Kunstinteressent rettet Leipziger Maler vor dem Knast – #Natango malt weiter

Dieses Gemälde und die Entstehungsgeschichte dazu waren der Stein des Anstoßes, dass der Leipziger Künstler General Natango wegen Beleidigung verurteilt wurde.

Die Gerichtskosten überstiegen die finanziellen Möglichkeiten und so trat der Künstler am Montag seine Ersatzhaftstrafe an, wie wir bereits berichteten. Nach vier Tagen durfte er in die Freiheit, nicht etwa weil die Behörden plötzlich Einsicht gezeigt hätten, sondern weil die Kosten beglichen werden konnten. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an den Kunstinteressierten, der sich in letzter Sekunde bei O24 gemeldet hatte, um den Maler durch den Kauf eines seiner Werke zu unterstützen.

Und dabei ist es nicht geblieben, wie der Künstler berichtete. Auch über Facebook gab es viel Aufmerksamkeit und Anfragen für Kunstdrucke und Porträt-Arbeiten. Es lohnt sich eben manchmal doch, wenn man den Mund aufmacht und sich nicht zum Schweigen bringen lässt. Wichtiger als die mediale Aufmerksamkeit ist aber das, was dabei heraus kommen kann: Echte Kontakte im richtigen Leben.

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4 Kommentare

  1. Hier ist ein Irrtum aufzuklären:
    Die Verfahrenskosten können nicht in eine Ersatzfreiheitsstrafe umgewandelt werden.
    Wenn der Künstler also für 25 Tage ersatzweise in Haft hätte kommen sollen und die Geldstrafe 250€ betrug, entspricht das einem Tagessatz von 10€ pro Hafttag, die der Künstler nicht bezahlen wollte oder konnte.
    Die Darstellung ist also irreführend, denn wegen der hohen Verfahrenskosten musste der Künstler die Ersatzfreiheitsstrafe nicht antreten. Die Verfahrenskosten hätte die Staatsanwaltschaft nur auf dem üblichen Wege vollstrecken lassen können.
    Es hätte also gereicht, sich rechtzeitig die 250€ evtl. auch zu leihen, dann wäre das Ganze nicht passiert.
    Aber das ist wohl eine spezielle Art der Vermarktung gewesen?

    • Die Darstellung ist weder irreführend, noch handelt es sich um einen Marketing-Gag. Der Künstler hat nicht um Spenden oder Unterstützung gebeten oder gebettelt.

      • Es sollte nicht vermittelt werden, dass der Künstler um Spenden oder Unterstützung gebeten oder gebettelt hat,
        sondern, dass er nicht für die Gerichtskosten eine Ersatzfreiheitsstrafe antreten musste.
        Die Strafe von € 250,– konnte er nur durch die Ersatzfreiheitsstrafe begleichen oder eine Bezahlung leisten.
        Wenn der Mäzen auch noch gleich die Gerichtskosten beglichen hat, dann wird es die Justiz freuen, die so maßlos ist, auch noch darüber zu entscheiden, was Kunst ist oder nicht und sogar ihre Inhalte und Richtungen bezeichnet.

  2. „Kunst“ gegen die AfD
    ————————————-

    http://www.nnp.de/lokales/limburg_und_umgebung/Tragikomische-Wirklichkeit-des-AfD-Programms;art680,2520750

    Auf Einladung DGB Limburg-Weilburg zauberten die Schauspielerinnen Johanna Kollet und Alena Bacher vom „theater odos“ in Münster eine bizarre Mischung zwischen abgedrehter Satire und bedrohlicher Dystopie auf die Bühne. Ein Auftritt, der mit seiner rohen, ungefilterten Emotionalität auch den Zuschauern einiges abverlangte.

    Damit begann das von Heiko Ostendorf geschriebene und inszenierte zweiteilige Stück harmlos genug: Zwei fiktive PR-Beraterinnen der „Alternative für Deutschland“ nehmen sich das Parteiprogramm vor, um es möglichst massenkompatibel unters Volk zu bringen. Dabei blödelten sie fröhlich drauf los und übertrieben hemmungslos.

    https://www.mittelhessen.de/lokales/region-dillenburg/weitere-berichte-region-dillenburg_artikel,-Satire-erklaert-die-Politik-Gut-ist-was-gut-klingt-_arid,1047035.html
    http://www.demokratie-foerdern.de/termine/odos-was-ihr-waehlt.html

    Organisiert hatte den Abend ein Bündnis aus Gewerkschaften und Antirassismus-Initiativen. Deren Sprecher Ernst Richter zitierte am Schluss aus der Zuschrift eines in der Flüchtlingsbetreuung tätigen Arztes aus dem heimischen Raum, der sich durch den Titel einer von der AfD am 19. September in Braunfels geplanten Veranstaltung »Migration und Kriminalität« an die NS-Hetzschrift »Judentum und Gaunertum« erinnert fühlt.

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