Telepolis-Chefredakteur über Impfungen gegen Kapitalismus und Katzenparasit als Auslöser

Der Chedredakteur des linkspopulistischen Heise-Verlag Ablegers Telepolis, Florian Rötzer, tischt den Lesern eine abstruse Verschwörungstheorie auf und bedient sich dabei als Quelle unter anderem eines Uralt-Artikels aus dem Jahr 2006, den er selbst verfasst hat. In dem Update heißt es ernsthaft:

US-Wissenschaftler glauben, einen Zusammenhang zwischen der Infektion mit Toxoplasma gondii und unternehmerischer Risikobereitschaft belegen zu können.

Rötzer stellt nach ein paar Erläuterungen die Frage: Handelt es sich also um einen kapitalismusfördernden Parasiten, mit dem sich infizieren sollte, wer geschäftstüchtig werden will?

Die abenteuerlichen Aussagen, nach denen die Infizierten „mit einer 1,8 mal größeren Wahrscheinlichkeit als die Nicht-Infizierten eigene Unternehmen gegründet“ hätten, relativiert der Autor mehrmals, um gegen Ende seines könnte-könnte-doch-was-dran-sein, über medizinische Maßnahmen, wie Impfungen gegen Kapitalismus zu schwadronieren.

Katzen als Klimakiller tauchen immer mal wieder in linken Medien auf: TAZ (2011), manchmal auch gemeinsam mit Hunden (WELT 2017) und kürzlich hat die SZ Pferde als besonders klimaschädlich ausgemacht. Dass nun auch noch Katzenparasiten für den Kapitalismus verantwortlich sein könnten, dürfte vielen Linken fast schon als religiöses Gleichnis und gerade wie gerufen daherkommen, um die ohnehin schon schwache Argumentationskette endlich wieder zu verstärken.