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DWDD [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons
„Eine Bewegung ist im Entstehen, wir sind die neue Avantgarde“. So interpretiert der niederländische Polit-Aufsteiger Thierry Baudet die Bedeutung der Rechtsparteien nach ihren Stimmengewinnen bei den Europawahlen. Die zerstrittenen Euroskeptiker seien zu bündeln. „Mein Job ist, Ideologe zu sein“, sagt Baudet in der neuen Ausgabe des Hamburger Magazins stern.

Zum „neuen Ansatz für unsere Gesellschaften“ gehören für Baudet Patriotismus, Souveränität, Identität. Die 68er-Bewegung nennt er eine „rostige, fixe Ideologie“. Der 36-Jährige wurde in seiner Heimat durch Provokationen gegen Migranten, etablierte Parteien und Klimaschützer bekannt. Er gilt als politischer Shooting-Star.

Kritik an seinen Treffen mit Rassisten und Vertretern der AltRight-Ideologie, wie dem umstrittenen amerikanischen Ideologen Jared Taylor, nennt Baudet gegenüber dem stern „Bullshit“. Ebenso verteidigt er Gespräche mit dem rechtsextremen Gründer des Front National, Jean-Marie Le Pen, und nennt den italienischen Innenminister und Chef der rechtsnationalen „Lega“, Matteo Salvini, „einen Helden“.