Urheberrechte für Tiere: Peta nennt Urteil zu Affen-Selfie diskriminierend

Symbolbild: Makake via pixabay
Symbolbild: Makake via pixabay

Nein, das ist keine Satire, sondern ganz realer Irr- und Unsinn: Osnabrück. Nach der Niederlage vor einem US-Berufungsgericht im Rechtsstreit um die Urheberrechte für ein Affenselfie kritisiert die Tierschutzorganisation Peta das Urteil. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwoch) nannte Justiziar Krishna Singh von Peta Deutschland die Entscheidung diskriminierend. Es verdeutliche, was Peta USA in dem Verfahren von Beginn an dargelegt habe: „Dass Naruto wegen der Tatsache, dass er nicht Mensch, sondern ein nichtmenschliches Tier ist, diskriminiert wird“, so der Rechtsexperte.

Die Richter in Kalifornien hatten die Klage der Tierrechteorganisation Peta zurückgewiesen, die in Vertretung des Affen vor Gericht gezogen war. Nach jahrelangem Streit um das Selfie verweigerte Gericht dem Makaken Naruto jegliche Urheberrechtsansprüche. Peta muss überdies die Anwaltskosten des Fotografen David J. Slater zahlen, mit dessen Kamera das Foto aufgenommen worden war.

Den Richtern warf Singh vor, außer Acht gelassen zu haben, dass Naruto die Fotos unstreitig selbst gemacht habe. „Peta wird sich weiter dafür einsetzen, dass die letzten Barrieren fallen und Grundrechte für Tiere gesetzlich anerkannt werden, inklusive ihrer Urheberrechte“, betonte der Sprecher.

Die Akte "Naruto": Ein Affe als Geisel militanter Tierschützer

8 Kommentare

    1. @maja:

      der circus wurde hier in den us veranstaltet…die californier haben eh nen sockenschuss hoch zehn..
      lustig fand ich die aussage, dass das aeffchen ein „nichtmenschliches tier“ sei….

      DARAUF muss man erst mal kommen…. :-D

      best regards

  1. Ich finde es diskriminierend, dass Peta unaufgefordert und ohne Mandantenvollmacht für den Affen spricht. Kommt einer Entmündigung gleich und diskreditiert alle Tiere dieser Welt!

    Free speech for monkeys!

  2. Wenn interessiert schon PETA. Die Amerikaner und EU bauen gerade ihren Polizeistaatapparat massiv aus. Unsere Freiheit und Grundrechte sollen abgeschafft werden.

    Cloud Act: Die Gefahr des grenzenlosen Datenzugriffs
    US-Ermittler erhalten durch ein neues Gesetz Zugriff auf die Server von amerikanischen Unternehmen im Ausland.
    https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2018-04/cloud-act-microsoft-server-usa-europa

    Wer seine Daten noch immer auf Clouds speichert, macht einen sehr dummen Fehler.

    Neue EU-Verordnung zur grenzenlosen Zugriff auf persönliche Daten und Scan-Analyse aller Menschen
    http://fm4.orf.at/stories/2908095/

    EU Kommission will weltweiten Zugriff auf Daten in der Cloud durchboxen
    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Elektronische-Beweise-EU-Kommission-will-Zugriff-auf-Daten-in-der-Cloud-deutlich-erleichtern-4026245.html

    Polizei setzt immer öfter Software zur Gesichterkennung ein
    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Sachsen-Polizei-soll-mit-Gesichtserkennung-und-praeventiver-Ueberwachung-Verbrecher-jagen-4029067.html

    Big Brother Awards verliehen
    Mirosoft und grüne Landtagsfraktion CDU/Grüne bekamen die Auszeichnungen
    https://netzpolitik.org/2018/bigbrotherawards-fuer-alexa-microsoft-und-cdu-gruene-in-hessen/
    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/big-brother-award-2018-verliehen-preistraeger-soma-schiesst-zurueck-a-1203922.html

    Wegen der DSGVO: Facebook verschiebt Daten von 1,5 Milliarden Nutzern von Irland in die USA
    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Wegen-der-DSGVO-Facebook-verschiebt-Daten-von-1-5-Milliarden-Nutzern-aus-Irland-4027584.html

    Schließlich wollen FBI und CIA viel schnelleren Zugriff um die gesamte Welt durchzuscannen.
    Persönlichkeitsrechte? Grundrechte? Wen interessieren das schon, solange es Patriot Act oder SIPA gibt.

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