Untergang der AfD in Schleswig-Holstein vor den Landtagswahlen?

AfD Schleswig-Holstein (9)

Lange schon wird in den Medien die Vermutung geäußert, dass sich sogenannte „U-Boote“ in die AfD-Landesverbände eingeschlichen haben mit der klaren Vorgabe: Zerstörung der Partei von innen her. An sich eine kluge Idee etablierten Parteien.

Aufgrund der Ereignisse in und um den Landesvorstand der AfD in Schleswig-Holstein liegt die Vermutung sehr nahe, dass auch hier Denunzianten am Werk sind. Bereits in vorangegangenen Artikeln in unserer Reihe „AfD Schleswig-Holstein“ sind wir auf die suspektesten Personen in diesem Gremium eingegangen: Volker Schnurrbusch und Julian Flak. In wie weit man bei diesen Gestalten die o.g. Vermutungen zugrunde legen kann, sei dahingestellt. Fakt jedoch ist, dass die Umtriebe beider „Herren“ der AfD kräftig schaden. Fakt ist ferner, dass bei beiden chronischer Geldmangel zu vermuten ist und dass man auf die Idee kommen könnte, dass diesen Störenfrieden das Hemd mit Sicherheit näher ist, als die Hose. Weiter reichende Überlegungen und Gedanken dazu überlassen wir gerne dem Leser…..

Mit Fug und Recht darf man sich fragen: Wer ist es eigentlich, der diesem Vorstand nun vorsteht? Wer ist es, der mit offensichtlich nur halb geöffneten Augen dem Treiben der Vorstandsmitglieder tatenlos zusieht, nichts dagegen unternimmt und offensichtlich bereit ist, zusammen mit dem ganzen Laden unterzugehen? Ein Märthyrer? Man findet den Namen auf der Homepage der AfD Schleswig-Holstein: Dr. Bruno Hollnagel, ehemaliges Mitglied der STATT-Partei, wo er offensichtlich parteipolitisch nie das erreichen konnte, was ihm vorschwebte: Einen Sitz im Bundestag. Den hat er bei der AfD natürlich nicht, jedoch steht er auf der internen Bundestagsliste als Kandidat Nr. 1, einer Liste, die einer Anfechtung, gleich der Landesliste, gelassen entgegenzusehen hat.

Fragt man nach der Positionierung des Herrn Dr. Hollnagel in seinem Amt als Landessprecher im Hinblick auf seine Aktivitäten, so wird er mittlerweile als „Heinrich Lübke der AfD“ gehandelt: Entscheidungen des LaVo werden entweder heimlich, still und leise an ihm vorbei manövriert, oder sie werden ihm unter Vorspiegelungen falscher Tatsachen in den Mund gelegt. Das Schlimme und Gefährliche: Er spielt diese Farcen  mit – unbewusst darf man vermuten!

Ein AfD-Mitglied hat sich im vergangenen Monat darum bemüht, Dr. Hollnagel „auf den Weg“ zu bringen, ihn vor den Machenschaften der übrigen Vorstandsmitglieder zu warnen, ihm Hinweise zu geben und ihm die drohende Gefahr seines persönlichen Unterganges deutlich zu schildern. Die ihm nahegelegte Notbremse – sein sofortiger Rücktritt als Landessprecher – wurde von ihm jedoch nicht gezogen. Angst vor dem Verlust einer Macht, die er ja nun eigentlich gar nicht besitzt?

Der letzte Versuch jenes oben erwähnten und um Schadensbegrenzung bemühten Parteimitgliedes war der folgende Brief an Dr. Hollnagel, der uns zugespielt und der unseres Wissens nach nie beantwortet wurde:

 

Sehr geehrter Herr Hollnagel,
(……..) zwei wesentliche Punkte (………):

1. Sie sind als Landessprecher höchst unerfahren, stets unsicher, nicht entscheidungsfreudig und holen sich permanent Rat. Das Rat-Holen ist legitim, denn auch ich habe als damaliger Landesvorsitzender in der (……) Partei in (……) den besten Berater an meiner Seite gehabt, den man haben kann:
(Herrn….), der immer kritisch neben mir stand und mir hin und wieder auch Dinge sagte, die Entscheidungen von mir verlangten, die mir – vordergründig betrachtet – gar nicht gefielen. Dennoch bin ich seinen Ratschlägen stets gefolgt, weil ich wusste, von wem sie kamen. Und wir alle sind sehr gut damit gefahren.

Sie hingegen holen sich gezielt Berater an Ihre Seite, von denen Sie genau wissen, dass sie Ihnen entweder grundsätzlich Recht geben, oder denen Sie Situationen schildern, die nur aus Ihren eigenen Interessen heraus zusammengebastelt wurden. Auch hier ein: „Sie haben natürlich recht, Herr Dr. Hollnagel!“ Sie gehen offensichtlich immer den Weg des geringsten Widerstandes, und das ist nicht richtig. Gestatten Sie mir, Ihnen Matthias Claudius nahezulegen, wenn er in seinem letzten Brief an seinen Sohn Johannes schreibt:

„Lerne gerne von andern, und wo von Weisheit, Menschenglück, Licht, Freiheit, Tugend etc. geredet wird, da höre fleißig zu. Doch traue nicht flugs und allerdings, denn die Wolken haben nicht alle Wasser, und es gibt mancherlei Weise. Sie meinen auch, dass sie die Sache hätten, wenn sie davon reden können und davon reden. Das ist aber nicht, Sohn. Man hat darum die Sache nicht, dass man davon reden kann und davon redet. Worte sind nur Worte, und wo sie so gar leicht und behände dahin fahren, da sei auf deiner Hut, denn die Pferde, die den Wagen mit Gütern hinter sich haben, gehen langsameren Schritts.
Erwarte nichts vom Treiben und den Treibern; und wo Geräusch auf der Gassen ist, da gehe fürbass.
Wenn dich jemand will Weisheit lehren, da siehe in sein Angesicht. Dünket er sich noch, und sei er noch so gelehrt und noch so berühmt, lass ihn und gehe seiner Kundschaft müßig. Was einer nicht hat, das kann er auch nicht geben. Und der ist nicht frei, der da will tun können, was er will, sondern der ist frei, der da wollen kann, was er tun soll. Und der ist nicht weise, der sich dünket, dass er wisse; sondern der ist weise, der seiner Unwissenheit inne geworden und durch die Sache des Dünkels genesen ist…Wenn es dir um Weisheit zu tun ist, so suche sie und nicht das deine, und brich deinen Willen und erwarte geduldig die Folgen.“

Es lohnt sich sehr, den ganzen Brief zu lesen, da er voller Erfahrung und Weisheit und Güte steckt und Gültigkeit in sich trägt, bis zur heutigen Zeit. „Weisheit“ und das Leben und Handeln nach ihr ist ein leider längst verloren gegangenes Gut. Und genau dieser Verlust ist es, der die Menschheit genau dorthin treibt, wo sie durch Gottes Schöpfung nichts zu suchen hat. Die Hybris des Homo Sapiens!

2. Mut, Entscheidungsfreude, die fehlende Verinnerlichung von Gesetzen und Satzungen rund um das Parteiengeschäft und Voraussicht….Das sind die Ihnen fehlenden Eigenschaften, bei deren Fehlen Ihnen KEIN (Herr…..) im Vorstand zur Seite steht und das Ihnen in wenigen Wochen, vermutlich schon früher, zu schwerem persönlichen und beruflichem Schaden gereichen wird.

Meine Aufgabe als Freund ist es, Ihnen diese unangenehmen Dinge zu sagen, Sie darauf hinzuweisen und Ihnen zur Seite zu stehen, solange dies noch möglich ist. Aber jeder von uns hat die Möglichkeit, einen fundierten freundschaftlichen Rat anzunehmen, oder ihn in den Wind zu schreiben. Und an dieser Stelle sei gesagt, dass ich nicht der geeignete Freund sein kann und darf, Ihnen beim Aufräumen des drohenden Trümmerfeldes zu helfen, da ich zu viel Herzblut in die Verhinderung desselben gelegt habe, indem ich bemüht war, Sie an die Hand zu nehmen – Sie brauchen in diesen parteilichen Dingen leider immer jemanden, der Sie an die Hand nimmt und Ihnen sagt, wo es langgeht – und vor Schaden zu bewahren.
Ich sehe meine Aufgabe nunmehr als erledigt an, da ich kein Eisentor öffnen kann, zu dem mir der Schlüssel nicht anvertraut wurde.
Mit freundlichen Grüßen

Dazu kann man abschließend nur sagen: Schicksal, nimm deinen Lauf……

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3 Kommentare

  1. Zum Glück ist die AfD in aller Munde, weil die Minderleistungen etablierter Parteien nicht zu übersehen sind.
    Deshalb geht von der destruktiven Art des Politsuizides der Schwesig-Hohlstein – AfD keine Gefahr aus. Im Landtag werden sie dann eben fehlen oder eben nicht leistungslose Kohle einsacken können.
    Bundespolitisch aber wird das ein Sturm am 24.09.2017 der seines gleichen in bundesdeutscher Geschichte sucht.

    • Defätismus wurde früher mit dem Tode bestraft.
      Die heutige Weicheierfraktion darf das. Muttersöhnchen und Genderspinner haben dieses Land in den Ruin getrieben.
      Ich bin keiner von denen und werde kämpfen bis zum Untergang. Der Rest kann jammern so lange er will. Unsere Landsleute aus der Ex-DDR haben gezeigt was starke Charaktere vermögen.

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