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RTL/n-tv-Trendbarometer: Bundesweit ist die Union wieder auf Platz 1, wenn man den Umfragen und den Schlussfolgerungen daraus trauen kann:

Die politische Stimmung in Deutschland verändert sich nur geringfügig, im aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer gewinnen SPD und AfD je einen Prozentpunkt, FDP und Grüne verlieren je einen Prozentpunkt. Die minimalen Verschiebungen haben allerdings Auswirkungen: Zum ersten Mal seit der Woche nach der Europawahl liegen die Unionsparteien wieder vor den Grünen. Schwarz-Grün hätte eine komfortable Regierungsmehrheit (51%), aber auch Grüne, SPD und Linke könnten derzeit aufgrund der vielen sonstigen Parteien, die nicht im Bundestag vertreten wären, mit zusammen 46 Prozent eine Regierung bilden. Die FDP fällt auf ihren schlechtesten Wert seit der Bundestagswahl (7%), SPD und AfD konkurrieren mit je 13 Prozent weiterhin um Platz 3.

Wenn der Bundestag jetzt neu gewählt würde, ergäbe sich folgende Stimmverteilung: CDU/CSU 26 Prozent (Bundestagswahl 32,9%), SPD 13 Prozent (20,5%), FDP 7 Prozent (10,7%), Grüne 25 Prozent (8,9%), Linke 8 Prozent (9,2%), AfD 13 Prozent (12,6%). 8 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2%). 19 Prozent aller Wahlberechtigten sind derzeit unentschlossen oder würden nicht wählen (Nichtwähler 2017: 23,8%).

Ost- und Westdeutsche wählen anders

Bei den Wahlabsichten zeigen sich im aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer nach wie vor starke Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschen. Wenn jetzt Bundestagswahl wäre, würden im Westen CDU/CSU und Grüne mit jeweils 27 Prozent gleichauf an der Spitze liegen. Im Osten lägen CDU/CSU und AfD mit jeweils 23 Prozent vor den anderen Parteien. Im Osten käme die SPD auf 9, im Westen auf 14 Prozent. Die Linke würde im Osten von 17, im Westen von 6 Prozent gewählt.

Parteipräferenzen der Ost- und Westdeutschen

 Ost                                               West
CDU/CSU                         23                                                 27
SPD                                  9                                                 14
FDP                                  5                                                   8
Grüne                             15                                                 27
Linke                              17                                                   6
AfD                                23                                                  10
Sonstige                           8                                                   8

forsa-Chef Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL: „Trotz der heftigen internen Machtkämpfe und der Diskussion über das Ausmaß rechtsradikaler Gewalt sinkt die Zustimmung zur AfD nicht. Das bestätigt, dass die AfD-Anhänger keinesfalls nur unzufriedene „Wutbürger“ aus allen Schichten des Volkes sind. Vielmehr ist die AfD ein Sammelbecken für all jene, die latent schon immer anfällig für fremdenfeindliches und extrem rechtes, sogar völkisches Gedankengut waren.“

6 KOMMENTARE

  1. Seinerzeit hatte die SED mehr Zustimmung als 87%. Allerdings wirkte das auch etwas unglaubwürdig. Was mich nur wundert ist, wie sie das bei Wahlen so relativ passend hinbekommen. ?

    Der Dümmste sollte mittlerweile wissen wem „Umfragen“ dienen, genau wie deren fachlich/sachliche Auswertung. Umso erstaunlicher die Framing-Anfälligkeit und das Stöckchengespringe der AFD.

    Ich bin mal gespannt ob sich die AFD diesmal bequemt, ihre Wähler vor derartigen Diffamierungen zu schützen (sonst haben sie evtl. bald keine mehr!!!):

    „Vielmehr ist die AfD ein Sammelbecken für all jene, die latent schon immer anfällig für fremdenfeindliches und extrem rechtes, sogar völkisches Gedankengut waren.“

  2. Wenn man nicht gegensteuert, hat Güllner automatisch Recht!

    1. Wo waren diese ganzen schlimmen Gülle-Finger vor AFD-Zeiten und wie hoch ist der Naziwähler-Anteil am AFD Gesamtergebnis? (Tip: Es müssen bundesweit unter 5% sein, ansonsten wären die sicher schon mal im Reichstag gesessen.) Die NPD und alle „Rechtsextremen Parteien“ hatten vor 2017 zusammen keine 13%. Kann natürlich sein, dass alle Nazis nur auf die AFD gewartet haben, weil denen die anderen zu weichgespült waren.

    2. Wer ist dann der Rest (mind. 85% der AFD Wähler, sofern auch wirklich ALLE NPD Wähler nüber g’macht sind)? Tip: Vor 2017 hatte die NPD 1,x% Wählerstimmen, das BVerfG hat das Wählerpotential der NPD als gesellschaftlich nicht relevant eingeschätzt. So geringfügig, dass ein Verbot unnötig war.

    Spannend wie Güllner und Co sich dazu äußern würden (falls jemals einer nachfragt?). Schein aber niemanden wirklich zu interessieren, weder die AFD noch ihre „Nazi“-Wähler. Gibt ja sicher Schlimmeres, oder ihr Köter?

    Unterm Strich wird bleiben: AFD Wähler werden massivst verunglimpft und die AFD hält dazu gepflegt die Schnauze und wundert sich dann, dass…

  3. Mit Besten Genesungswünschen einen virtuellen Sekt eingeschenkt.

    Der kleine aber feine Unterschied zwischen konstruktiver Kritik und arglistigem bashing:

    https://i2.wp.com/philosophia-perennis.com/wp-content/uploads/2019/06/h%C3%B6cke-bj%C3%B6rn.jpg

    http://www.pi-news.net/wp-content/uploads/2019/07/maxresdefault-28-696×385.jpg

    Wäre super, wenn die Bilder visuell dargestellt werden könnten.
    So was geht gar nicht. Übelste XYZ Propaganda im Stile von…, pünktlich vor wichtigen Wahlen.

    pfui!!!

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