Türkischer Botschafter zu IS-Terroristen: „Sie kommen als Touristen“

Berlin (ots) – Die Türkei hat die westlichen Staaten zu einer besseren Zusammenarbeit im Kampf gegen den IS-Terror aufgerufen.

Der Botschafter in Deutschland, Hüseyin Avni Karslioglu, sagte am Donnerstag dem rbb-Inforadio, sein Land tue sein Bestes und bekämpfe diese Leute am „kräftigsten“. Dabei sei es nicht leicht, eine 2000 Kilometer lange Grenze zu Syrien und dem Irak zu schützen.

„Wir haben die Europäer gefragt, gebt uns die Liste von diesen Terroristen, die in die Türkei einreisen konnten.“ Doch das sei unter anderem aus Datenschutzgründen nicht passiert.

„Sie kommen als Touristen, …. mit ihren Badeanzügen, mit ihren Schnorcheln, machen eine Woche Urlaub, irgendwo an der Küste. Dann tauchen sie unter…“ (ots)

Bisher hat die Türkei über 2000 Leute ausgewiesen, für über 12000 Leute existiert zudem ein Einreiseverbot.

Nichtsdestotrotz gilt die Türkei als einer der Staaten, aus denen der IS unterstützt wird, ebenso wie Saudi Arabien, dessen brutales Rechtssystem, sich kaum von der Auffassung der IS Terroristen unterscheidet. Neuerdings gelten sogar ganz offiziell im Scheichtum u.a. Atheisten als Terroristen, wie die Netzfrauen wiederholt berichten.

Aus der Türkei sind immer wieder ähnliche Vorstöße zu Gesetzesänderungen bekannt, die jedoch verhindert wurden. So sollten sogar homosexuelle Gefangene in gesonderten Haftanstalten untergebracht werden, da man es heterosexuellen Kriminellen nicht zumuten könne, mit ihnen unter einem Dach zu leben.

Unter Erdogan wird diese Entwicklung weiter gehen.

Wie ernsthaft der Kampf von der Türkei gegen den Terror tatsächlich geführt wird ist die eine Frage, doch solange Terrorstaaten wie Saudi Arabien als Partner betrachtet und mit Waffen beliefert werden, kann man sich die Antwort darauf sparen.


Photo by blu-news.org
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