Tupper-Party in Berlin – Kriegstrommeln am Bosporus

Die immer neuen “Enthüllungen” über die Spionageaktivitäten des türkischen Geheimdienstes oder die “Verfassungsschutzerkenntnisse” beispielsweise im “Fall Amri”, veranlassen Politiker aller Fraktionen neuerdings zu populistischen Tönen, für die jedes AfD-Mitglied vor kurzem noch Post vom Staatsanwalt erhalten hätte. Kriegsgeschrei soll die Wähler im Superwahljahr 2017 noch einmal für eine der beiden “GroKo” Parteien und ihre Kofferträger überzeugen. Im Saarland hat der Trick funktioniert. Kurz vor den Wahlen verhängte das Saarland als einziges Bundesland ein Auftrittsverbot für türkische AKP-Politiker – Politik auf Niveau einer Tupper-Party: “Wenn Sie jetzt bestellen, erhalten Sie noch kostenlos einen Zehnerpack Türkenschelte dazu. Der Vorrat reicht noch genau bis 18:00 Uhr! Entscheiden Sie sich jetzt!”

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Was in den Niederlanden eine Beteiligung von Wilders an der Regierungsbildung gerade noch verhindern konnte, soll auch in Frankreich klappen und natürlich bei der bundesdeutschen Tupper-Party im Herbst. “Wir sind die besseren Populisten!” – so lautet die Botschaft. “Mit uns seid ihr beim Kreuzzug gegen die Türken auf der sicheren Seite.” Assistiert wird die Politkaste dabei von willigen prominenten “Deutsch-Türken”, die hemmungslos ihre Landsleute “Dummköpfe” schelten dürfen, nur der kleine Akif muss weiter die Klappe halten, da er den Führerbefehl aus dem Kanzlerbunker nicht abwarten konnte. Ohne 00-Lizenz zum Hetzen läuft eben nichts. Wer Hater ist, bestimmt der kleine Heiko Bonaparte, sonst niemand. Der “Justizminister” ist zwar selbst ein Fall für das Verfassungsgericht oder andererseits betrachtet, ein deutliches Indiz dafür, dass es auf deutschem Boden so etwas wie eine Demokratie nicht gibt, aber das merkt man im Partyrausch kaum. Einen “Wir sind wieder wer Taumel” gab es zuletzt 1954 beim Gewinn der Fußballweltmeisterschaft in Bern. Böse Stimmen behaupten hartnäckig, es handelte sich um ein abgesprochenes Wunder als Balsam für die kranke Volksseele, aber das ist sicher nur eine Verschwörungstheorie, so wie die hochoffiziellen Verdächtigungen gegenüber den “in Deutschland lebenden Türken”.

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Stalinverharmloserin Wagenknecht nennt Erdogan einen Terroristen, womit sie nicht weniger Recht hat wie Erdogan mit seiner Meinung über das BRD-Regime. Es ist seltsam still geworden um den lupenreinen Demokraten Wladimir Putin. Nicht, dass man jetzt anders in Berlin über ihn denken würde, aber bei einem Teil der Wähler kommt die Türkenklatsche einfach besser an. Der gemeinsame Feind eint und macht die Herde blind vor Hass. Die Kriegstrommeln in Ankara und Berlin mobilisieren die Massen für die entscheidenden Wahlen, die Weichen für eine totalitäre Zukunft stellen sollen. Es ist allerdings nicht sehr wahrscheinlich, dass nach gewonnenen Wahlen wieder Ruhe einkehrt. Erdogan will Atatürk übertreffen und der kleine Heiko endlich größer sein als der legendäre Erich Mielke.

Ob der Wähler hinterher merkt, dass er ohne den ganzen Plunder, den er sich bestellt hat, besser dran wäre?

 

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