Da uns zahlreiche Anfragen von Lesern und Kollegen aus der Mainstreampresse erreichen, nun einige kurze Anmerkungen zum letzten Stand bezüglich der 1. Konferenz der Freien Medien am 11.05. im Bundestag.

  • Die AfD-Bundestagsfraktion hat heute, den 10.05. gleich zweimal zu dem Thema getagt. Am Vormittag mit dem von uns berichteten Ergebnis. Und dann noch einmal heute am späten Mittag mit dem Ergebnis, dass die Konferenz der freien Medien auf jeden Fall stattfinden wird, aber nicht wie geplant:
  • Der international bekannte Publizist und Journalist Milo Yiannopoulos wird nicht als Gast der AfD-Fraktion auftreten. Grund sind offensichtlich von Trump-feindlichen Medien in den USA gestreute Fakenews, die besagten Milo Yiannopoulos – selbst Opfer kirchlichen Missbrauchs – hätte in einem Interview Pädophilie verharmlost. Den Titel von SPON dazu könnte man entsprechend ergänzen: Rechtspopulisten, die selbst oft Opfer von Fakenews der Mainstreampresse wurden, laden rechtspopulistischen Blogger wegen Aussagen der Mainstreampresse, die ihn ein zweites mal zum Opfer machen, aus, Eindeutig: 1:0 für die Mainstreampresse gegen die AfD.
  • Eigentlich wollten die Freien Medien bis zum Kongress zu dem Vorfall Schweigen wahren, um nicht noch mehr Öl ins Feuer zu gießen. Weil aber bekannt wurde, dass Mitglieder der AfD-Fraktion nichts besseres zu tun hatten, als die Nachricht sofort an die Relotiuspresse bzw. den „Spiegel“ durchzustechen, sehen wir uns nicht mehr an diesen guten Vorsatz gebunden.
  • Die morgige Konferenz war nie als Kuschelstunde von AfD und alternativen Medien gedacht, wie das sowohl die Mainstreammedien wie auch einige Vertreter der Freien Medien verstanden und daher ihre Teilnahme abgesagt haben. Die Idee der Konferenz ist geboren aufgrund eines äußerst gespannten Verhältnisses von AfD und freien Medien zueinander, obwohl inhaltlich eine verhältnismäßig große Nähe in vielen Fragen besteht.
  • Die Vorfälle des heutigen Tages haben diese Situation noch einmal verschärft und zeigen, wie bitter nötig die morgige Konferenz ist.
  • Da uns als alternativen Medien die Presse- und Meinungsfreiheit ein ganz besonders großes Anliegen sind, werden wir versuchen im Hinblick auf den Auftritt von Milo Yiannopoulos eine für alle Beteiligten tragbare Lösung finden. Die Schadenfreude, die die Mainstreammedien über die Absage, ganz offen zeigen, könnte also verfrüht gewesen sein.

Der ursprüngliche Bericht:

Der Stargast bei der „1. Konferenz der freien Medien“ der AfD-Fraktion wird der konservative Provokateur und Ex-Breitbart Journalist Milo Yiannopoulos sein, nachdem Ex-Trump-Stratege Steve Bannon verschieben musste.

Milo Yiannopoulos begann mit 23 Jahren als Tech-Journalist 2007 in London und 2013 in Berlin, bevor er unter Steve Bannon der Starautor bei Breitbart News in den USA wurde. Dort schrieb er 2014 die ersten Artikel über den „GamerGate“ Skandal, als Computerspielfans auf 4chan die dubiosen Verbindungen zwischen feministischen Journalisten und politisch korrekten Spieleherstellern offenbarten. Die Ertappten versuchten daraufhin die Fans als „Sexisten“ und „Trolle“ zu diffamieren, mussten sich aber letztendlich geschlagen geben, „ein erster Sieg gegen die ausufernde politische Korrektheit“, wie Milo es nannte. Der Wikipedia-Eintrag über GamerGate stellt es aber z.B. bis heute so dar, als hätten „rechte Trolle“ unschuldige Feministinnen angegriffen und sexuell belästigt, statt eine verdeckte Zusammenarbeit zwischen Journalisten und Herstellern zu enthüllen.

Der schwule, schillernde Provokateur Milo wurde daraufhin zum Starautoren bei Breitbart mit provokanten Zitaten und Artikeln wie „Feminismus ist ein Krebsgeschwür“ oder „Verhütung macht Frauen hässlich und verrückt“. Er war einer der ersten Journalisten, die es wagten, das linksradikale Narrativ der „Black Lives Matter“ Bewegung und der Obama-Regierung zu hinterfragen, und mit Hilfe der Arbeit der klassischen Feministin Christina Hoff Sommers den männerfeindlichen Third-Wave-Feminismus herauszufordern.

Yiannopoulos begann unter dem Titel „Die gefährliche Schwuchtel Tour“ im Wahlkampf für Donald Trump Vorträge an US-Unis zu halten, die immer erfolgreicher wurden. Mit einem Budget von Breitbart und dem Milliardär Robert Mercer ausgestattet, besuchte Milo im Jahr 2016 36 Universitäten mit einem eigenen Team und Reisebus und wurde zum Ziel gewalttätiger Proteste von linken Studenten und später der Antifa, die zuvor in den USA kaum präsent gewesen waren. Nach dem Amtsantritt von Donald Trump wollte Milo zum krönenden Abschluss seiner sensationellen College-Tour an der linksextremen Uni Berkeley sprechen, als die Antifa dort einen wahren Bürgerkrieg gegen die Meinungsfreiheit entfachte und $600.000 Sachschäden an ihrer eigenen Stadt und Uni hinterließen.

Milo wurde zur Zielscheibe für links und rechts. Im März 2017 sollte er als Redner bei der CPAC auftreten, der weltgrößten Messe für konservative Politik und Trumps Lieblingsmesse, als die konservative „Reagan Batallion“ auf Twitter ein zusammengeschnittenes Video veröffentlichte, das Milo als Pädophilen diffamierte. Dabei war er das Opfer gewesen, als er mit 13 von „Pfarrer Michael“ missbraucht wurde. Aufgrund dieses Diffamierungsvideos kündigte ihm Breitbart, er wurde bei CPAC ausgeladen.

Milo gründete daraufhin seinen eigenen Verlag Dangerous Books und zog nach Florida, um in der Nähe seiner Mäzene, der Millardärsfamilie Robert und Tochter Rebekah Mercer zu sein. In seinem Verlag erschien sein Buch „Dangerous“ sowie „Fatwa – Hunted in America“ von Islamkritikerin Pamela Geller und aktuell sein neues Buch „How to be Poor“.

Im September 2017 wollte er an der Uni Berkeley „Milos Meinungsfreiheitswoche“ veranstalten, die jedoch von der linken Uni-Verwaltung und der Antifa behindert wurde. Im Herbst 2017 veröffentlichte Buzzfeed ein Video, auf dem Milo zu sehen ist, wie er im April 2016 um Mitternacht in einer Karaoke-Bar in Dallas „America the Beautiful“ singt. Im Publikum anwesend waren auch der „Weiße Nationalist“ Richard Spencer und Vertreter seiner rechtsextremen „Alt-Right“ Bewegung, die Nazi-Grüße in die Kamera machten. Nachdem dieses Video bekannt wurde, ließen ihn die Mercers fallen, der Verlag musste 2018 den Großteil der Mitarbeiter entlassen.

Milo hat sich ausdrücklich von Spencer und den „Weißen Nationalisten“ distanziert.

Er hat sich immer klar gegen Gewalt, Extremismus, Antisemitismus und Rassismus positioniert und bezeichnet sich selber als „katholischen, vierteljüdischen Schwulen mit einer Vorliebe für schwarze Männer.“

Seitdem kämpft Milo alleine weiter. Er zog mit seinem schwarzen Ehemann wieder nach New York und war hauptsächlich auf YouTube und Facebook präsent. Auf Twitter war Yiannopoulos schon seit Juli 2016 gesperrt, weil er „Ghostbusters“ Star Leslie Jones als „schwarzen Kerl“ bezeichnet hatte und ihrem Film eine schlechte Rezension geschrieben hatte.

Letzte Woche kündigte Facebook an, ihn komplett zu sperren, zusammen mit anderen führenden konservativen Stimmen wie Paul Joseph Watson, Alex Jones und Laura Loomer (Deutschland Kurier berichtete). Vor der Europawahl grassiert auch in Europa die Zensur, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier forderte vorgestern auf der steuerlich geförderten linken re:publica Konferenz, der Staat müsse im Internet bestimmen, was „Lüge“ ist und was nicht.

Aktuell macht Yiannopoulos in England Wahlkampf für UKIP mit seinem alten Kollegen aus GamerGater Tagen, dem YouTuber Carl Benjamin (Sargon of Akkad), mit dem er vorgestern ein dreistündiges Gespräch führte, sich abermals klar vom Extremismus distanzierte und für Meinungsfreiheit plädierte.

Lesen Sie auch:

Hetzjagden auf Milo Yiannopoulos und PewDiePie

Milo Yiannopoulos: „Ich bin ein geistiger Brandstifter und Querkopf“!

Milo Yiannopoulos interviewt James Damore: „Google hat auf jeden Fall illegal gehandelt“

James Damore: „Die Zensur bei Google beginnt schon beim Algorithmus“

Uni Berkeley verbietet Meinungsfreiheit – „Rechte Trolle“ kommen trotzdem


Wir freuen uns über jede Unterstützung unserer Arbeit!

Unser Spendenkonto lautet:
Vereinigung der Freien Medien
DE18 7909 0000 0100 2938 22
BIC: GENODEF1WU1

PayPal: info@deutschlandsfreiemedien.de


Pressemeldung von DeutschlandsFreieMedien

Werbeanzeigen

1 KOMMENTAR

  1. Milo Yiannopoulos wird von der AFD ausgeladen!
    „Grund sind offensichtlich von Trump-feindlichen Medien in den USA gestreute Fakenews, die besagten Milo Yiannopoulos – selbst Opfer kirchlichen Missbrauchs – hätte in einem Interview Pädophilie verharmlost.“

    Die AFD wird von den Wählern ausgeladen!
    Grund sind offensichtlich von AFD-feindlichen Medien in Deutchland gestreute Fakenews, die besagte AFD – selbst Opfer eigener Feigheit – hätte sich in einem Interview zur Meinungsfreiheit bekannt.

Comments are closed.