Terrorverdacht: Polizei setzt Salafisten auf freien Fuß

    Die Polizei Köln hat am späten Samstagabend einen „Dürener“ (20) aus seinem, von einem Richter angeordneten, zehntägigen Dauergewahrsam entlassen. Die eigens für die Ermittlungen eingesetzte personalstarke Ermittlungsgruppe hatte diese Zeit genutzt, um umfangreiches Datenmaterial auszuwerten, das Umfeld des 20-Jährigen zu beleuchten und die ermittelten Informationen kriminalpolizeilich zu bewerten. „Der Zeitraum von zehn Tagen war erforderlich, um das Datenmaterial zu sichten und fachlich zu bewerten. Die neue Rechtsgrundlage ist für unsere Ermittlungsarbeit sehr wertvoll und hat sich aus meiner Sicht bewährt“, bilanzierte der Leiter der Kriminalpolizei Köln, Klaus-Stephan Becker.

    Insgesamt werteten die Ermittler fünf Smartphones, eine Fotokamera, diverse USB-Sticks und einen Laptop des Düreners aus. Es handelte sich dabei um eine Datenmenge von mehr als 1,2 Terabyte. Im Ergebnis steht für die Staatschützer fest, dass der 20-Jährige eine extremistisch salafistische Gesinnung hat und sich auch regelmäßig in einem extremistisch salafistischen Umfeld aufhält. Die Ermittlungen ergaben keine weiteren konkreten Gefährdungserkenntnisse, die eine Verlängerung der Langzeitingewahrsamnahme oder den Antrag auf einen Haftbefehl rechtfertigen würden.

    Die Ermittlungen bezüglich der beiden ebenfalls im Langzeitgewahrsam befindlichen Gefährder (30, 21) dauern an. Die Ermittlungsgruppe arbeitete weiter unter Hochdurch an der Aus- und Bewertung des sichergestellten Datenmaterials. Weitere Auskünfte sind vor dem Hintergrund der noch andauernden Ermittlungen der Kriminalinspektion Staatsschutz derzeit nicht möglich.

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    1 KOMMENTAR

    1. Anstatt solche Typen umgehend abzuschieben, wird der sog. „Dürener“ auf freien Fuß gesetzt und damit die Sicherheit sowie Leben, Gesundheit und Eigentum der einheimischen Bevölkerung mutwillig gefährdet. Herzlichen Dank, liebe Exekutive.

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