Transatlantiker im grünen Gewand

von Niccolò Caranti [CC BY-SA 4.0 ], vom Wikimedia Commons
Unsere Machteliten haben sich mit ihren unzähligen transatlantischen Netzwerken längst vom demokratischen Diskurs verabschiedet. Über die Köpfe der Bevölkerung hinweg, im Geheimen zur absoluter Diskretion verpflichtet, versammeln sich nicht gewählte Entscheidungsträger aus Hochfinanz, Militär und Medien, sowie Politik, um ihre eigene Agenda zu verwirklichen. Was jahrelang als Verschwörungstheorie galt, ist heute längst in zahlreichen Studien erwiesen. Mit Demokratie hat das wahrlich nichts mehr zu tun, doch in welcher Beziehung stehen eigentlich die Grünen, die ja nach außen hin stets die Demokratie hochhalten, zu diesen Netzwerken?

„Theoretisch kann jeder Bürger der USA, auch Einwanderer, vom Tellerwäscher zum Millionär aufsteigen. Damit gerade das nicht passiert, muss sich die Elite trickreich gegen die Massen abschotten.“ (Hermann Ploppa im Buch – Die Macher hinter den Kulissen)

Dieser Satz kommt nicht von ungefähr. Walter Lippmann oder Zbigniew Brzezinski, damalige Mitglieder des berühmten Council on Foreign Relations, vertraten in aller Offenheit die Geisteshaltung, das Volk müsse von ihnen „demokratisch“ in die richtige Richtung gelenkt und geführt werden.

Nicht selten höre ich das Argument, dass Politiker es besser wissen müssen, da es ihr Tagesgeschäft sei, ihre Berufung, diese ein Gespür für die Komplexität haben. Doch, stimmt das? Schaut man sich den Werdegang der führenden Politiker an, so wird schnell klar, dem ist nicht so. In den seltensten Fällen sind Politiker hoch gebildet oder hatten beruflichen Erfolg außerhalb ihrer politischen Karriere. Überwiegend handelt es sich um Personen, die mittelmäßig begabt sind, Ausnahmen außen vor, wo sich zwangsläufig die Frage stellt:

Kann man mit solchen Personen tatsächlich einen gesellschaftlichen Wandel anstoßen? Ist ihr Urteilsvermögen zu komplexen Sachverhalten tatsächlich ausgeprägter als das des Durchschnittsbürgers? Können Politiker trotz Existieren unzähliger proamerikanischer Netzwerke überhaupt nach ihrem besten Gewissen handeln?

Für eine Antwort muss man nicht lange suchen, es genügt ein Blick in die jüngere Geschichte. Die rot-grüne Regierung unter Schröder wurde für die Wiederherstellung von Friedenspolitk und sozialer Gerechtigkeit gewählt. Sie sind komplett gescheitert. Wie keine Regierung nach dem zweiten Weltkrieg zuvor, haben sie sich in völkerrechtswidrige Kriegshandlungen einspannen lassen. Wie kommt es also zu dem Umstand, dass dem Durchschnittsbürger die Situation im damaligen Jugoslawien bewusster war, als den Regierenden?

Münchner Sicherheitskonferenz

Die seit dem Jahre 1963 jährlich stattfindende und von Steuergeldern finanzierte Münchner Sicherheitskonferenz gilt offiziell als gemeinsame Tagung aus Vertretern von internationaler Politik, NATO, Rüstungsindustrie, Wirtschaft und Medien, mit dem Ziel, bei Kaffee und Kuchen konstruktive Sicherheitskonzepte zu entwickeln, um Kriegsmachenschaften zu vermeiden.

Seinerzeit ging es der NATO um eine Verteidigungsstrategie im Kalten Krieg, als Pendant zum längst aufgelösten Warschauer Pakt.

Nach Auflösung der Sowjetunion suchten die NATO-Länder neue Feindbilder, um ihre Daseinsberechtigung aufrechtzuerhalten. Militärs und Rüstungsindustrie haben keineswegs Interesse am Frieden, das wäre, so zynisch es auch klingt, schlecht fürs Geschäft. Für die Erreichung dieser Ziele benötigt man die Zustimmung jener, die diesen ganzen Zirkus mit ihren Steuergeldern finanzieren, der Bevölkerung. Nach dem Motto Ordo ab Chao – Ordnung aus dem Chaos – wird mit Hilfe von Medienschaffenden und Politikern, die als Sprachrohr die Bevölkerung mit Kriegspropaganda beschallen, dieses vermeintliche Chaos und Pseudokrisen ins Bewusstsein implementiert – Feindbild Russland!

In einem Interview am 17.02.2018 stellte Willy Wimmer, zwischen 1985 und 1992

verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU, klar:

„Die Münchner Sicherheitskonferenz diene nicht der Sicherheit, eher handelt es sich um eine

Konferenz zur Kriegstreiberei! Frieden ist nicht das Ding der NATO. Die Vereinigten Staaten,

Frankreich und Großbritannien haben alles getan, um uns wieder in einen Zustand zurückzubringen, den wir glaubten 1990 verlassen zu haben. Wir haben es offensichtlich in Europa mit Mächten zu tun, die außer Krieg führen nichts anderes im Sinn haben, was spätestens beim völkerrechtswidrigen Krieg gegen Jugoslawien sichtbar wurde.“

Heute stehen aber auch ganz andere Persönlichkeiten, wie der Milliardär George Soros auf der Gästeliste sowie Spitzenvertreter der Grünen!

Auf der Teilnehmerliste 2019 standen von den Grünen: Cem Özdemir, Annalena Baerbock, Claudia Roth, Omid Nouripour, Katrin Göring-Eckardt und Agnieszka Brugger.

Die komplette Teilnehmerliste habe ich hier für Sie verlinkt.

European Council on Foreign Relacions

Glaubt man hiesigen Massenmedien, handelt es sich beim ECFR um ein europäisches Forschungsinstitut zur Stärkung der Europäischen Union.

In Wahrheit reiht sich aber auch dieser Council nahtlos in die unzähligen proamerikanischen Denkfabriken für elitäre Kreise ein.

Diese Nichtregierungsorganisation, gespickt mit Hochkarätern aus Politik und Medien, wurde gegründet von – wie sollte es auch anders sein – der Open Society Foundation von Geroge Soros.

Seine Stiftung ist gleichzeitig auch Hauptgeldgeber, welche die Denkfabrik zu einem Drittel finanziert (2,34 Mio. Dollar im Jahr 2017).

George Soros, mit dem Spitznamen „The man who broke the Bank of England“, gilt für viele als Wohltäter, der mit seinen NGOs in aller Herren Länder die Demokratie zu verteidigen versucht.

Schon im Jahre 2003 veröffentlichte die britische Zeitung New Statesman einen Artikel über die wahren Machenschaften von Soros. Dort heißt es:

„Soros ist möglicherweise kein voll bezahlter CIA-Agent, wie einige vermuten. Aber dass seine Unternehmen und NGOs eng mit dem US-Expansionismus verbunden sind, kann nicht ernsthaft bezweifelt werden.“

Im Bezug auf Ungarn heißt es weiter…

„1984 gründete er sein erstes Open Society Institute in Ungarn und pumpte Millionen von Dollar in oppositionelle Bewegungen und unabhängige Medien. Diese Initiativen, die angeblich auf den Aufbau einer Zivilgesellschaft abzielten, sollten die bestehenden politischen Strukturen schwächen und den Weg für eine spätere Besiedlung Osteuropas durch das globale Kapital ebnen.“

In seinen Auslandsaktivitäten geht es Soros und seinen NGOs nun wahrlich nicht um demokratiefördernde Maßnahmen, vielmehr handelt es sich um Strukturschwächungen, um Kapital aus den daraus entstehenden Unruhen zu schlagen.

„Tatsächlich hat Soros in jedem Land, in dem er mitgewirkt hat, Geld verdient. Auf diese Weise kopierte er ein Muster, das er in ganz Osteuropa mit großer Wirkung angewandt hatte.“

Doch zurück zum ECFR! Ein weiterer Mitgründer des Councils war der ehemalige Grünen-Chef Cem Özdemir. Das ist bei genauerer Betrachtung auch wenig verwunderlich, passt Özdemir mit seiner antirussischen Haltung wie die Faust aufs Auge in diese elitären Kreise. So verlangte er während des Syrien-Kriegs weitaus härtere Sanktionen gegenüber Russland, da er den Militäreinsatz Russlands als skrupellos titulierte. Das muss man sich mal vorstellen; während die westliche Wertegemeinschaft, unter damaliger Führung von Obama, wiederholt Völkerrecht in Syrien gebrochen hat (kein UNO-Mandat), wirft Özdemir Russland skrupelloses Handeln vor. Blöd nur, dass der syrische Präsident Assad, Russland ausdrücklich die Erlaubnis erteilte in Syrien aktiv zu sein, was somit vom Völkerrecht gedeckt war. Das meine ich alles völlig wertfrei, es sind bloß die Fakten.

Weitere Grüne im European Council on Foreign Relations:

  • Joschka Fischer (ehemaliger Außenminister) und Franziska Brantner (ECFR-Vorstandsmitglied)

Aspen Institute

Das Aspen Institute wurde 1974 von Shephard Stone, einem hochrangigen CIA-Mitarbeiter, gegründet. Abenteuerlich in diesem Zusammenhang ist; sowohl auf der Homepage des Aspen Institutes als auch im deutschsprachigen Wikipedia-Eintrag, wird Stones CIA-Vergangenheit mit keinem Wort erwähnt. Lediglich in der englischsprachigen Version ist davon zu lesen. Das Publikwerden dieser Verbindung stößt bei den Mitgliedern augenscheinlich auf Unbehagen.

Der bereits erwähnte Hermann Ploppa schreibt zu diesem Thinktank:

„Das Aspen-Institute ist eine weltweit agierende Propaganda-Organisation der US-amerikanischen Neokonservativen. Deren langjähriger Vorsitzender Jeffrey Gedmin, ein enger Freund von Richard Pearle und Benjamin Netanyahu, befürwortete den Irak-Krieg sowie marktradikale Reformen für Europa, und er spricht sich gegen ein Europa aus, das sich von den Vorgaben des gütigen Hegemons USA freizumachen wagt.“

Seit 2013 wird das Aspen Institute von Rüdiger Lentz geleitet, der gleichzeitig auch Dauergast der Atlantik-Brücke ist. Was wir hier sehen, ist ein niemals endender Drehtüreffekt dieser Netzwerke. Abseits jeder parlamentarischen Kontrolle, ohne jede demokratische Legitimation, unter Ausschluss jeglicher Öffentlichkeit, treffen sich Politiker, Medienschaffende und Wirtschaftsbosse, um die Gesellschaft nach ihrem Gusto, wohlgemerkt ausschließlich nach ihrem Gusto, zu lenken. Wie sonst ist es zu erklären, dass Medienvertreter niemals über Inhalte dieser Treffen ausführlich berichten? In welcher Funktion sitzen sie also mit am runden Tisch?

Auszug grüner Transatlantiker

Folgend ein kleiner Auszug der aktuell im Bundestag vertretenen Grünen in besagten Thinktanks.

Möglich, dass ich welche vergessen habe. Ich hoffe, die nicht genannten Personen sind mir deshalb nicht böse.

Cem Özdemir

  • Atlantik-Brücke
  • Atlantische Initiative
  • Aspen-Institute
  • American Council on Germany
  • European Council on Foreign Relations
  • German Marshall Fund

Claudia Roth

  • Atlantik-Brücke
  • Münchner-Sicherheitskonferenz

Annalena Baerbock

  • Münchner-Sicherheitskonferenz

Omid Nouripour

  • Atlantik-Brücke (Vorstandsmitglied)
  • Münchner-Sicherheitskonferenz

Katrin Göring-Eckardt

  • Atlantik-Brücke
  • Münchner-Sicherheitskonferenz

Franziska Brantner

  • European Council on Foreign Relations
  • Münchner-Sicherheitskonferenz

Marieluise Beck

  • Atlantik-Brücke

Tobias Lindner

  • Atlantik-Brücke
  • Münchner-Sicherheitskonferenz

Jürgen Trittin

  • Bilderberg Konferenz

Agnieszka Brugger

  • Münchner-Sicherheitskonferenz

2 KOMMENTARE

  1. Soll ja immer noch Menschen geben die meinen, dass ein RTL gebildetes Volk gute demokratische Entscheidungen treffen könnte.

    Ist die Herrschaft des Volkes in den Händen von übersättigten, vollverblödeten, dekadenten Schildbürgern sinnvoll, oder doch eher kreuzgefährlich?

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