Straßenschlacht in Grevenbroich – Polizei nimmt 77 Kurden in Gewahrsam

Grevenbroich: Am Morgen begannen Teilnehmer einer Versammlung der „kurdischen Studentenbewegung“ den Ostwall in der Innenstadt zu blockieren, so dass der Verkehr zum Erliegen kam.

Die Demo hatte am Mittwoch in Duisburg begonnen und führte über Düsseldorf nach Grevenbroich und sollte heute Abend in Leverkusen enden. Die Polizei war bis kurz nach 18 Uhr mit der Räumung beschäftigt. 77 Personen wurden in Gewahrsam genommen.

Trotz mehrfacher Aufforderung der Polizei, blieben die Teilnehmer sitzen. Der Aufzug mit rund 160 Personen, war gegen 10.30 Uhr von der Rheydter Straße gestartet. Als die Teilnehmer mehrfach gegen versammlungsrechtliche Auflagen (Betrieb und Lautstärke des mitgeführten Lautsprecherwagens) verstießen, verbot die Polizei die weitere Nutzung.

Der Marsch stoppte und die Teilnehmer weigerten sich, weiterzugehen. Die Versammlungsleiterin hatte keinen Einfluss mehr auf die Veranstaltung. Rettungswege eines nahen Krankenhauses waren versperrt. Als die Demonstranten trotz Fristsetzung (bis 13 Uhr) sitzen blieben, beendete die Polizei die Versammlung. Die Einsatzkräfte stellten von den Blockierern (107 Männer, 49 Frauen, davon 15 Jugendliche) die Personalien fest. Einige mussten von der Straße getragen werden. Es flogen immer wieder Flaschen. Drei Polizisten sind leicht verletzt worden, blieben aber dienstfähig. Seitens der Demonstranten gab es drei leicht Verletzte. Zwei Personen kamen mit einem Rettungswagen (internistisch) ins Krankenhaus.

Es werden jetzt von den Einsatzkräften zahlreiche Strafanzeigen u.a. wegen Landfriedensbruch, Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte gefertigt.

 

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