Thüringen: Bodo bleibt

Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons
Morgen schlägt die Stunde der Wahrheit in Thüringen, doch eines ist gewiss. Bodo bleibt – nicht unbedingt Ministerpräsident – aber Spitzenkandidat der stärksten Fraktion. Ob es für eine erneute rot-rot-grüne Koalition reicht, ist angesichts der starken Umfragewerte für die CDU fraglich. Wenn die FDP die 5 Prozent Hürde verpasst, kann sich Mike Mohring den Traum von einer “Viererkoalition” gleich wieder abschminken und muss sich der Realität stellen. Ein Bündnis mit den LINKEN, bei dem die Union Juniorpartner wäre, hat er ebenso ausgeschlossen, wie eine Koalition mit der AfD. Egal welches Ergebnis die Partei mit, wegen oder trotz Höcke am Ende erzielen wird, eine Regierungsverantwortung der AfD ist in weiter Ferne und wird notfalls von allen Altparteien verhindert, egal wie tief die Gräben auch sein mögen. Bodo Ramelow als Ministerpräsident einer Minderheitsregierung wäre dann die wahrscheinlichste Lösung. Aber noch sind die Würfel nicht gefallen, es bleibt spannend insofern, mit welchen Manövern die Parteien den Wählern ein weiteres Mal den Sieg der Demokratie verkaufen werden.

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Wolfgang van de Rydt
Musiker, Autor, Publizist