Nur noch irre: Deutsche Umwelthilfe fordert Einführung von Methanabgabe

Noch geht es zwar um "Erdgas", aber sicher sollen bald auch Kuh- und Schweinefürze versteuert werden:

Eine neue Studie des Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zeigt auf, dass die Einführung einer Methanabgabe klimaschädliche Emissionen kostengünstig reduzieren kann. Die Abgabe kann Anreize zur Methanreduktion sowohl innerhalb der EU setzen als auch in Ländern, die Erdgas in die EU exportieren. Letzteres ist besonders wichtig, da 85 Prozent des EU-Erdgasverbrauchs durch Importe gedeckt werden. Die DUH fordert die EU-Kommission auf, eine Methanabgabe und Mindeststandards als zentrale Elemente der geplanten europäischen Methanregulierung einzuführen.

Als bestes Modell erweist sich laut Studie eine Kombination aus Methanimportsteuer und Methanbepreisung innerhalb der EU sowie Mindeststandards für die Methanintensität. Diese Kombination erreicht nicht nur eine hohe Klimaschutzwirkung, sondern ist auch mit den Vorgaben der Welthandelsorganisation kompatibel. Die Einführung von Mindeststandards soll sicherstellen, dass bestimmte Schwellenwerte der Methanintensität in den Herkunftsländern nicht überschritten werden. Verbraucherinnen und Verbraucher werden durch die Maßnahmen finanziell kaum belastet.

Quelle: "DUH"