Trump merkelt Bannon und die Einheitspresse träumt von Donalds Ende

So einfach kann man sich die Welt in Ordnung schreiben. Stephen Bannon ist raus, jetzt muss nur noch Donald Trump aus dem Amt gejagt werden und alles ist wieder so schön wie früher, als auf das transatlantische Bündnis noch Verlass war.

bannon photo
Foto by Gage Skidmore

Der O-Ton der etablierten US-Medien wird Eins zu Eins auf jedes noch so kleine Lokalblättchen übertragen:

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„… niemand kann ernsthaft glauben, dass er sich als einsamer Wolf bis zum Ende der Wahlperiode 2020 durchbeißen wird. Bannons Abgang dürfte auch der Anfang von Trumps Ende sein. Selbst sein ehemaliger Ghostwriter Tony Schwartz ist davon überzeugt, dass der 45. Präsident der Vereinigte Staaten spätestens Ende des Jahres die Waffen streckt.“ Westfalen-Post

Jetzt hat auch der letzte Hinterwäldler verstanden, dass so ein Ding wie „America first“ einfach nicht funktioniert und es sich nicht lohnt, auf eine von Europas „neuen rechten Parteien“ zu setzen. In seinen feuchten Träumen sieht mancher vielleicht gar schon Donald und Melania gemeinsam Selbstmord im unterirdischen Führerbunker auf dem Gelände der Area 51 begehen.

Etwas sachlicher fiel die Betrachtung zur Causa Bannon in der FAZ aus. Er habe an Donald Trumps Eitelkeit gekratzt, weil er als Chefstratege und der eigentliche Präsidentenmacher gegolten habe. Dies könne einer wie Donald Trump nicht dulden. Außerdem habe Bannon, und das ist  bemerkenswert, „keine militärische Option für das Nordkorea Problem gesehen“ und Trump dafür scharf kritisiert, hieß es weiter.

Bannon hat auch Trumps Tochter Ivanka und Schwiegersohn Kushner kritisiert, er nannte sie „Javanka“. Falls er an den positiven Ausgang seiner Kampagne für Trumps Präsidentschaft tatsächlich glaubte, hat er während dieser Zeit die Personalie Jared Kushner womöglich unterschätzt. Der Breitbart-Chef, als Rassist verschrien, hat stets sein Augenmerk auf die Gesellschaft gerichtet, ein neues patriotisches Amerika, dass sich auf seine Wurzeln besinnt und zu konservativen Werten zurückfindet, das war seine Vision, die er auch weiter verfolgen wird. Militärischen Abenteuern der USA im Ausland hat er dagegen nie etwas abgewinnen können. Ob er dafür als lupenreiner Pazifist durchgehen kann, ist eine andere Frage, sicher aber war er dem militärisch industriellen Komplex ein gewaltiger Dorn im Auge. Aipac Schwiegersöhnchen Kushner aber ist die Brücke der Kriegstreiber ins Weiße Haus solange dort Donald Trump das Sagen hat. Wie kommen die ewig gestrigen Schreiber darauf, dass es in ein paar Monaten schon anders sein könnte? Es läuft doch alles bestens, könnte man meinen. Trump merkelt einen nach dem anderen, dem er vorher noch sein vollstes Vertrauen attestierte, aus dem Amt. Damit sicherte Merkel ihre Vorherrschaft in der Union und für Donald Trump könnte die selbe Taktik bis zum Ende seiner Präsidentschaft reichen, wenn es die USA bis dahin tatsächlich noch in dieser Form gibt.

Sollte Donald Trump zurücktreten, seines Amtes enthoben oder gar ermordet werden, ändert es nichts daran, dass sich immer größere Teile der Bevölkerungen in den klassischen Ländern des westlichen Bündnisses vom politischen Establishment, wie auch den Massenmedien, abgewendet haben. Wenn sich der feuchte Traum der transatlantischen Alpha-Journalisten erfüllt, wie er es bereits mit dem Wahlsieg Macrons ins Frankreich tat, laufen die Verhältnisse Gefahr erst recht außer Kontrolle zu geraten, denn den Enttäuschten, die Heimat und Besitzstand wahren wollen, wird dadurch klar, dass auf politischem Wege nichts mehr zu erreichen ist.

Die weitere Konsequenz bedeutet, es gibt dann noch mehr Leute, die dem politischem System die innere Kündigung ausgesprochen haben und dem Rechtsstaat und seinen Institutionen zu recht misstrauen. Sie stehen jenen gegenüber, die „noch nicht so lange hier wohnen“ und noch weniger mit dem Staat und seinen Gesetzen am Hut haben. Gäbe es die viel gelobte kulturelle Vielfalt mit ihren unüberbrückbaren religiösen Hindernissen nicht, könnten sich linke Klassenkämpfer endlich über ein Heer der Besitzlosen freuen, dem sie nur noch den Marschbefehl erteilen müssten. In den Ländern, die „noch nicht so lange in der EU sind“, hat man bereits die Notbremse gezogen und über kurz oder lang wird die EU an der Massenmigration und der Schuldenkrise zerbrechen. Spätestens wenn Italien das Haus Europa verlässt, fällt das Kartenhaus zusammen. Auch Dänemark könnte einen Stein des Anstoßes liefern, entweder durch Grenzschließungen oder Austritt aus dem Staatenbund oder beides.

Ganz gleich wohin die Entwicklung geht, die Leitmedien von heute werden sie nicht überleben.

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Wolfgang van de Rydt
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