Dóra Dúró schreddert transsexuelles Märchenbuch / Screenshot Youtube

In Ungarn geht eben doch nicht alles mit rechten Dingen zu. Wegen eines Märchenbuches tobt ein erbitterter Streit. Das Werk trägt den Titel „Meseország mindenkié“, was zu Deutsch „Märchen für alle“ bedeutet. Für die rechtskonservative Politikerin Dóra Dúró handelt es sich um einen Angriff auf die Kultur durch Homo-Propaganda. Während einer Pressekonferenz schredderte sie ein Exemplar des umstrittenen Buches (1).

An dem Projekt eines Lesben-Vereins haben sich auch namhafte ungarische Kinderbuchautoren beteiligt. Den Geschichten liegen teils klassische Märchen zugrunde, nur sind die Helden keine stolzen Prinzen und schöne Königstöchter, sondern „Randfiguren der Gesellschaft“: Zigeuner, Behinderte und „sexuelle Minderheiten“. Die Prinzessin von heute ist lesbisch und der Drachentöter transsexuell. Inzwischen hat das Werk Platz 1 der Bestsellerlisten erreicht.

Premierminister Viktor Orbán meldete sich in der Kontroverse zu Wort. Ungarn sei geduldig mit Homosexuellen, aber man solle die Kinder in Ruhe lassen. Es gebe auch eine rote Linie, die nicht überschritten werden dürfe. Sein Büroleiter Gergely Gulyás prüft derweil rechtliche Schritte, um zu verhindern, dass das „Märchenbuch für alle“ in die Kindergärten kommt und verlangt eine Untersuchung, ob der Straftatbestand der „Verführung Minderjähriger“ durch Vorlesen der Märchen erfüllt werde (2). Laut einer psychologischen Studie (3) stellt das Buch aber keine Gefährdung für Kinder dar.

5 KOMMENTARE

  1. Sie kriegen alles kaputt, erschaffen selber nichts. Nicht nur Kindermärchen, auch Two and a Half Frauenversteher, Starwars, Avengers und The Walking Dead. Früher legte Rick 2000 Zombies im Alleingang um, jetzt treten sie in römischer Schildvormation gegen 20 Untote an, durch eine Lücke springen 3 schwertschwingende Amazon*innen (10x „cooler“ als Michonne) und zeigen wie’s geht. Es wird täglich dümmer.

    Ich freu mich schon auf die politisch korrekte Neuauflage von GoT. Da gabs auch zu wenige Held*innen

  2. Da kann man nur gratulieren, endlich mal jemand der aufsteht und gegen diese Geisteskranken vorgeht.Dieses Gendergedöns ist kaum mehr zu ertragen.

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