Collage / Screenshot „newsguard“

Den guten alten Steckbrief kennt man noch aus dem Wilden Westen. Und auf diesem Kontinent ist auch die laut Heise-Verlag dubiose Firma „Newsguard“ beheimatet, die sich dem Kampf gegen angebliche Fakenews verschrieben hat. Mittels einer Browsererweiterung wird dem Nutzer zu jeder Nachrichtenquelle, die er auf seinem Gerät betrachtet, ein „Gütesiegel“ eingeblendet. Das funktioniert direkt schon beim „Googeln“ (amerikanisches Lehnwort für das Benutzen einer Internetsuchmaschine).

Screenshot Suchergebnisse mit Browsererweiterung „Newsguard“

Vollen Zugang zum absolut vertrauenswürdigen Vertrauenscheck erhält allerdings erst, wer sich bei der US-Firma registriert und ein kostenpflichtiges Abo abschließt. Dann ist man vor jeder „FakeNews“ garantiert sicher. Auch Opposition 24 soll jetzt einen „Mediensteckbrief“ erhalten, wie mir eine Dame dieser Firma schrieb:

Sehr geehrter Herr van de Rydt,

mein Name ist Liron BXXX und ich arbeite für NewsGuard, ein Unternehmen, das Nachrichten-Webseiten anhand von neun journalistischen Kriterien analysiert. Mit den unabhängigen NewsGuard-Bewertungen möchten wir Glaubwürdigkeit und Transparenz von Online-Nachrichten auf einen Blick sichtbar machen und so das Vertrauen in Medien stärken. Nutzer können ein Plug-in für ihren Browser herunterladen, über das ihnen die NewsGuard-Label angezeigt werden.

Im Moment arbeite ich an der Analyse Ihrer Webseite, opposition24.com. Dabei haben sich ein paar Nachfragen ergeben. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir dabei weiterhelfen könnten. Ihre Antwort oder Teile davon würden wir gegebenenfalls in unseren Mediensteckbrief aufnehmen.

1) Bei meiner Untersuchung von opposition24.com konnte ich keine Informationen über den Umgang mit Korrekturen finden. Gibt es einen internen Leitfaden? Könnten Sie mir einige Beispiele für veröffentlichte inhaltliche Korrekturen nennen?

2) Ein wichtiges NewsGuard-Kriterium ist die Offenlegung der Verfasser von Inhalten, also deren biographische Informationen oder Kontaktmöglichkeiten sowie eine Autorenzeile in Artikeln. Das habe ich auf opposition24.com nicht gefunden. Was ist Ihre Regelung für die Bereitstellung von Verfasser-Informationen und die Angabe einer Autorenzeile? 

3) Ein weiteres NewsGuard-Kriterium ist die deutliche Trennung von Nachrichten und Meinungen. In Artikeln auf opposition24.com fand ich häufig Meinungen, selbst wenn diese nicht als Kommentar gekennzeichnet waren. Ich schicke Ihnen dazu ein paar Beispiele und bitte Sie um Stellungnahme. Was ist Ihre Regelung für das Trennen von Nachrichten und Meinungen? Verfolgt Ihre Webseite eine Agenda oder Orientierung? 

4) In unserer Analyse fanden wir außerdem, dass auf opposition24.com einige falsche oder unbegründete Behauptungen in Artikeln veröffentlicht wurden. Ich schicke Ihnen dazu ein paar Beispiele und bitte Sie um Ihre Stellungnahme. 

(Beispiellinks entfernt)

Wenn man so nett gefragt wird, antwortet man doch gern:

Sehr geehrte Frau BXXX,
ihr Unternehmen vergibt für die Onlineangebote des der us-amerikanischen Beteiligungsgesellschaft KKR zugehörigen Springerkonzerns (WELT und BILD, u.a.) ein grünes Gütesiegel. Weitere zweifelhafte deutschsprachige Medienportale wie der Spiegel, Stern und sogar die zwangsgebührenfinanzierten sogenannten „öffentlich rechtlichen“ Sender werden ebenso als vertrauenswürdige Nachrichtenquellen eingestuft. Das ist keine Gesellschaft, in der wir uns wohl fühlen.

Alles andere als ein roter Warnhinweis, am besten mit lautem Sirenengeheul, wäre unserer Reputation erheblich abträglich. Daher bitte ich Sie, Opposition 24 schnellstmöglichst in ihrem Tracking-Center für Falschinformationen über das Coronavirus aufzunehmen.

Die Bundesregierung hat bereits eine Einschätzung zu Opposition 24 getroffen. Das Portal gehört demnach zu den 12 wichtigsten Webseiten, die bei der „Mobilisierung, Stärkung oder Verbreitung wissenschaftsfeindlicher und verschwörungsideologischer Kampagnen“ eine Rolle spielen.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang van de Rydt

21 KOMMENTARE

  1. WELCHER BLOCKWART HAT DENN DA DEN GRÖFATZ IN DER HÖLLE BESUCHT???
    WAR ES ETWA DIE GROSSE STAATSRATSVORSITZENDE???

  2. Die dummdreiste Arroganz US-Amerikansicher Linker ist atemberaubend. Ob die Schnalle ernsthaft glaubt, dass gestandene Journos sich mit diem Müll beschäftigen werden ?
    Es wird aber genügend Deppen in Germoney gegen ( notfalls mit Steuergeld gesponsort ), die denn ihre leicht abgezockten Kröten in den Rachen werfen.
    Meine Meinung bilde ich mir ohne Nudging. Diese primitive Art der Manipulation denkunfähiger Tröpfe passt aber gut zu den US DEMS mit einem senilen Trottel an der Spitze.

  3. Das ist bestimmt so eine niederträchtige Soros-Klitsche, oder ein verdeckter Ableger der Kahane-SED-Stasi-Brut, von „correctiv“, oder sonst einer schmierigen Sumpfkröte.

    Sollen die mal schön ARD und ZDF „checken“, damit allein sind die sicher auf Jahrzehnte ausgebucht.

  4. Zu Ihren Newsguard-Beispielen fällt mir nur der ach so treffende Reim ein:

    Blöd, Blöder, Söder. Amen.

  5. Freie „analytische“ Newsguard- Mitarbeiter_Innen:

    Liron

    Elena

    Karin

    Rebecca

    Caroline

    Miranda

    Lara

  6. Zitat: „…Die Bundesregierung hat bereits eine Einschätzung zu Opposition 24 getroffen. Das Portal gehört demnach zu den 12 wichtigsten Webseiten, die bei der „Mobilisierung, Stärkung oder Verbreitung wissenschaftsfeindlicher und verschwörungsideologischer Kampagnen“ eine Rolle spielen….“

    Das nenne ich mal eine Auszeichnung. In dieser BRD sollte man es als Auszeichnung erachten von System als potenziell feindlich eingestuft zu werden und als Schande, vom System gelobt zu werden. In diesem Sinne – viel Feind, viel Ehr …

  7. Gute Antwort ;D

    So einen Dreck gab es doch schonmal, nannte sich WOT und war eine Firefox Erweiterung. Die Akteure dahinter waren wohl auch auf Psiram und GWUP unterwegs. Was als „Gut“ befunden wurde, haben ein paar Heinis im Hintergrund bestimmt, deren Stimme 1000x gezählt hat, und man somit die Reputation ihrer gelisteten Seiten kontrolliert hat.
    Und „natürlich“ konnte man mit einem „kleinen Betrag“ der mal schnell in die 1000ende ging, sich eine bessere Reputation unter der Hand über den „Support“ erkaufen. Nach dem Motto, lass dich verbiegen, und sei noch so blöd, und zahle dafür. Installiert hatten dieses Addon sowieso nur Idioten, die zu faul waren, selbst Recherche zu betreiben oder sonst entweder unkritisch oder sowieso linksverblödet waren.
    Scheinbar geht nichts mehr mit WOT, nun versuchen sie es mit der alten Masche wieder im neuen Kleid.

    Dann noch einen schönen Gruß an die Dame, die hier solche Schreiben verschickt,
    hätte sie mal etwas vernünftiges gelernt anstatt Geschwätzwissenschaft, wenn überhaupt, müsste sie nun nicht solche dämliche Jobs machen. Da sieht man wohl, woher der Begriff Dämlich kommt.

    • Soweit, sogut.
      Aber, Ihre kleine misogyne Abhandlung in den letzten beiden Sätzen lässt Sie dämlich erscheinen.

      Ich gestatte mir hier eine Richtigstellung:

      ……..Denn das Wort dämlich sieht zwar aus wie ein von Dame abgeleitetes Adjektiv („Eigenschaftswort“), hat aber eine ganz andere Herkunft: Es ist abgeleitet von dem niederdeutschen dämeln (›nicht recht bei Sinnen sein‹). Dieses wiederum geht zurück auf eine erschließbare indoeuropäische Wurzel tem- (›dunkel; geistig benommen‹), die in lateinisch temetum (›berauschendes Getränk‹), aber auch in unserer Dämmerung greifbar ist.
      (Professor Dr. Jochen A. Bär)

        • Gerne.
          Die „Binsenweisheit“ daß dämlich von Dame käme ist leider in vieler Herren Munde, die meinen ihrer eigentlich klugen Rede noch ein selbst- und geschlechtsbeweihräuchernd, sexistisch diffamierendes, prahlhansiges, vermeintliches humoristisches Sahnehäubchen aufsetzen zu müssen.

          • Die Formulierung „selbst- und geschlechtsbeweihräuchernd, sexistisch diffamierendes, prahlhansiges, vermeintliches humoristisches Sahnehäubchen“ werde ich auch speichern, kann frau sicher auch immer mal brauchen.

            Was auch schon ganz gut funktioniert hat war, sexistische „Witze“ als Altherrenwitze oder Altherrensprüche zu bezeichnen. Erdinger tickte aus und liess mich als Autorin und Kommentatorin sperren, als ich ihn anlässlich seiner ständigen Diffamierungen weiblicher Menschen als einen „frustrierten Altsexisten“ bezeichnete.

          • Max Erdinger (sehr guter Mann übrigens), wollte seine Eier anscheinend behalten. Der ist offensichtlich weitaus intelligenter als die van de Rydtin.

          • Nur Weicheier und Schlappschwänze haben es nötig, solchen sexistischen Dünnschiss zu labern, auch wenn Dr. porn. „Hiob – Durchfall – Menstrualtasse – Putz selber dein verschissenes Klo“ das nicht wahrhaben will …

  8. Wir müssen unbedingt im Rang weiter nach oben rücken!! – Ich hab‘ da noch so ein paar Pfeile im Köcher . .

  9. Gratulation zur Auszeichnung !
    Super ! Platz 7 auf der Liste „der nach Einschätzung der Bundesregierung 12 wichtigsten Webseiten, die bei der „Mobilisierung, Stärkung oder Verbreitung wissenschaftsfeindlicher und verschwörungsideologischer Kampagnen“ eine Rolle spielen.

    Es gefällt mir auch, wie Wolfgang dem Fuck- …, äh Tippfehler … Fak- tenchecker den Finger gezeigt hat.

    • P.S. Schönen Gruss auch von mir, die „Faktenchecker“ können sich von mir aus ihre „Anal yse“ sonst wo rein schieben !

  10. @ UV-Licht 23. September 2020 At 11:21

    Soweit, sogut.
    Aber, Ihre kleine misogyne Abhandlung in den letzten beiden Sätzen lässt Sie dämlich erscheinen.
    ……..Denn das Wort dämlich sieht zwar aus wie ein von Dame abgeleitetes Adjektiv

    Beim Anblick und Anhören des überwiegend dämlichen Teils des deutschen Parlaments, vom Pleitegeier über den Präsis bin ich geneigt, der Doitschen Schbrache ein paar Knüppel zwischen die Synapsen zu werfen. Ich glaube dass es schon von Dame kommt.
    qed !, et ceterum censeo, sinistra esse delendam.

Comments are closed.