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Im Verlauf einer Schulabschlussfeier in Starnberg forderte der beauftragte Sicherheitsdienst die Unterstützung der benachbarten Polizeiinspektion an. Unmittelbar nach einem notwendigen Gewahrsam eines Jugendlichen kam es zu Tumulten vor der Polizeidienststelle.

Am Abend des 24. Juni gegen 21.45 Uhr forderte der Sicherheitsdienst für eine Schulabschlussfeier in Starnberg Unterstützung von der benachbarten Polizeiinspektion an, nachdem ein jugendlicher Gast offensichtlich erheblich alkoholisiert randalierte. Vorher waren alle Versuche der Beruhigung gescheitert. Auch im Beisein einer Polizeistreife zeigte sich der Jugendliche völlig uneinsichtig, blieb aggressiv, pöbelte, provozierte und beleidigte die Beamten, die nun einen Platzverweis aussprachen. Nachdem der 15-Jährige mehrfach dieser Aufforderung, die Veranstaltung zu verlassen, nicht nachkam, blieb nur der Polizeigewahrsam. Kaum waren die Beamten auf der Dienststelle angekommen, versuchten rund 50 vorwiegend Jugendliche und Teilnehmer der Schulabschlussfeier, gewaltsam in die Dienststelle einzudringen um den Jugendlichen aus dem Gewahrsam zu befreien. Aus dieser Menschenmenge heraus kam es zu Flaschenwürfen gegen Fenster der Dienststelle, wodurch eine Scheibe zu Bruch ging. Gemeinschaftlich wurde vergeblich versucht, die Eingangstür aufzubrechen und das Polizeischild am Eingang herunterzureißen.

Erst durch ein von der Einsatzzentrale alarmiertes massives Kräfteaufgebot konnte die Lage vor Ort zunächst eingefroren und dann beruhigt werden. Von einer Vielzahl von Personen wurden die Personalien festgestellt. Drei Personen wurden vorläufig festgenommen. Der Tatvorwurf lautet hier auf versuchte Gefangenenbefreiung und Sachbeschädigung. Derzeit werde geprüft, inwieweit der Tatbestand des Landfriedensbruches verwirklicht wurde, so die Staatsanwaltschaft.