Späte Anerkennung: Deutsche Zwangsarbeiter werden mit einer Einmalzahlung abgespeist

Seit gestern können  ehe­ma­li­ge deut­sche Zwangs­ar­bei­ter, die als Zi­vil­per­so­nen auf­grund ih­rer deut­schen Staats­an­ge­hö­rig­keit oder Volks­zu­ge­hö­rig­keit kriegs- oder kriegs­fol­gen­be­dingt zur Zwangs­ar­beit her­an­ge­zo­gen wur­den, auf Antrag ei­nen ein­ma­li­gen An­er­ken­nungs­be­trag in Hö­he von 2.500 Eu­ro er­hal­ten.

euro das letzte hemd

Die meisten der ehemaligen Zwangsarbeiter dürften mittlerweile verstorben sein, aber die Anerkennung kann auf Ehegatten und Nachkommen übertragen werden.

„Voraussetzung für die Anerkennungsleistung ist, dass Sie wegen Ihrer deutschen Staatsangehörigkeit oder deutschen Volkszugehörigkeit zwischen dem 01.09.1939 und vor dem 01.04.1956 durch eine ausländische Macht zur Zwangsarbeit verpflichtet wurden. Antragsberechtigt ist nur, wer als Zivilperson zur Zwangsarbeit verpflichtet wurde,“ heißt es in dem Merkblatt für Betroffene, das bei der Bundesverwaltungsanstalt (BVA) zum Download bereit steht.

Die Leistung wird nach seinem Tode an den hinterbliebenen Ehegatten oder an ein hinterbliebenes Kind ausgezahlt. Dies gilt auch, wenn der Leistungsberechtigte nach dem 27.11.2015 verstorben ist und der hinterbliebene Ehegatte oder sein hinterbliebenes Kind einen Antrag gestellt hat. Die Leistungsberechtigung erlischt, wenn der Ehegatte bzw. die Kinder die Sonderrechtsnachfolge nicht bis zum 31.12.2017 angezeigt haben.

Diese symbolische Entschädigung geht auf die Initiative der CDU Politikerin Erika Steinbach zurück. Am erwähnten Stichtag, dem 27.11.2015 bewilligte der Bundestag hierfür die Summe von 50 Millionen Euro. Sofern sich die Staaten, die Zwangsarbeit angeordnet und Unternehmen, die aus der Zwangsarbeit Nutzen gezogen haben, an den Entschädigungsfonds beteiligen, kann man die Einmalzahlung als kleine Geste der Wiedergutmachung werten, ansonsten wird dafür wieder nur der deutsche Steuerzahler belastet.

Nach Schätzungen des BdV (Bund der Vertriebenen) aus dem letzten Jahr sind noch etwa 10 – 20000 der ehemaligen Zwangsarbeiter am Leben.

 

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1 Kommentar

  1. Für die ehemaligen Zwangsarbeiter kommt das leider viel zu spät, von der beschissenen Summe einmal ganz abgesehen. Da bekommt ein jeder rumänischer Stehgeiger des „fahrenden“ Volkes fettere Zuwendungen, ohne überhaupt nur einen einzigen Tag gearbeitet zu haben oder das jemals zu beabsichtigen.

    Für Merkels „Wir schaffen das“-Zwangsarbeiter sollte aber sofort folgendes gelten:

    Deutsche GroKo-Zwangsarbeiter, die als Zivilpersonen aufgrund ihrer Deutschen Staatsangehörigkeit oder Volkszugehörigkeit sozial- oder sozialfolgenbedingt zur Zwangsarbeit für importierte Wirtschaftsasylanten, Erdogan-Türken und Kriminelle herangezogen werden, können auf Antrag einen jährlichen Anerkennungsbeitrag in Höhe des ihnen durch eine expansive Steuergeldverschwendung entstandenen Schadens stellen. Die Anerkennung und Auszahlung kann nach dem Tode auf Ehegatten und Nachkommen übertragen werden.

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