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Das System schützt sich, dennoch sind im Zuge der Ermittlungen zu dem schwerwiegenden Skandal um den Campingplatz in Lügde bisher weitere Fälle bekannt geworden, bei denen Verfahren gegen Beamte wegen des Besitzes von Kinderpornos oder sexuellen Missbrauch geführt wurden. Wie die RP berichtet, beläuft sich die Zahl bisher auf 15 Fälle innerhalb der letzten zehn Jahre.Weiter heisst es: „In 14 dieser Fälle sind die betroffenen Beamten zwischenzeitlich entweder aus dem Dienst entfernt worden, vorläufig des Dienstes enthoben worden, mit einem Verbot der Führung der Dienstgeschäfte belegt worden oder sie befinden sich bereits im Ruhestand.“

Das dürfte nur die Spitze des Eisbergs sein und in anderen Bundesländern wird es nicht besser aussehen. Welche Strafen wurden denn gegen die Beamten verhängt? Haben sie ihre Pensionsansprüche behalten? Ist das zu fassen? Ja – in einem solchen verlotterten System muss man mit allem rechnen, was die Sache aber nicht besser macht. Wenn das ein Rechtsstaat sein soll, gehören die Täter weggesperrt. Sie dürfen nicht mit milden “Strafen” und üppigen Pensionen davon kommen. Sie haben das Vertrauen der Bürger doppelt missbraucht und sollten in diesem Maße auch zur Verantwortung gezogen werden.

Sperrt sie weg!