Nicht nur der Lockdown sollte im Frühjahr helfen, eine befürchtete Überlastung der Gesundheitssysteme zu verhindern. Auch andere, wie es hieß: planbare, Behandlungen wurden zum großen Teil aufgeschoben. Experten warnten bereits damals vor schwerwiegenden Folgen für die Gesundheit. Prophezeiungen, die nun offenbar eingetreten sind.

In Potsdam hat am Freitag ein Prozess gegen die Pflicht zur Zahlung der Rundfunkgebühren zu Ende gegangen. Darin hatte sich der Publizist Heiko Schrang gegen die Gebührenforderungen des Rundfunks Berlin-Brandenburg gewehrt. Mehr als 1000 Menschen hatten sich vor dem Verwaltungsgericht versammelt, um den Kläger zu unterstützen. Im Vorfeld hatte ein Beschluss für Empörung gesorgt, mit dem das Gericht den Beistand Schrangs ab gelehnt hatte. Im Verhandlungsraum waren nach Compact-Informationen lediglich vier Zuschauer zugelassen worden. Das Urteil ist noch nicht bekannt. Doch weshalb lehnen die Demonstranten vor dem Gericht die Rundfunkgebühren ab? Compact-TV hat sich umgehört.

Im April schien es, als sei Bodo Schiffmann der neue Stern am deutschen Politikhimmel. Doch sein Parteiprojekt Widerstand2020 überstand kaum die eigenen Geburtswehen. Auch der faktische Nachfolger Wir2020 fiel bislang nicht durch Aktivitäten auf. Nun hat Schiffmann ein neues Projekt, das – zumindest von der Idee – durchaus vielversprechend klingt. Er will aufarbeiten, wie Deutschland im Frühjahr in eine, nach seiner Ansicht, Corona-Diktatur schlittern konnte.

Bereits kurz nach Beginn des Corona-Notstandes hatten sich Kritiker besorgt gezeigt. Die Regierung könnte die Pandemie nutzen, um Demokratie und Grundrechte dauerhaft einzuschränken. So jedenfalls ihre Befürchtung. Mittlerweile zeigt sich: Diese Warnungen könnten nicht unbegründet gewesen sein. Am Mittwoch sprach Angela Merkel vor dem EU-Parlament zu den Zielen der deutschen Ratspräsidentschaft. Dabei machte Kanzlerin deutlich: Meinungen und Fakten, die von der Regierungsposition abweichen, sollen es künftig unter den Schlagworten Hass und Hetze verstärkt bekämpft werden.

Auch der Geheimdienst hat nimmt offenbar zunehmend regierungskritische Medien ins Visier. Am Donnerstag stellten Innenminister Horst Seehofer und der Präsident des Verfassungsschutzes, Thomas Haldenwang, den Jahresbericht der Behörde vor. Dabei erwähnte Haldenwang nicht nur das Compact Magazin, sondern auch die Nachrichtenagentur Sputnik News. Martin Müller-Mertens steht jetzt vor dem Haus der Bundespressekonferenz. Martin, eine Antwort des Geheimdienstchefs bei der Präsentation des Berichts sorgte für erhebliche Irritationen. Was genau hat Haldenwang gesagt?