Steuerentlastung? Der neue Söder-Köder für das Dummvolk

„Der Staat hat sehr viel Geld, und ein Stück weit auf Kosten seiner Bürger. Das ist unfair und absurd. Hier kann und muss der Staat etwas zurückgeben.“, sagte Söder im phoenix-Interview am Rande des CSU-Parteitags.

Markus Söder photo
Photo by Metropolico.org

Wie bitte? Nur ein Stück weit auf Kosten der Bürger? Ist es nicht so, dass alle Steuern und als Abgaben verdeckte Steuern aus den Taschen der Bürger stammen? Zumindest Kaufleute wissen, dass auch die Umsatzsteuer ein durchlaufender Posten ist, der dem  Kunden eines jeden Produktes oder Dienstleistung auf den Preis aufgeschlagen wird. Früher mussten die Untertanen nur den Zehnten an die Kirchenoberen entrichten, im fortschrittlichen Deutschland des 21. Jahrhunderts sind wir mittlerweile bei über 70 Prozent Abgabenlast angekommen. Der Staat lebt nur auf Kosten seiner Bürger und zwar aller, egal, wie hoch ihr Einkommen ist. Überall kassiert die Krake mit.

Söder bedient billigsten Linkspopulismus, wenn er Steuerentlastung für geringe und mittlere Einkommen fordert. Die derzeitige Zinspolitik gehe zu Lasten der kleinen und mittleren Einkommen, gleichzeitig aber zu Gunsten des Bundes, sagte er weiter vor der Kamera. Da hat er natürlich nicht unrecht, aber was hat das mit Steuern zu tun? Nichts! Hier wäre die Abkehr von Euro und EZB angesagt und die Rückkehr zu nationalen Währungen. Aber natürlich wird auch das den wirtschaftlichen Ruin nicht mehr verhindern.

Und dann sieht Söder selbstlobend die Finanzpolitik des Freistaats Bayern als Vorbild für die gesamte Republik, insbesondere was den Schuldenabbau betrifft: „Ich bin der Finanzminister in Deutschland, der mit die größte Schuldentilgung hat, obwohl er noch jedes Jahr sechs Mrd. Euro Länderfinanzausgleich zahlen muss. Trotzdem tilgen wir Schulden und machen auch keine neuen Schulden. Also, das bayerische Modell funktioniert.“

Was hat denn jemals an planwirtschaftlichen Umverteilungsmechanismen funktioniert? Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht. Jahrelang hing Bayern am Tropf von NRW, als das Revier noch Deutschlands wichtigster Wirtschaftsmotor war. Vor dem Strukturwandel wurde das mit einem Lächeln aus der Portokasse gezahlt. Nichts anderes leistet die EZB mit ihren Rettungspaketen für die südlichen EU-„Partner“ –  Geld wird hin und her verteilt, bis alle Regionen gleich verarmt sind. Selten jedoch kommt den wirklich wirtschaftlich Benachteiligten auch nur eine Entlastung zugute. Es werden wie immer Banken, Konzerne und politische Karrieren gerettet, bis keiner mehr da ist, den man noch schröpfen kann. Das bißchen Entlastung ist reine Propaganda für die Dummen.

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3 Kommentare

  1. Ja es ist nicht bestimmt nicht einfach
    aber was soll man gegen die Steuerverschwendung
    der Politiker ausrichten ! ! ?

  2. Soll hier keine Wahlempfehlung sein, ist aber sehenswert, nicht nur in Bezug auf die Reform und Entrümpelung der Steuergesetzgebung:

    Frauke Petry -warum wir eine neue Politik brauchen-
    (YouTube)

  3. Ehrlich gesagt, ist mir Söder am A… lieber, als Maas im Gesicht !
    Söder sagt wenigstens, dass die eingenommene Steuer „ein Stück weit“ dem Volk gehört.
    Maas hat gesagt; “ …. der eingenommene Steuerüberschuss, wurde von der Regierung erarbeitet ! “
    Alleine an dieser Aussage sieht man, dass dieser Justizminister eigentlich in eine Irrenanstalt gehört.

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