Staatsfunk nimmt Ungarn ins Visier: „Ermittler hätten Tod von 71 Flüchtlingen im LKW verhindern können“

Die Nachricht kommt ja wie gerufen, nachdem die EU Strafverfahren gegen Polen, Tschechien und Ungarn eingeleitet hat, weil sie sich der Brüsseler „Flüchtlingspolitik“ verweigern. Die Schlagzeilen werden Ministerpräsident Orban und seine Amtskollegen wohl nicht sonderlich jucken. Hauptverantwortlich für die Migrantenströme ist ohnehin die eigenmächtige und grundgesetzwidrige Grenzöffnung der „Bundeskanzlerin.“

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Der Tod von 71 Flüchtlingen, die bei einer Schleuserfahrt im August 2015 qualvoll in einem Kühl-Lkw erstickt waren, hätte wohl verhindert werden können. Das ergeben Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung. Demnach hörten ungarische Ermittlungsbehörden die Telefone der wichtigsten Drahtzieher bereits zwei Wochen vor der tödlichen Fahrt ab und zeichneten ähnliche Taten auf, bei denen Flüchtlinge zum Teil kurz vor dem Erstickungstod standen. Und auch bei der Todesfahrt liefen die Aufnahmegeräte der ungarischen Ermittlungsbehörden. Dennoch schritten die Behörden nicht sofort ein – offenbar, weil die Gespräche nicht rechtzeitig ausgewertet worden waren.

In der Ermittlungsakte, die Reporter von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung zum Teil einsehen konnten, finden sich Hunderte Seiten Gesprächsprotokolle über lebensgefährliche Schleusungen desselben Netzwerks – auch aus der Zeit vor der entscheidenden Todesfahrt. Immer wieder berichten in den Telefonaten die zumeist bulgarischen Fahrer den Drahtziehern darin von klopfenden und schreienden Flüchtlingen, die Todesangst haben. So alarmiert ein Fahrer seinen Komplizen beinahe panisch: „Bitte ruf die Leute an, weil sie das Auto gleich kaputt machen. Sie klopfen sehr stark.“ Der Komplize meint daraufhin, er glaube, „dass sie keine Luft bekommen“.

Das verantwortliche Schleppernetzwerk um einen afghanischen und einen bulgarischen Staatsangehörigen hatte vor der tödlichen Fahrt bereits mindestens 28 ähnliche Fahrten, zum Teil auch mit Kühl-Lkw, organisiert. Dabei war zwar kein Flüchtling gestorben, allerdings mussten Geschleuste mehrfach nach dem Auffinden notärztlich versorgt werden, weil sie das Bewusstsein verloren hatten. Bei diesen Fahrten wurden Fahrer von der Polizei in Deutschland, Österreich oder Ungarn gefasst und umfangreiches Beweismaterial sichergestellt. Die beiden Chefs der Schleuserbande waren den ungarischen Behörden schon mindestens seit Anfang Juli 2015 bekannt. Am 13. August, also 13 Tage vor der Todesfahrt, begannen ungarische Ermittler dann die Telefone abzuhören und die Gespräche aufzuzeichnen.

Allerdings hatten die ungarischen Behörden die Telefonate offenbar nicht rechtzeitig übersetzt und ausgewertet. Deshalb war ihnen das lebensgefährliche Vorgehen der Schleuser womöglich nicht aufgefallen. Wann die Telefonate konkret ausgewertet wurden, ließen die ungarischen Behörden auch auf wiederholte Nachfragen unbeantwortet. Da keiner der Drahtzieher verhaftet wurde, konnte die Organisation ungehindert weitere Schlepperfahrten organisieren – mit immer größer werdender Risikobereitschaft.

Auch die entscheidende Todesfahrt des Kühllasters zeichneten die Ermittler auf. In einem Telefonmitschnitt, der NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung im Original vorliegt, beklagt sich der Fahrer über die schreienden und klopfenden Flüchtlinge. Als er ihnen etwas Wasser geben wollte, verbot dies der afghanische Drahtzieher in einem Telefonat mit seinem Komplizen: „Das geht nicht, dass er die Tür aufmacht!“ Der Fahrer dürfe nicht anhalten und solle immer weiterfahren. „Falls die Leute sterben sollten, dann soll er sie in Deutschland im Wald abladen“, sagte er weiter.

Auf Anfrage weist der Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft im ungarischen Kecskemet, Gabor Schmidt, die Vorwürfe zurück, nicht eingegriffen zu haben. Gegenüber NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung sagte er: „Wenn die ungarischen Behörden die Chance gehabt hätten, diese furchtbare Tat zu verhindern, dann hätte man das getan. Aber die Gespräche konnten erst zu einem Zeitpunkt übersetzt und ausgewertet werden, als diese tragische Schleusung schon durchgeführt war.“ Zudem sitze nicht dauerhaft ein Beamter am Kopfhörer, da „diese Fahrten in den Nachtstunden, also gegen drei Uhr am Morgen, fünf Uhr am Morgen abgewickelt wurden“.

Am 21. Juni beginnt in Ungarn der Prozess gegen insgesamt elf Personen. Ihnen wird vorgeworfen, ein kriminelles Netzwerk gegründet zu haben. Die vier Hauptbeschuldigten sind zudem wegen Mordes angeklagt. Der führerlose Lkw war am 27. August 2015 in einer Pannenbucht bei Parndorf in Österreich aufgefunden worden. Darin fanden Ermittler 71 zum Teil völlig entstellte Leichen. Der Fall hatte weltweit für große Bestürzung gesorgt.

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6 Kommentare

  1. Die linke Journaille gießt ihren ekligen Schleim wieder mal aus.
    Leutchen, gewöhnt euch dran. Man nimmt euch nur noch mit Abscheu und Ekel zur Kentnis.
    Klebt es sich gut in Merkels fettem Arsch ?

  2. Ungarn mag Moslems nicht, und das hat auch mit der 150 Jahre langen belagerung der Türkei zu tun. Aber das heißt nicht, dass Beamte sich mit Absicht querstellen, um Menschen sterben zu lassen.

    Als Ungare muss ich sagen, Pech gehabt. Den Migranten sollte klar gewesen sein, dass so ein Abenteuer gefährlich sein kann, vor allem wenn man sich wie Vieh irgendwelchen Schleppern überlässt, um bewusst und mit fragwürdigen Mitteln hinüber zu gelangen in einer Flut aus Menschen. Wenn es ihnen nur um Sicherheit gegangen wäre, hätte ihnen schon eines der ärmeren Länder gereicht – aber nein, sie wollten ja in das Sozialstaat-Utopia Deutschland und eine Karriere machen aus nichts tun.

    Ungarn trifft keine Schuld. Ganz im Gegenteil, sie wollen keinen einzigen Migranten innerhalb ihrer Grenzen haben. Hätten sie bescheid gewusst, hätten sie was unternommen. Ungarn besteht nicht aus mörderischen Killern, wie ja anscheinend versucht wird, darzustellen. Nicht zuletzt war zu der Zeit ganz Europa stark ausgelastet und überfordert.

    Hätte sich Merkel um diese Menschen wirklich geschert, hätte sie sichere Überfahrt für ihre Goldstückchen geleistet. Aber ihr geht es nicht um das Helfen von anderen, sondern um die nationale, ewige Erbsünde Deutschlands und die Sühne. Es geht darum, dass Deutschland für immer blutet während es zwar wirtschaftlich stark bleibt, aber dennoch schwach ist in allen anderen Bereichen, vor allem Kultur und Integrität. Man will ja nicht, dass Deutschland die Stellung bekommt, die es wirtschaftlich verdient. Die gezüchteten Linksradikalen sorgen ja genau für diesen Effekt, und weil es deutsche Arbeitstiere sind, ziehen sie das BIP nicht mal runter.

    • Nur in einer Sache widerspreche ich Ihnen: Deutschland geht es wirtschaftlich nicht gut. Das ist ein Märchen. Deutschland ist wirtschaftlich nicht mehr stark. Genau das bezwecken „die“ mit dieser Migrationskrise: die wirtschaftliche, kulturelle und soziale Destablisierung des Europas, insbesondere von Deutschland. Warum: weil Deutschland ein ziemlich stabiles System, eine stabile Infrastruktur hat – das hat Bismarck erschaffen. Aber die Deutschen sind die ärmesten Bürger der EU. In Deutschland befinden sich die wenigsten Haus- und Wohnungsbesitzer in der EU. Schauen Sie sich die ärmsten EU-Länder an ! Sie überleben nur, weil sie Haus- und Wohnungsbesitzer sind…….Der zukünftige Wirtschaftserfolg wird diesen Ländern gehören, Länder, die keine oder nur sehr wenige Flüchtlinge aufgenommen haben. Jeder, der ein Haus mit Ackerfläche besitzt, wird ein sehr stabiles Leben haben. Man müßte sich nur an diese von vielen heutzutage gehasste und verpönte Feldarbeit gewöhnen. Das ist meine Meinung.
      Sie wollen die ganze EU destabilisieren, aber kein Flüchtling will nach Bulgarien oder Ungarn oder Polen oder Tschechien – tja, ihr Plan geht nicht so auf, auch nicht mit dem Zwang der Flüchtlingsquoten-Regelung, manche EU-Länder wehren sich dagegen und die Flüchtlinge wollen nicht dahin (Glück im Unglück für diese Länder)……logisch folgend werden die folgenden Bürgerkriege also dort ausbrechen, wo die Migranten sich in Mehrzahl aufhalten: Frankreich, Italien, Schweden, Deutschland……

  3. Wenn die Sandneger in das Alter kommen, dass die heutigen im Hamsterrad das Zeitliche segnen, steht dieser Drecksladen ganz von alleine still.
    Dann können sie fressen was sie wollen. Aber nicht mehr von deutschem Steuergeld bezahlt.
    Die Linken werden die ersten sein die Gras fressen müssen.

  4. »Staatsfunk nimmt Ungarn ins Visier: „Ermittler hätten Tod von 71 Flüchtlingen im LKW verhindern können“«

    Sie hätten ja zuhause bleiben können …

  5. Keine Toten verursachen, keine Schlagzeilen produzieren – die Schleuser-Viehtransporte in die EU hinein sollen reibungslos weiterlaufen. Notfalls ist anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben.

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