„Unsere nationale Sicherheit ist nicht mehr gegeben“

Hier kommt der zweite Teil des Vortrages von Hans-Joachim Maaz. Der Psychiater, Psychoanalytiker und Autor sprach am 16. Oktober 2019 für Gäste von Prof. Max Otte in Köln. Der erste Teil des Vortrags hat ein großes Zuschauer-Interesse gefunden und richtig eingeschlagen. Wir hatten ihn am 29. Oktober hier in diesem Kanal hochgeladen. Wie alle anderen Videos ist er hier auf Dauer zu sehen.
In diesem 2. Teil spricht Maaz über das „Mitläufer-Syndrom und wie es kommt, dass Menschen mit einer bestimmten Gesinnung von einem Tag auf den anderen plötzlich das genaue Gegenteil dessen vertreten, was sie bisher geäußert und getan haben.
Wenn die Umstände sich ändern, sagt er, „schwenken sie um, weil sie den alten Standpunkt innerlich nicht vertreten und verkörpert haben“. – Mal sehen, was nach dem Ende der Ära Merkel hierzulande so alles passiert! – Dann können wir Herrn Maaz ja dazu einvernehmen. Ein Interview mit ihm folgt in Kürze.

3 KOMMENTARE

  1. „Wenn die Umstände sich ändern, sagt er, „schwenken sie um, weil sie den alten Standpunkt innerlich nicht vertreten und verkörpert haben.“

    Wenn es so (einfach) wäre, gilt das (logisch) auch umgekehrt!

    Die Ursachen liegen ganz wo anders, insbesondere in Kognitiver Dissonanz (und „Verweigerung“), die sich niemals „schmerzfrei“ auflösen lässt. Mit freundlicher Unterstützung des jeweiligen „Zeitgeists“ gehts wesentlich angenehmer. (erklärt auch das Stockholmsyndron)

    Menschen sind Herdentiere, 70-80% sind generell desinteressiert und laufen in jede Richtung die der Führer vorgibt. Einen wirklich festen Standpunkt sucht man dort vergebens.

  2. Normalerweise ist der Herdentrieb als kreatürliche Anlage keine üble Sache, garantiert er doch ein besseres Übeleben des Einzelnen. (Löwenrudel) Schlecht wird es nur, wenn die Absprache, sprich die Regeln nicht mehr stimmen. Die Regeln bestehen auch in der hierarchischen Ordnung, zu der der Einzelne sich auch bekennen kann, weil er der Führung vertraut/vertrauen kann.

    Doch wenn die Ordnung der Führenden aus Bedrohung der Herde besteht, ist die Herde führerlos und orientierungslos. Schaut man zurück nach 1918, Kaiser weg, Orientierung weg und schon tobte der Kampf um die Führung auf der Straße.

    Damit wird die naturgesetzliche Notwendigkeit einer richtungebenden Kraft erkennbar, die im Individuum durch das setzen eines motivierten Ziels geschaffen wird, an welchem es sich ausrichten kann. Mag jeder bei sich selbst nachschauen, dann wird er es erkennen, daß es so ist.

    Heut halt anders, keine Moral, alles geht, wo findet man Halt?
    Wer im Seichten lebt und sein Überleben sucht, der hat auch nur seichte Gedanken, die keinen Halt bieten.

  3. @dokmed

    Wobei im Löwenrudel meistens die Weibchen (zumindest gleichberechtigt) für die Nahrungsbeschaffung zuständig sind. Bei den Affen werden „unzufriedene“ Damen recht schnell vom Chefaffen „beruhigt“, damit es ruhig und harmonisch bleibt und Stänkerei im Keim erstickt wird. Genau so läuft es auch bei den Hühnern.

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