Der Antitürke: Völkermord an Armeniern oder die gespielte Souveränität des Parlaments

Wenn sich Transatlantiker und Bilderberger, wie Cem Özdemir für etwas einsetzen, ist mehr als Stirnrunzeln angesagt.

cem özdemir photo
Photo by boellstiftung

Aktuell macht er sich stark für die Bundestagsabstimmung zum Völkermord an den Armeniern durch das Osmanische Reich. Die Türkei dürfe nicht die Tagesordnung des Bundestags bestimmen und damit die Souveränität des Parlaments infrage stellen.

Da hat Bonusmeilen-Cem natürlich Recht, aber die Vokabeln Souveränität und Bundestag in einem Atemzug zu erwähnen, dazu braucht man nicht gegen die Türkei zu Felde ziehen. Ein Blick nach Brüssel würde genügen, ebenso ein Blick in die TTIP Dokumente, um nur zwei Beispiele zu nennen, die das Märchen von der Souveränität des deutschen Parlaments als European Legend entlarven.

Es sind solche Leute, wie Özdemir, die die Demokratie beschädigen. Er trat vehement für die türkische Oppositionspartei HDP ein, der Antideutsche ist eben auch ein Antitürke. Seinen eigentlichen Wählerauftrag aber bekam er ausschließlich vom deutschen Volk, dafür hat er sich nie eingesetzt, wohl aber für die geopolitischen Ziele seiner Auftraggeber.

Ein freies Kurdistan sponsored by Bilderberg dient nicht allein der „Befreiung“ der Kurden, sondern der politischen Destabilisierung der Türkei. Mit dem Feldzug gegen Erdogan kann man als Böhmermann Versteher wieder ein gesamtdeutsches Demokratietheater aufführen und so tun, als würden Werte wie Meinungsfreiheit im Bundestag verteidigt.

Aber es geht um mehr, das weiß auch Erdogan. Die Dimension des Verbrechens an den Armenieren lässt sich nicht leugnen, doch eine zweite Holocaustlegende lässt sich wunderbar instrumentalisieren und für politische Zwecke einsetzen. Dumm nur, dass es die Armenier nicht den Kurden gleich taten und für ihre Heimat kämpften. Es braucht noch einen weiteren Völkermord, den an den Kurden, um einen zweiten Vorposten des Westens im Nahen Osten zu installieren. Dazu muss Erdogan noch etwas mehr provoziert werden. Die Armenien-Resolution ist nur ein erster Schritt in diese Richtung. Wer Armenier gemeuchelt hat, der mordet auch Kurden, so lautet dann die Botschaft, mit der sich vielerlei Unrecht rechtfertigen lässt, gerade weil sie einen wahren Kern enthält.

Wenn das politische Establishment Hand in Hand mit Staatsclowns wie Böhmermann zum Angriff gegen einen Despoten wie Erdogan übergeht, werden gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe erschlagen. Ob Erdogan oder Assad demnächst in einem Erdloch wie Saddam Hussein oder mit einer Eisenstange im Anus wie Gaddafi enden, ist noch offen. Ganz sicher aber stehen diese Fragen bei der diesjährigen Bilderberger Konferenz ganz oben auf der Agenda. Dort, so heißt es, wird die Politik gemacht, die dann im Bundestag nachgespielt wird.

 

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