Strafanzeige erstattet: Plagiatsvorwurf gegen Regisseur Wim Wenders

Gegen den deutsch-amerikanischen Filmregisseur Ernst Wilhelm („Wim“) Wenders werden Vorwürfe wegen mehrfacher Verstöße gegen das Urheber und Verwertungsrecht erhoben.

wim wenders photo
Wim Wenders bei der Berlinale 2015 –  Photo by sebaso

Er habe jahrzehntelang einen Film unter eigenmächtig geändertem Titel und mit teilweise falschen Angaben zu Regie, Script, Crew etc. als allein eigenes Werk ausgegeben und verwertet.

Bei der Staatsanwaltschaft Berlin wurde nun Strafanzeige wegen § 106 UrhG gegen Wim Wenders erstattet. Der Vorgang wurde entdeckt, als Arte TV im August 2015 anlässlich des 70igsten Geburtstags von Wenders auch diesen Kurzfilm wieder aufführte. Die sich daran anschließenden Recherchen ergaben, dass Wenders diesen von ihm unter dem unzulässigen Titel „Polizeifilm“ vermarkteten Kurzfilm geschickt benutzt, um seinem Image auch einen Hauch „68er“ hinzu zu fügen.
Er bezeichnet diesen Film als seinen einzigen „politischen Film“. Der tatsächliche Konzeptmacher des fraglichen Filmes ist Prof. Albrecht Goeschel (71) – ein durch zahlreiche Veröffentlichungen ausgewiesener Experte für Polizeifragen.

Wenders war Mit-Regisseur von Prof. Goeschel und hat am Drehbuch mitgearbeitet. Prof. Goeschel hat die Wim Wenders Stiftung, die mittlerweile den Film lizenziert, schon im August 2015 darauf aufmerksam gemacht, dass weder sie noch Herr Wenders berechtigt seien, diesen Film zu verwerten, mit diesem Titel zu führen und als allein eigenes Werk von Herrn Wenders auszugeben.

Mehrere Vorschläge von Herrn Prof. Goeschel zu einer einvernehmlichen Lösung des Problems sind ohne Reaktion der Stiftung geblieben. Herr Prof. Goeschel hat sich daher entschlossen, bei der Staatsanwaltschaft Berlin ein Ermittlungsverfahren gegen Herrn Wenders wegen „unerlaubter Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke (§ 106 UrhG)“ zu beantragen.

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