Foto: Screenshot Youtubekanal "Politik und Zeitgeschichte"
Foto: Screenshot Youtubekanal „Politik und Zeitgeschichte“

Laut verschiedenen Medienberichten, hat Alexander Gauland die Freistellung des langjährigen Pressesprechers der AfD, Christian Lüth, veranlasst. Tino Chrupalla bestätigte dies am Sonntag gegenüber „Zeit Online“. Nach einem Gespräch, das bereits vor einigen Wochen stattgefunden habe, leitete die AfD eine „arbeitsrechtliche Prüfung“ ein, die nun zur Kündigung geführt haben soll.

Die Vorwürfe wiegen schwer. Lüth soll sich selbst als „Faschist“ bezeichnet haben und mit Bezug auf seinen Großvater von seiner „arischen“ Abstammung gesprochen haben, so die ZEIT. Wolfgang Lüth war Korvettenkapitän und hatte im Zweiten Weltkrieg als U-Boot-Kommandant der Kriegsmarine gekämpft. Dafür hatte er von Adolf Hitler persönlich das Eiserne Kreuz erhalten.

Der Zeitpunkt der Entlassung scheint ungewöhnlich. Hat Lüth erst kürzlich damit angefangen, seine Einstellung laut herauszuposaunen oder hängt die Personalie mit dem Kampf um die Vorherrschaft in der Partei zusammen? Glaubt die Parteispitze, mit dieser Entscheidung einer drohenden Beobachtung der gesamten Partei durch den Verfassungsschutz zu entgehen?

3 KOMMENTARE

  1. Naja, ich denke eher, das sind Details, mit denen man weder an die Öffentlichkeit gehen muss, noch, dass sie wirklich wichtig sind, aber nur Angriffsfläche bieten würden. Also besser, man verzichtet auf Leute mit einem solchen großen Ego.

  2. Es ist die Fortsetzung einer Säuberungswelle, die in Gang gesetzt wurde von den AfD-internen Koalitions- und Kollaborations-Strebern. Es sind die gleichen, die eine eigene AfD-Akzentsetzung in der gegenwärtigen Grundgesetz-Krise verhindern und das Verschwinden der AfD als widerständige Opposition betreiben. Muss ich Namen nennen?

  3. Man kennt ja den näheren Kontext nicht, in dem die „anstößigen“ Äußerung gefallen sind, daher verbietet sich jedes Urteil. – Vielleicht war es nur mißverstandene Ironie, und man ist zu schnell über das Stöckchen gesprungen? Denn diese Äußerungen sind derart plump und albern, daß ich nicht glauben kann, sie seien wirklich ernst gemeint gewesen. Sie klingen nämlich ganz so, wie der kleine Moritz sich einen „Nazi“ vorstellt.

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