Und täglich hetzt der Staatsfunk: „Ungarn – neue Heimat für Rechtsextreme?“

Wenn ein Regierungschef seine Aufgabe ernst nimmt, die unter anderem darin besteht, die EU-Grenzen zu sichern und illegale Migranten abzuweisen, dann ist er laut Westmedien mindestens ein Rechtspopulist, noch will man nicht so weit gehen und ihn als „Nazi“ bezeichnen.

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Leichter ist es, ihn zu beschuldigen, dass er „Rechtsextreme“ anziehe, auch wenn die Wirklichkeit anders aussieht. Der ehemalige Linksterrorist, RAF-Gründer und spätere Rechtsextreme Horst Mahler fand in Ungarn kein politisches Asyl. Die Regierung hat anders als der unten stehende Text suggeriert, nicht „mittlerweile“, sondern im Fall Mahler sofort reagiert.

Um noch mindestens einen deutschen Namen zu bemühen, wird „Mario Rönsch“ genannt, der hinter der Seite Anonymousnews.ru steckt, sich regelmäßig als Content-Klauer betätigt und mit dem Shop „Migrantenschreck“ in Deutschland verbotene Hartgummigeschoss-Pistolen zu überhöhten Preisen verkaufte. Rönsch ist eher ein Kleinkrimineller und Hochstapler, der sich bei den „Mahnwachen für den Frieden“ und dann im patriotischen Umfeld bewegte und dort vor allem finanzielle Vorteile suchte. Rönsch folgte auch nicht der „Einladung von Orban im Februar 2017“, sondern lebt mutmaßlich schon seit mindestens 2016 dort.

Vielleicht aber haben wir nur Vorurteile gegenüber dem Staatsfunk und das Auslandsjournal wird eine Sternstunde des investigativen Journalismus abliefern …

ZDF: Ist Ungarn ein Knotenpunkt der rechtsextremistischen Szene, ein Rückzugsraum, in dem sie sich organisieren kann? Dieser Frage geht am Mittwoch, 15. November 2017, 22.15 Uhr, im ZDF zunächst das „auslandsjournal“ mit Moderatorin Antje Pieper nach. Um 0.45 Uhr ist dann die 30-minütige „auslandsjournal“-Doku „Unterschlupf in Ungarn – Neue Heimat für Rechtsextreme?“ im ZDF zu sehen. Südosteuropa-Korrespondentin Eva Schiller aus dem ZDF-Studio in Wien berichtet, wie Rechtsextreme in Ungarn immer wieder Kongresse und Treffen abhalten und einige eigens dort hingezogen sind. Zusammen mit der freien Autorin Katrin Molnár blickt sie auf das rechte Netzwerk in Ungarn und den Einfluss auf die Szene in Europa und den USA.

Zwar behaupten die ungarische Regierung und Ministerpräsident Viktor Orbán immer wieder, entschieden gegen die Rechtsaußenszene vorzugehen. Doch daneben stehen andere Botschaften: „Aber natürlich wollen wir wahre Flüchtlinge einlassen – Deutsche, Holländer, Franzosen und Italiener, erschreckte Politiker und Journalisten, die hier in Ungarn das Europa finden, das sie in ihren Heimatländern verloren haben“, so Orbán im Februar 2017. Eine Einladung, der zahlreiche Rechtsextreme gefolgt sind – zum Beispiel die Briten James Dowson und Nick Griffin, ehemals in der British National Party, aus Deutschland Horst Mahler und Mario Rönsch, der in Ungarn untergetaucht sein soll. Mittlerweile hat die ungarische Regierung reagiert und hat Mahler, Dowson und Griffin des Landes verwiesen.

Wie wird die Antwort auf die mutmaßlich rhetorische Frage des Auslandsjournals ausfallen? Wir haben da so eine Ahnung …

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6 Kommentare

  1. Auf die Würdigung „Rechts“ in all ihren rechten Ausdrucksfacetten bin ich mittlerweile stolz wie Oscar. Rechts steht für aufrechten Charakter und Verstand, für Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. – Im krassen Gegensatz zu links.

  2. „…noch will man nicht so weit gehen und ihn als „Nazi“ bezeichnen.“

    Das wäre ja auch ein Widerspruch. Nazis sind und waren wie alle Sozialisten immer links. Auch wenn die Propaganda seit Jahrzehnten das Gegenteil behauptet, wird die Lüge, Nazis seien rechts, dennoch nicht wahrer. Das schmeckt der Propaganda freilich gar nicht.

  3. Bin immer wieder verblüfft, wie die MSM rechts und rechtsextrem in einen Topf werfen. Doch wehe, einer wagt es, links und linksextrem gleichzusetzen. Dann ist das Geschrei groß.

  4. Genau deshalb fahre ich nächstes Jahr als politisch nicht Korrekter (also Nazi) mal wieder zu den Nazis an den Plattensee, ich freue mich darauf, da wird man nämlich so schön Braun……

  5. Die GEZ tler sind nur gekaufte Hassschwätzer
    die den Müll den sie erzählen glauben müssen um nicht das letzte bisschen
    Würde zu verlieren.Das Post RAF/DDR establishment gibt vor was zu denken
    und wie die Ameisen zu handeln haben.
    Dass die Deutschen ihre letzte demokratische Chance am 24.9. nicht genutzt haben ist unverzeihlich.

  6. Vielleicht werden viele von uns den Visegradstaaten noch dankbar sein, wenn sie uns eines Tages als „Flüchtlinge“ aufnehmen.

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