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In Deutschland sind wieder neue Kurdenproteste zu erwarten, nachdem Erdogan mit dem Einmarsch in Syrien begonnen hat. Nicht nur Syrien wird weiter destabilisiert, wie die AfD Spitze es in ihrer Kritik an den us-amerikanischen Präsidenten Trump formuliert, sondern alle Gastländer, in denen Kurden und Türken mehr schlecht als recht miteinander auskommen.

Die Äußerung von Trump, die Kurden hätten den Alliierten nicht in der Normandie geholfen, ist unterirdisch. Fakt ist: Die Kurden stehen seit Jahrzehnten an der Seite der USA und haben sich durch die Waffenbrüderschaft einen eigenen Nationalstaat erhofft. Die Strategie der Falken ist die Einkreisung des Irans, nachdem der Irak und Syrien erfolgreich ins Chaos destabilisiert worden sind. Mit einem verbündeten Kurdenstaat als „zweite Demokratie im Nahen Osten“ wäre man dem näher gekommen.

Die Rechnung wurde dabei ohne Erdogan und Putin gemacht, denn das Ziel der „sieben Länder in sieben Jahren“ wurde weit verfehlt. Mit dem Einmarsch der Türken verzögert sich das Vorhaben erneut, Donald Trump spielt dies vielleicht in die Hände, wenn es denn so sein sollte, dass er den „Sumpf“ tatsächlich austrocknen und die Kriegstreiberpolitik der USA beenden will. Was Erdogan anbelangt, dürfte dies sein letzter Feldzug sein. Die Türkei geht nicht mit, aber auch nicht ohne Kurden. Ein Vernichtungskrieg wird weiteren Widerstand produzieren, der nicht nur das Ende von Erdogans Herrschaft, sondern auch die Zerschlagung der Türkei bedeuten kann.

Erdogan weiß, was für ihn auf dem Spiel steht und kann eigentlich gar nicht anders. Weder er, noch Trump oder Putin sind so „unberechenbar“, wie es deutsche „Medien“ immer behaupten. Die Folgen aber werden die Zielländer der Migrantenströme tragen müssen. Besonders in Deutschland setzen sich die Konflikte zwischen Kurden und Türken immer wieder fort. Man könnte, wenn man wollte, die türkische Aggression seitens der EU sofort stoppen. Stattdessen werden weiter Waffen und Entwicklungshilfe nach Ankara geliefert.