vertrauen ausgesprochen. Das ist löblich und macht sich bei weitem besser, als über eine undurchsichtige Parteiliste ins Parlament geschoben zu werden.

Nebeneinkünfte hat die Parlamentarierin nicht, wo auch immer wir etwas Verdächtiges suchten, wurden wir leider nicht fündig. Sollte es außer der Putzkolonne tatsächlich jemanden im Bundestag geben, der nicht korrupt ist?

Fürs Erste belassen wir es bei unserer Recherche, man muss sich ja nicht immer zwanghaft fragen, wieso jemand jahrelang in der kommunalen Politik, genau gesagt von 1999 bis 2009 Mitglied des Rates der Stadt Dortmund, 2004 bis 2009 stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD im Rat und dort zuständig für die Bereiche Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung sowie Umwelt, Stadtentwicklung und Wohnen, 2010 Vorsitzende des Stadtbezirks Aplerbeck, 2012 Mitglied des SPD Unterbezirksvorstandes Dortmund wird und gleichzeitig noch Zeit für eine steile Karriere bei den Stadtwerken Dortmund hingelegt hat.

Aus dem kommunalen Energieversorger wurde später die DEW 21 bei der die RWE zu 39,9 Prozent beteiligt ist.

All das klingt nach unglaublich viel Ehrgeiz und einem Tag, der wesentlich mehr als 24 Stunden haben muss, wie schafft man das nur?

Die studierte Betriebswirtin hat ganz solide als Industriekauffrau angefangen, Kompetenzen, die im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ganz besonders gefragt werden. Da wir bei der Mandatsträgerin nun wirklich nichts Anrüchiges finden können, fragen wir uns nur eins:

Warum sitzt dann ein fachfremder Zweitkanzler, der nur halb soviel gearbeitet hat, an der Spitze des wichtigsten Ministeriums?



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1 Kommentar

  1. Warum sitzt ein fachfremder Zweitkanzler der nur 1/2 soviele Fachkenntnisse hat an der Spitze des wichtigsten Ministeriums ?
    “Weil er der Erzengel Gabriel ist” und über allem schwebt ! Die Besetzung der Ministerien ist sowieso manchmal sehr bizzar – beispielsweise die des verteidungsministeriums…Es geht zumeist nicht um Fachkenntnisse, sondern nur darum gewisse “Größen” der Politik “so” standesgemäß unterzubringen.
    Bei Merkel kann es natürlich auch passieren, dass man aus bestimmten Gründen
    auf einen “ruhigen” und für sie selbst ungefährlichen Posten abgeschoben wird. Richtige Fachminister werden so immer seltener.
    Wenn man die Politik der Kanzlerin genauer auf den Prüfstand nimmt, dann scheint sie auch nicht so “beschlagen” zu sein…Beweis ist Ihre Klimapolitik als “gelernte” Physikerin ! Sie wäre ggf. sicherlich ganz gut im Touristikgewerbe untergebracht, weil Sie so ziemlich die ganze Welt -eben-als mächtigste Frau bereist hat…

    Erich Richter

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